Monat: August 2025

Kritik zu „Therapie für Wikinger“: Mads Mikkelsen als John-Lennon-liebender Sonderling
Aktuelle Filmnews, Demnächst im Kino, Drama, Filmkritiken, Komödie, La Biennale di Venezia

Kritik zu „Therapie für Wikinger“: Mads Mikkelsen als John-Lennon-liebender Sonderling

Kritik von Michael Gasch - gesehen im Rahmen der 82. Filmfestspiele von Venedig 2025. Mads Mikkelsen als John-Lennon-liebender Sonderling: Therapie für Wikinger von Anders Thomas Jensen Anders Thomas Jensen (Helden der Wahrscheinlichkeit und zuletzt King’s Land) präsentiert auf den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig sein neuestes Werk Therapie für Wikinger. Es mag wie ein Wikingerfilm klingen - und dies wäre nach dem Historiendrama King’s Land gar nicht so abwegig - jedoch handelt es sich um ein modernes Familiendrama über männliche Vergangenheitsbewältigung. Auch wenn die Risse in der menschlichen Seele offengelegt werden und es düster wird - ganz im Geiste Jensen - gab es bis dato keinen anderen Film auf dem Filmfestival, der so viel Gelächter hervorrief. Anker (Nikolaj Lie Ka...
Kritik zu „No Other Choice“: Park Chan-wooks nächster Geniestreich?
Aktuelle Filmnews, Asiatischer Film, Demnächst im Kino, Drama, Filmkritiken, Komödie, La Biennale di Venezia, Thriller

Kritik zu „No Other Choice“: Park Chan-wooks nächster Geniestreich?

Kritik von Marc Trappendreher - gesehen im Rahmen der 82. Filmfestspiele von Venedig 2025. Grauzonen des Überlebens: No Other Choice von Park Chan-wook Mit No Other Choice legt Park Chan-wook eine Adaption des Romans "The Ax" von Donald Westlake vor. Im Mittelpunkt steht Man-soo (Lee Byung-hun, Star aus I Saw the Devil und Squid Game), ein entlassener Angestellter, der als Familienvater unter enormem Druck steht. Der Verlust seines Jobs zwingt ihn, den Arbeitsmarkt als gnadenlosen Konkurrenzkampf zu erleben, in dem die Grenzen zwischen fairer Bewerbung und rücksichtsloser Eliminierung verschwimmen. Was als nachvollziehbare Verzweiflung beginnt, entwickelt sich sukzessive zu einer Spirale der Gewalt, die Ausdruck einer grotesken Überlebenslogik ist - Park Chan-wook beschaut all dies mit...
Venedig Filmfestival 2025 – Programm, Kritiken & Trailer
Aktuelle Filmnews, Festivals, La Biennale di Venezia

Venedig Filmfestival 2025 – Programm, Kritiken & Trailer

Ab dem 27. August verwandelt sich das idyllische Lido di Venezia erneut in eine schillernde Bühne des internationalen Kinos, denn das älteste Filmfestival der Welt kehrt dieses Jahr wieder mit einem durch und durch beeindruckenden Angebot an Weltpremieren zurück. Ich selbst bin dieses Jahr zwar nicht vor Ort, doch umso mehr Kritiken wird es von Michael Gasch geben, der das Festival zum zweiten Mal vor Ort begleitet. Zahlreiche unvergessliche Filme feierten in den vergangenen Jahren in Venedig ihre Weltpremiere, darunter Martin McDonaghs The Banshees of Inisherin, Yorgos Lanthimos' Poor Things, Brady Corbets The Brutalist oder Laura Poitras All the Beauty and the Bloodshed. Unter den mit Spannung erwarteten Filmen dieses Jahres finden sich neue Werke von Guillermo del Toro (Pans Labyrinth)...
Kritik zu „Boulevard der Dämmerung“: Billy Wilders Hollywood-Noir neu in 4K
Aktuelle Filmnews, Drama, DVD & Bluray, Filmkritiken

Kritik zu „Boulevard der Dämmerung“: Billy Wilders Hollywood-Noir neu in 4K

„Ich war ein Star? Ich bin größer als je zuvor!“ Viele Kinder und Jugendliche wünschen sich in ihrem Leichtsinn, irgendwann mal ein großer Star zu sein, der auf der ganzen Welt berühmt ist, Unmengen von Geld verdient und sich vor Fans gar nicht mehr retten kann. Sänger, Fußballer oder Filmstar. Man will die Anerkennung der Masse, man will geliebt und verehrt werden. Doch sich dabei zu verändern, das hat natürlich niemand vor und schon gar nicht wird die eigene Familie vergessen. In Wahrheit sieht das Ganze dann doch etwas anders aus, aber wer will das schon mit unschuldigen oder betäubten Äugen sehen? Es lässt sich mit Sicherheit sagen, dass jeder Star, ob Leonardo DiCaprio, Lionel Messi oder Phil Collins, schon Teil der Kehrseite des Erfolgs wurde, denn das kann sich ja schon durch vers...
Kritik zu „Decoder“: Der Underground-Klassiker neu auf Blu-ray!
Aktuelle Filmnews, DVD & Bluray, Filmklassiker, Filmkritiken, Horror, Science Fiction / Fantasy

Kritik zu „Decoder“: Der Underground-Klassiker neu auf Blu-ray!

Kritik von Marc Trappendreher Wenn Klang zur Waffe wird: Decoder (1984) erstmals auf Blu-ray Es gibt Filme, die mehr sind als bloße unterhaltsame Erzählungen – sie wirken wie Botschaften aus einem bestimmten Moment der Geschichte, so tief im Zeitgeist verwurzelt, dass man sie kaum vom gesellschaftlichen Klima trennen kann, aus dem sie entstanden sind. Der deutsche Underground-Film Decoder aus dem Jahr 1984 ist ein einzigartiges Dokument seiner Zeit – ein audiovisueller Ausdruck einer Subkultur, die sich zwischen Punk, Industrial und der Neuen Deutschen Welle bewegte. Regie führte der Düsseldorfer Muscha (Jürgen Muschalek), das Drehbuch entstand in enger Zusammenarbeit mit Künstlern und Aktivisten der Szene, unter anderem Klaus Maeck und Trini Trimpop. Decoder erzählt die Gesc...