Biografie

Kritik zu „The Smashing Machine“: Dwayne Johnson als MMA-Ikone
Biografie, Drama, DVD & Bluray, Filmkritiken, Kampfsport, La Biennale di Venezia

Kritik zu „The Smashing Machine“: Dwayne Johnson als MMA-Ikone

Kritik von Michael Gasch - erstmals zu lesen am 01. September 2025, gesehen im Rahmen der 82. Filmfestspiele von Venedig 2025. Dwayne Johnson als MMA-Legende Mark Kerr: The Smashing Machine von Benny Safdie Das Werk von Benny und Josh Safdie ist einzigartig, da stets das Motiv der Dringlichkeit durchscheint. Ist es beim Familiendrama Go Get Some Rosemary oder den Thrillern Good Time und Uncut Gems, immer wieder stehen Männer im Mittelpunkt, die an der Schwelle des symbolischen Untergangs stehen und mal dezenter, mal intensiver alles daran setzen, eben dies zu verhindern. Jene Schnittmenge aus Zeitdruck und berechnenden Maßnahmen, um die eigenen Ziele zu erreichen (in Good Time könnte man fast schon den Begriff Machiavellismus verwenden) macht ihr Werk so interessant. Auf den diesjährig...
Kritik zu „Marty Supreme“: Timothée Chalamet als Tischtennisprofi
Aktuelle Filmnews, Biografie, Demnächst im Kino, Drama, Filmkritiken, Komödie

Kritik zu „Marty Supreme“: Timothée Chalamet als Tischtennisprofi

Kritik von Julian Bonsu Dieser Film beherrscht das Spiel: Marty Supreme von Josh Safdie Im vergangenen Herbst feierten gleich zwei neue Safdie-Filme Premiere. Zum ersten Mal jedoch präsentierten die Brüder Josh und Benny zwei getrennte Werke - beides Sportfilme. Zuerst kam Benny, der seinen Film The Smashing Machine in Venedig vorstellte. Ein bewegendes, jedoch ziemlich konventionelles Biopic über den Mixed Martial Arts Kämpfer und Wrestler Mark Kerr, welches keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Einen Monat später, bei einer unangekündigten Sondervorführung des New Yorker Filmfests (auf die allerdings schon im Voraus viel spekuliert wurde), präsentierte Josh seinen mit Spannung erwarteten Film Marty Supreme - kein reines Sportdrama, sondern ein Film, der sich mit ei...
Kritik zu „Malcolm X“: Spike Lees politisches Geschichtsepos neu in 4K
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Kritik zu „Malcolm X“: Spike Lees politisches Geschichtsepos neu in 4K

Kritik von Marc Trappendreher Seine Stimme finden: Malcolm X von Spike Lee bei Arthaus im 4K-Mediabook Wie findet man eine Stimme, wenn einem ein Leben lang gesagt wurde, man habe keine? Diese Frage scheint durch Spike Lees Malcolm X von 1992 zu schwingen, ohne je ausgesprochen zu werden. Er begleitet einen Mann auf seinem Weg durch eine Gesellschaft, die ihn erst missversteht, dann fürchtet, schließlich zum Schweigen bringt. Die neu erschienene 4K-Mediabook-Edition bei Arthaus lässt diesen Weg in neuer Schärfe und Würde sichtbar werden. Der Film erzählt das Leben von Malcolm Little, später Malcolm X, von seiner Kindheit bis zu seiner Ermordung 1965. Nach einer von Rassismus und familiärer Zerrüttung geprägten Jugend gerät Malcolm in die Kriminalität, wird verurteilt und kom...
Like A Complete Unknown – Kritik zum Dylan-Biopic, jetzt neu im Heimkino
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Like A Complete Unknown – Kritik zum Dylan-Biopic, jetzt neu im Heimkino

Eine Gastkritik von Michael Gasch, erstmals zu lesen am 26. Februar 2025. "The ballad of a true original." Musiker-Biopics können den Anfang einer großen, lebensverändernden Reise für den Zuschauer sein. In den besten Fällen, wie Walk the Line (Johnny Cash) oder Ray (Ray Charles), sind es Filme, die die Faszination für den Künstler aufkeimen lassen. Natürlich gibt es dem gegenüberstehend auch die Art Biografien, die sich wie ein cineastischer Wikipedia-Artikel anfühlen. In jenen Worst-Case-Szenarios sind die Filme so schnell wieder vergessen, wie die dokumentierten Subjekts. Like a Complete Unknown könnte ein großer Film über einen großen Musiker sein, keine Frage - doch das Gegenteil ist der Fall. Bob Dylan, weltbekannt durch Songs wie "The Times They Are a-Changin" oder "Blowin’...
Nouvelle Vague – Kritik zu Richard Linklaters Godard-Film
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Nouvelle Vague – Kritik zu Richard Linklaters Godard-Film

Ich habe Nouvelle Vague im Rahmen des Wettbewerbs der 78. Internationalen Filmfestspiele von Cannes gesehen. "Zum Glück liebt die Kamera die beiden." Die Magie des künstlerischen Austauschs zu beobachten, wenn Agnès Varda bei einer Tasse Kaffee mit Jean-Luc Godard plaudert; mitzuerleben, wie Godard aus dem Pariser Kino Le Champo kommt; oder zu sehen, wie die Kameraarbeit im Guerrilla-Stil zur Anwendung kam; oder, oder, oder… Nouvelle Vague ist wirklich ein purer nostalgischer Kinogenuss. Und wer hätte die 20 Drehtage von Außer Atem mit mehr Spontaneität, Lebendigkeit und Authentizität nachstellen können als Richard Linklater? Der US-amerikanische Regisseur ist bekannt für dialoglastige Werke wie die Before-Trilogie, mit denen er sein Gespür für tiefgründige, zugleich naturalistische G...