Action

Kritik: Fast Convoy – Tödlicher Transport (FR 2016)
Action, Filme, Französischer Film, Kritiken

Kritik: Fast Convoy – Tödlicher Transport (FR 2016)

Ich habe noch nie jemanden zurückgelassen! Fast Convoy – Tödlicher Transport zählt zu diesen Filmen, denen man nur zu gerne auf den Leim geht, und das aus einem einfachen Grund: Man möchte ihnen auf den Leim gehen. In diesem Fall liegt das vor allem daran, weil die Prämisse ein straightes Genre-Vergnügen verspricht, während auf dem Plakat der gestandene Benoit Magimel (Die purpurnen Flüsse 2 – Die Engel der Apokalypse) elegant gegen einen flotten Flitzer gelehnt anscheinend jederzeit bereit scheint, das Schießeisen in seiner Linken einzusetzen. Kurz gesagt: Die Zeichen standen mal wieder auf Kolportage. Aber auf hochwertiger Kolportage. Umso ernüchternder das Ergebnis, mit dem Regisseur Frédéric Schoendoerffer (Switch – Ein mörderischer Tausch) um die Gunst die Zuschauers buhlt, zeu...
Kritik: The Raid 2 (ID 2014) – Action, so rein und einnehmend, als wäre es das erste Mal
Action, Filme, Kritiken

Kritik: The Raid 2 (ID 2014) – Action, so rein und einnehmend, als wäre es das erste Mal

Autor: Sebastian Groß So etwas wie einen sauberen Krieg gibt es nicht. Laut deutscher Rechtsprechung handelt es sich dann um Pornografie, wenn ein Film mit seinen expliziten Bildern darauf abzielt, profan gesagt, den Zuschauer aufzugeilen. So gesehen ist die Bezeichnung Action-Porno für „The Raid“ aus dem Jahre 2011 durchaus passend. Der Waliser Gareth Evans inszenierte mit diesem simplen, aber höchst effektiven Reißer einen der meist gelobten Actionfilme des neuen Jahrtausends. Dank diverser positiver Stimmen und dem daraus resultierenden Hype gelang „The Raid“ sogar der Sprung ins ausländische Kino. Für einen indonesischen Film durchaus eine Seltenheit. Und so scharte sich um Evans dritten Spielfilm eine große Anhängerschaft, denn er erschuf mit „The Raid“ ein Werk, welches in ...
Kritik: The Rock – Fels der Entscheidung (USA 1996) – Alcatraz wird zum explosiven Ort der Desillusion
Action, Kritiken, Michael Bay, Regisseure

Kritik: The Rock – Fels der Entscheidung (USA 1996) – Alcatraz wird zum explosiven Ort der Desillusion

Patriotism is a virtue of the vicious. So sieht es also aus, wenn sich ein Regisseur mit ungehemmtem Explosionsfetisch wie Michael Bay auf der Höhe seines „künstlerischen“ Schaffens befindet. Ziemlich ansehnlich, aber auch viel zu verfrüht und leider von unikalem Status. „Ziemlich ansehnlich“ könnte man an dieser Stelle sogar noch als leichte Untertreibung umreißen, denn Michael Bays zweite Regiearbeit „The Rock“ ist quasi der Inbegriff, oder vielmehr ein Mitverantwortlicher, für diesen generalisierten Musterfall des hochwertigen Action-Kinos der vielfältigen 1990er Jahre. Mit „Bad Boys“ hat Michael Bay ein Jahr zuvor bereits sein fähiges Inszenierungshändchen für stattliche Actionmontagen bewiesen, blieb seinem Publikum aber auf Charakterbasis diese Qualität schuldig. In „The Rock“...
Kritik: James Bond 007: Skyfall (GB 2012) – Sein Hobby ist Auferstehung
Action, Filme, Kritiken

Kritik: James Bond 007: Skyfall (GB 2012) – Sein Hobby ist Auferstehung

England... MI6... so old-fashioned! James Bond ist sichtbar älter, zerbrechlicher und nachdenklicher geworden. Nach seinem eiskalten Rachefeldzug im eher bescheidenen Quantum Of Solace, in dem der Franzose Mathieu Amalric Daniel Craig das Leben schwer machte, wird nun der MI6 und damit einhergehend Großbritannien von Cyber-Terroristen bedroht. Schneller als der Blitz erscheint James Bond (Daniel Craig), der vom MI6 eigentlich für tot erklärt wurde, auf dem Dienstplan, um dieses Mal die Vernichtung des MI6 abzuwenden. Was in einer unglaublich virtuos inszenierten Verfolgungsjagd seinen Anfang nimmt, entwickelt sich schnell zu einem bedrohlichen, sehr realen Thriller, der auf so viel Drama und Düsternis setzt wie kein Bond-Film zuvor. An die Klasse von Casino Royale kann Qualitätsgara...
Kritik: Batmans Rückkehr (USA 1992)
Action, Filme, Kritiken, Regisseure, Tim Burton

Kritik: Batmans Rückkehr (USA 1992)

Du bist nur neidisch, weil ich ein echtes Monster bin. Es ist Weihnachten in Gotham City und der Pinguin treibt sein Unwesen. Der Unternehmer Max Schreck versucht den Pinguin zum Bürgermeister zu machen um seine Macht zu steigern und dann ist da noch Selina Kyle, die Sekretärin Schrecks, die eigentlich tot sein sollte, aber als Catwoman wiederkehrte. Kein anderer Comic-Held wurde so vielfältig auf die Leinwand gebannt. Angefangen beim knallbunten Kinder-Batman der 60er Jahre bis hin zum Realo-Batman eines Chris Nolan, und überhaupt ließ selten in der Comic-Geschichte ein Held so viele Freiräume und provozierte förmlich solch unterschiedliche Interpretationen. Vergleiche drängen sich auf und auch ich erliege ihnen öfters, doch letztendlich ist Vielfalt immer etwas Gutes und selbst s...
Kritik: Der blutige Pfad Gottes (USA 1999) – Kult der miesesten Sorte
Action, Filme, Kritiken

