Science Fiction / Fantasy

Kritik: Nosferatu – Phantom der Nacht (D 1979) – Die Einsamkeit des Todes
Filme, Horror, Kritiken, Science Fiction / Fantasy, Werner Herzog

Kritik: Nosferatu – Phantom der Nacht (D 1979) – Die Einsamkeit des Todes

Das Leben ist nicht alles. 7 Jahre später. Die Hass-Liebe zwischen Werner Herzog und Klaus Kinski geht in die nächste Runde. Die Dreharbeiten fielen im Gegensatz zu 'Aguirre' ungewöhnlich ruhig ab. Kinski diesmal völlig ohne Tobsuchtsanfälle und höchst diszipliniert. Selbst bei der täglich vierstündigen Maskenarbeit bliebt er angenehm friedlich und hält sich im Zaun. Die zweite Zusammenarbeit der beiden Größen in 'Nosferatu - Phantom der Nacht' von 1979 ist eine Hommage an Murnau's Stummfilmklassiker 'Nosferatu - Symphonie des Grauens' von 1922. Welcher der beiden Filme nun der bessere ist, darüber will ich nicht richten, nur eins sei an dieser Stelle gesagt: Herzogs 'Nosferatu' ist wie 'Aguirre' ein meisterhaftes Stück Filmgeschichte. Wieder hat Herzog sich auf die Reise gemacht, ...
Kritik: Blade Runner (USA 1982) – Die Klingen der Menschlichkeit
Filme, Krimi, Kritiken, Science Fiction / Fantasy

Kritik: Blade Runner (USA 1982) – Die Klingen der Menschlichkeit

All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen... Sci-Fi-Filme gibt es viele. Zu viele könnte man meinen, dabei kann es gar nicht so weit kommen. So vielschichtig und unendlich ist der Bereich. Ob wir fremde Planeten erforschen, durch die Galaxien reisen, oder eine einfache Zukunftsvision zu sehen bekommen. Alles ist unglaublich interessant. Ridley Scott setzt mit seinem Utopie & Dystopie-Meisterstück von 1982 genau in einer dieser Zukunftsvisionen an, inszeniert aber eine Geschichte wie wir so noch nicht erleben und vor allem sehen durften. Optisch zählt 'Blade Runner' ohne weiteres zu dem besten was je auf irgendeinem Bildschirm oder einer Leinwand zu sehen war. Die dreckige, verrauschte, herzlose und apokalyptisch angehauchte Zukunftswelt im Jahre 201...
Kritik: Matrix (USA 1999) – Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit
Action, Kritiken, Science Fiction / Fantasy

Kritik: Matrix (USA 1999) – Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit

Hattest du schon mal einen Traum, Neo, der dir vollkommen real schien? Was wäre, wenn du aus diesem Traum nicht mehr aufwachst... Woher würdest du wissen, was Traum ist und was Realität? Es tat gut, richtig gut, zwischen all den neuen möchte-gern-tiefgründigen Filmen nach vielen Jahren mal wieder Matrix zu sehen. Er ist geradlinig anstatt unnötig verschachtelt und bietet einen Haufen tiefsinniger Dialoge. Was diesen Film jedoch vor allen Dingen auszeichnet, ist die Inszenierung. Matrix ist ein Wunderwerk der Technik, welches den Effekten von heute, über 10 Jahre später, immer noch weit voraus ist. Ob das die um Trinity kreisende Zeitlupenkamera oder die Bulletcam ist, die visuellen Effekte waren und sind noch immer wegweisend. Aber nicht nur die Effekte an sich, sondern ebenso das b...
Kritik: Edward mit den Scherenhänden (USA 1990)
Drama, Filme, Kritiken, Regisseure, Science Fiction / Fantasy, Tim Burton

Kritik: Edward mit den Scherenhänden (USA 1990)

Ich glaube ich fange am Besten mit den Scheren an. - Den Scheren? - Weißt du, es gibt alle möglichen Scheren und einmal gab es sogar einen Mann der hatte Scherenhände. Es war einmal ein Regisseur, der unglaublich viel Fantasy in seinem Kopf staute und ein Schauspieler, der enorm viel Talent besaß. Eines Tages dachten sich wohl die beiden, beglücken wir die Welt mit unserem Können. Was aus dieser Zusammenarbeit entstand, war ein Duo für die Ewigkeit, welches seitdem einen großartigen Film nach dem anderen an den Tag legt. Um ehrlich zu sein war ich von der ersten Hälfte des Films nicht sehr angetan. Zu viel Kitsch und Buntheit konnten nicht mit meinen Augen in Einklang gebracht werden, bis diese vielfarbige Welt umschlägt und die wahren Seiten unserer "heilen" Welt ans Tageslicht ...
Klassiker-Kritik: Starship Troopers (US 1997)
Action, Filme, Kritiken, Paul Verhoeven, Regisseure, Retro, Science Fiction / Fantasy

Klassiker-Kritik: Starship Troopers (US 1997)

One day, somebody like me is going to kill you, and your whole fucking race! Schon an dieser kritischen Aussage wird klar gemacht, welchen Weg Starship Troopers einschlagen wird. Er ist ein Kriegsfilm, der den Faschismus, den Patriotismus und Militarismus glorifiziert und Klischeehaftigkeit dermaßen auf die Spitze treibt, dass nur eines klar sein kann: Der Film ist Satire und Parodie in Reinkultur. Da er 1998 nur für den Oscar für Special-Effects nominiert wurde, möchte ich klar betonen, dass der Film gerade aufgrund seinen Inhalts und für seine Auseinandersetzung mit Krieg und Politik, auch hätte für das beste Drehbuch nominiert werden müssen. Zwar sind die Dialoge teilweise richtig schlecht, aber auch das dient der überspitzten Darstellung und Parodierung sämtlicher klischeebehafteter...