Regisseure

Kritik: Der Hobbit – Smaugs Einöde (NZ/USA 2013)
Kritiken, Peter Jackson, Regisseure, Science Fiction / Fantasy

Kritik: Der Hobbit – Smaugs Einöde (NZ/USA 2013)

It never ceases to amaze me, the courage of Hobbits... Der letztjährige Auftakt der „Der Hobbit“-Trilogie ließ den Großteil der Kritiker und Zuschauer gleichermaßen unbeeindruckt und enttäuscht die Kinosäle verlassen. Wie ich damals in meiner Kritik schrieb, konnte mich der „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ aber – selbst wenn die große Begeisterung ausblieb – im Großen und Ganzen überzeugen. Nun meldet sich Peter Jackson ein Jahr später zurück. Doch der Hoffnung, dass seine Fortsetzung „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ eine Qualitätssteigerung mit sich bringen würde, folgt ein herber Rückschlag, denn der zweite Teil der groß angelegten Trilogie macht noch mehr falsch als sein Vorgänger und scheitert vor allem erzählerisch auf ganzer Linie. Durfte man im Vorgänger noch vollends in Mitte...
Kritik: The Rock – Fels der Entscheidung (USA 1996) – Alcatraz wird zum explosiven Ort der Desillusion
Action, Kritiken, Michael Bay, Regisseure

Kritik: The Rock – Fels der Entscheidung (USA 1996) – Alcatraz wird zum explosiven Ort der Desillusion

Patriotism is a virtue of the vicious. So sieht es also aus, wenn sich ein Regisseur mit ungehemmtem Explosionsfetisch wie Michael Bay auf der Höhe seines „künstlerischen“ Schaffens befindet. Ziemlich ansehnlich, aber auch viel zu verfrüht und leider von unikalem Status. „Ziemlich ansehnlich“ könnte man an dieser Stelle sogar noch als leichte Untertreibung umreißen, denn Michael Bays zweite Regiearbeit „The Rock“ ist quasi der Inbegriff, oder vielmehr ein Mitverantwortlicher, für diesen generalisierten Musterfall des hochwertigen Action-Kinos der vielfältigen 1990er Jahre. Mit „Bad Boys“ hat Michael Bay ein Jahr zuvor bereits sein fähiges Inszenierungshändchen für stattliche Actionmontagen bewiesen, blieb seinem Publikum aber auf Charakterbasis diese Qualität schuldig. In „The Rock“...
Kritik: Frankenweenie (USA 2012) – Tim Burtons magisches Horror-Revival
Filme, Horror, Komödie, Kritiken, Regisseure, Tim Burton

Kritik: Frankenweenie (USA 2012) – Tim Burtons magisches Horror-Revival

When you lose someone you love, they never really leave you. They move into a special place in your heart. - I don’t want him in my heart. I want him here with me. Seit James Whales Ur-FRANKENSTEIN sind bereits über 80 Jahre vergangen und dieser Film sollte wie kaum ein zweiter seines Genres für Populärkultur im Allgemeinen und Filme im Besonderen zum stilprägenden Fundament des düsteren Horrors werden. Doch trotz der beachtlichen dazwischenliegenden Zeitspanne von FRANKENWEENIE und FRANKENSTEIN unterscheiden sich beide bis auf die jeweiligen Zeiten, in der die Werke spielen, thematisch kaum voneinander. Burton entlarvt den reaktionären Charakter seiner den American Dream auslebenden Gesellschaft mit lakonischem Humor, gewohnter Schärfe und für ihn typischen Motiven, versetzt den Zus...
Kritik: Mars Attacks! (USA 1996) – Ein Alienangriff à la Burton
Filme, Komödie, Kritiken, Regisseure, Science Fiction / Fantasy, Tim Burton