Kritik: Der blutige Pfad Gottes (USA 1999) – Kult der miesesten Sorte

Als Hirte erlaube mir, zu dienen mein Vater dir. Deine Macht reichst du uns durch deine Hand, diese verbindet uns wie ein heiliges Band. Wir waten durch ein Meer von Blut, gib uns dafür Kraft und Mut. In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti! Das Wort "Kult" ist schon so eingefleischt in unserem heutigen Sprachgebrauch, wie die Begrüßung am Morgen und das Verabschieden am Abend. Dabei ist jedoch nicht der religiöse Kult gemeint, sondern der Kult, der sich um eine Person, um einen Film oder irgendwelche Objekte klammert. Die Frage an dieser Stelle lautet, was einen Film überhaupt zum Kult macht? Kult wird in diesem Fall immer von Fans und Anhängern eines bestimmten Films heraufbeschworen, die sich ihren neuen Lieblingsfilm immer und immer wieder ansehen und ihn schon zu einer Art...
Kritik: Avatar – Aufbruch nach Pandora (USA 2009)
Abenteuer, Action, Kritiken, Science Fiction / Fantasy

Kritik: Avatar – Aufbruch nach Pandora (USA 2009)

Ich gehöre jetzt zu dir, Jake. Wir sind vereint für's Leben. Im Jahr 2154 sind die Rohstoffe der Erde erschöpft und die Menschheit sucht in fernen Welten weiter. Pandora, ein erdenähnlicher Mond, ist reich am begehrten Rohstoff Unobtanium, doch um es abzubauen gefährden die Menschen den Lebensraum der Na'vi, die Ureinwohner Pandoras. Als ich das erste mal von Avatar gehört habe, war ich euphorisch. Nicht nur, dass James Cameron wieder dreht, nein, er dreht sogar einen Science-Fiction-Film, eines meiner Lieblingsgenres. Dazu kam die Ankündigung eines Opus Magnum des 3D-Kinos, einer "Revolution des Kinos", wie James Cameron es selbst beschrieb. Das schürt Erwartungen, die bei zwei Jahren Wartezeit gut gedeihen konnten. James Camerons Kino ist für Science-Fiction gemacht. Seine beste...
Action, Filme, Kritiken, Science Fiction / Fantasy

Kritik: The Avengers (USA 2012)

There was an idea to bring together a group of remarkable people, so when we needed them, they could fight the battles that we never could... Joss Whedon ist in der Filmwelt schon lange kein unbekanntes Gesicht mehr. Ganz im Gegenteil, für manche ist der Schöpfer von Serien wie "Buffy - Im Bann der Dämonen", Autor von “Toy Story“ und Regisseur von "Serenity - Aufbruch in neue Welten" nicht mehr wegzudenken. Die nächste große Herausforderung für Whedon ließ im Jahr 2011 auf sich warten. Er sollte als Autor und Regisseur die Helden-Bande "The Avengers" auf der Leinwand unter der Fuchtel von Samuel L. Jackson aka Nick Fury zusammenführen. Ganze 220 Millionen Dollar Verantwortung wurden ihm dabei aufgelastet. Dass sich das mehr als nur auszahlen wird, ist bei der Qualität und Schlagkraft vo...
Action, Französischer Film, Kritiken

Kurzkritik: Die Glorreichen (FR 1984) – Belmondo in Tunesien

Wir klauen nur das Geld von Frankreich, bevor es die Deutschen tun. Les Morfalous ist ein harmloser kleiner Film, der jedoch sehr viel Spass macht, zumindest in der Originalfassung, denn anders würden die satirischen Witze und zahlreichen Anspielungen nicht funktionieren. Die Dialoge besitzen Charme, zudem ist der Film teils Parodie auf das dritte Reich, teils Kritik an der afrikanischen Außenpolitik Frankreichs. Als Hauptdarsteller der wie immer herausragende Jean-Paul Belmondo - Georges Delerue untermalt die Szenerie und Action mit super herrlichen Melodien. All das zusammen ergibt einen kurzweiligen Actionfilm mit vielen Lachern. Mehr als das will der Film auch gar nicht sein. Schon allein das Szenario ist dermaßen an den Haaren vorbeigezogen: Ein Bankraub an der nord-afrikanischen, ...
Mission: Impossible 4 – Phantom Protokoll (USA 2011) Kritik – Tom Cruise lädt zum Blockbuster des Jahres
Action, Kritiken

Mission: Impossible 4 – Phantom Protokoll (USA 2011) Kritik – Tom Cruise lädt zum Blockbuster des Jahres

Mission accomplished! Auch der vierte Teil des "Mission: Impossible"-Franchises macht seinem Namen wieder alle Ehre. Die aberwitzige Action, eine übertrieben unrealistische Story, aber besonders das hohe Tempo und die Kreativität des Regisseurs machen das neueste Agentenabenteuer an Ethan Hunts Seite zum Blockbuster des Jahres. Gerade eben wurde Ethan Hunt (Tom Cruise) aus einem Gefängnis befreit und schon wartet der nächste Auftrag im Namen des IMF auf ihn. Innerhalb kürzester Zeit soll er sich und seinem Team Zugang in den Moskauer Kreml verschaffen, um an geheime Informationen zu gelangen. Die Aktion entpuppt sich allerdings bald als Hinterhalt. Gerade, als Hunt es gelingt, das Regierungsgebäude heil zu verlassen, geht dieses in die Luft. Die Schuld wird seinem Team und damit de...