Monat: Oktober 2026

Kritik zu „Possible Love“: Lee Chang-dong und die Macht der Kamera
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Kritik zu „Possible Love“: Lee Chang-dong und die Macht der Kamera

Kritik von Philippe Paturel  - gesehen beim Festival Lumière Lyon 2026 Wer die Kamera hält, hält die Wahrheit - Possible Love von Lee Chang-dong „Bin ich legitimiert, diese Geschichte zu erzählen?“ – „Bin ich nah genug dran?“ – Diese Fragen habe er sich immer wieder gestellt, sagte Lee Chang-dong nach der gestrigen Vorführung von Possible Love beim Festival Lumière in Lyon. Es sind keine Floskeln eines bescheidenen Regisseurs. Es sind die Fragen, um die sein ganzer Film kreist. Acht Jahre nach Burning kehrt der südkoreanische Regisseur mit einer Geschichte zurück, die auf einer offenen Wunde seines Landes beruht. 2009 entließ der Autobauer SsangYong Motor im Zuge einer Umstrukturierung mehr als 2.000 Beschäftigte. Die Arbeiter besetzten das Werk 77 Tage lang. Am Ende stürmte die Poliz...
Blood Simple – Gewinnspiel zur 4K-Veröffentlichung
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Blood Simple – Gewinnspiel zur 4K-Veröffentlichung

Seit dem 8. Oktober 2026 ist Blood Simple, der meisterhafte Debütfilm der Coen-Brüder (The Big Lebowski, Fargo), erstmals auch in Deutschland in restaurierter 4K-Fassung erhältlich. Die Hauptrolle spielt die damals noch unbekannte Frances McDormand, inzwischen vierfache Oscar-Gewinnerin. Auf den Discs ist der Director’s Cut von 2001 enthalten, nicht die ursprüngliche Kinofassung von 1984. Der eindringliche Thriller von Joel und Ethan Coen erzählt die Geschichte von Abby (Frances McDormand), die mit dem Angestellten ihres Mannes ins Bett geht. Ihr Mann Marty heuert daraufhin einen zwielichtigen Privatschnüffler an, der die untreue Gattin samt Liebhaber umbringen soll. Doch der Detektiv hat ganz eigene Pläne … “Wer sieht jetzt dämlich aus?” Die Gebrüder Coen zeigten schon 1984 mit ih...
Kritik zu „The Wolf of Wall Street“: erstmals auf 4K Blu-ray
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Kritik zu „The Wolf of Wall Street“: erstmals auf 4K Blu-ray

Kritik von Marc Trappendreher Martin Scorsese und die Anziehungskraft des Geldes – The Wolf of Wall Street erstmals auf 4K Blu-ray Es gibt nur wenige Filme des amerikanischen Gegenwartskinos, die so häufig missverstanden wurden wie Martin Scorseses The Wolf of Wall Street. Kaum ein anderer Film der vergangenen Dekade musste sich den Vorwurf gefallen lassen, die moralische Verwahrlosung seines Protagonisten zu verherrlichen. Dabei verkennt dieser Einwand den eigentlichen Kunstgriff der Inszenierung. Scorsese urteilt nicht über Jordan Belfort – er liefert den Zuschauer zunächst vollständig dessen Welt aus. Er macht die Mechanismen der Verführung nicht sichtbar, indem er sie von außen kommentiert, sondern indem er sie erfahrbar macht. Die außergewöhnliche Qualität dieses Films liegt darin...