Kritik: Mars Attacks! (USA 1996) – Ein Alienangriff à la Burton

Eine weiterentwickelte Zivilisation ist üblicherweise nicht barbarisch. Sind wir Menschen wirklich allein? Sind wir die einzigen, mehr oder weniger, intelligenten Geschöpfe im Universum, oder wartet in den Unweiten und den Abgründen des Weltalls noch so manches fremdes Wesen auf uns? Inzwischen ist klar, dass wir nicht alleine sind, denn allein auf der Oberfläche des Mondes wurden winzige Lebewesen entdeckt. Man bedenke nur, dass es im ganzen Universum mehr Galaxien gibt, als Sandkörner auf der Erde. Eine Anzahl, die jeden gedanklichen Rahmen sprengt und einfach nur überwältigt. Oft genug haben wir es also natürlich auch in der Filmwelt mit den beliebten Aliens zu tun bekommen, die sich die Erde als Andockstation oder Angriffsziel ausgesucht haben. Da wären, nur als Beispiele, Rolan...
Kritik: Batmans Rückkehr (USA 1992)
Action, Filme, Kritiken, Regisseure, Tim Burton

Kritik: Batmans Rückkehr (USA 1992)

Du bist nur neidisch, weil ich ein echtes Monster bin. Es ist Weihnachten in Gotham City und der Pinguin treibt sein Unwesen. Der Unternehmer Max Schreck versucht den Pinguin zum Bürgermeister zu machen um seine Macht zu steigern und dann ist da noch Selina Kyle, die Sekretärin Schrecks, die eigentlich tot sein sollte, aber als Catwoman wiederkehrte. Kein anderer Comic-Held wurde so vielfältig auf die Leinwand gebannt. Angefangen beim knallbunten Kinder-Batman der 60er Jahre bis hin zum Realo-Batman eines Chris Nolan, und überhaupt ließ selten in der Comic-Geschichte ein Held so viele Freiräume und provozierte förmlich solch unterschiedliche Interpretationen. Vergleiche drängen sich auf und auch ich erliege ihnen öfters, doch letztendlich ist Vielfalt immer etwas Gutes und selbst s...
Kritik: Ein fürsorglicher Sohn (USA/DE 2009) – Werner Herzog wieder in Topform
Drama, Filme, Krimi, Kritiken, Thriller, Werner Herzog

Kritik: Ein fürsorglicher Sohn (USA/DE 2009) – Werner Herzog wieder in Topform

Ich geb's zu, ich hab in letzter Zeit viel geweint. Komisch ist nur, die Tränen kommen bloß aus meinem linken Auge, niemals aus dem rechten. Wieso ist das so? Werner Herzog und David Lynch sind zwei der Regisseure, die sich seit den Einstiegen in die Filmwelt durch ihre unverkennbare Eigenarten auszeichneten und sich ihren großen Namen mit Exzentrik erarbeiten. Als sich 2009 ankündigte, dass der Vater des Surrealistischen und der deutsche Regietitan ein gemeinsames Projekt fertiggestellt hatten, bekamen die Cineasten weltweit Herzflattern und feuchte Augen. Das Interesse und die Vorfreude auf dieses Werk waren in Fankreisen wohl kaum in Worte zu fassen. Doch um eines gleich klarzustellen, David Lynch war hier „nur“ als ausführender Produzent tätig, seine Anwesenheit ist dennoch spür...
Kritik: Dark Shadows (USA 2012) Unsterblichkeit: Segen oder Fluch?
Filme, Horror, Komödie, Kritiken, Regisseure, Science Fiction / Fantasy, Tim Burton

Kritik: Dark Shadows (USA 2012) Unsterblichkeit: Segen oder Fluch?

My name is Barnabas Collins. Two centuries ago, I made Collinwood my home... until a jealous witch cursed me, condemning me to the shadows, for all time. Nachdem Tim Burton an der Adaption des Kinderbuch-Klassikers "Alice im Wunderland" kläglich gescheitert ist, konnte es mit seinem neuen Film "Dark Shadows" eigentlich nur bergauf gehen. Wieder sind mit Johnny Depp und Helena Bonham Carter zwei Schauspieler vertreten, die man immer gerne sieht und die daher aus Burtons Filmen nicht mehr wegzudenken sind. An seine glanzvollen Tage weiß Burton allerdings wieder nicht anzuknüpfen, denn er liefert eine Horror-Komödie ab, die nicht richtig Angst macht und einen auch nicht wirklich zum Lachen bringen kann. Der Unterhaltungswert wird allerdings sehr hoch geschrieben. Im Kindesalter muss Barna...
Klassiker-Kritik: Halloween (USA 1978) – Die Nacht des Grauens
Filme, Horror, John Carpenter, Kritiken, Retro

Klassiker-Kritik: Halloween (USA 1978) – Die Nacht des Grauens

Der leibhaftige Tod ist in Ihre Stadt gekommen, Sheriff. Sie können ihn ignorieren oder mir helfen ihn aufzuhalten. Die goldenen Zeiten des John Carpenter liegen weit zurück in staubiger Vergangenheit. Seinen letzten annehmbaren Film lieferte er mit 'Vampire' 1998, mit einem ultracoolen James Woods in der Hauptrolle. Heute ist Carpenter allerdings nur noch ein grauer Schatten seiner selbst und der einst so hochwertige Name hat viel von seinem Glanz einbüßen müssen. Diesmal gehen wir allerdings zurück in die glorreichen Tage und widmen uns seinem wohl bekanntesten, wegweisendsten Film aus seiner inzwischen durchwachsenen Karriere. Die Rede ist von einem Horror-Meisterwerk, das Carpenter noch vor seinen Meilensteinen 'The Fog', 'Das Ding aus einer anderen Welt' und 'Die Klapperschlange' i...
Kritik: Ed Wood (USA 1994) – Die liebevolle Geschichte des Scheiterns
Drama, Filme, Komödie, Kritiken, Regisseure, Tim Burton

Kritik: Ed Wood (USA 1994) – Die liebevolle Geschichte des Scheiterns

Wenn man eine Vision hat, dann muss man dafür kämpfen. Dass Tim Burton ein ganz großer und einzigartiger Regisseur unserer Zeit ist, hat er inzwischen oft genug bewiesen. Dieses Mal geht es mit ihm zusammen in das Jahr 1994, in dem Burton auf ein Neues seine Vielseitigkeit auf dem Regiestuhl bewies. Nach seinen düsteren Comicverfilmungen 'Batman' und 'Batmans Rückkehr' und dem wunderbaren Märchen 'Edward mit den Scherenhänden' nahm er sich 1994 der Biographie von Edward D. Wood Jr. an, dem „schlechtesten Regisseur aller Zeiten.“ Mit viel Feingefühl und Stilsicherheit inszenierte er mit 'Ed Wood' eine besondere Hommage an das Kino und setzte dem nie ernstgenommenen Regisseur ein tolles Denkmal. Ed Wood lebt für das Filmgeschäft. Doch seine Talentlosigkeit steht ihm leider im Weg, um...
Kritik: Planet der Affen (USA 2001) – Tim Burtons größte Enttäuschung
Filme, Kritiken, Regisseure, Science Fiction / Fantasy, Tim Burton

Kritik: Planet der Affen (USA 2001) – Tim Burtons größte Enttäuschung

Alles in der menschlichen Kultur spielt sich unterhalb der Gürtellinie ab. Wenn von einem Klassiker ein Remake gedreht wird, dann geht erst mal ein unüberhörbares Raunen durch die gesamte Filmwelt. Verständlicherweise, denn so manches dieser Remakes hätte man sich milde gesagt wirklich sparen können. Unumgänglich erscheinen sie trotzdem und man muss sich einfach ansehen, wie die neue Variante dieses geliebten Klassikers geworden ist. 2001 kam es dann auch dazu, das 'Planet der Affen' wieder den Weg in die Kinos fand. Mit Tim Burton auf dem Regiestuhl, hatte man sich nicht nur einen fähigen Mann gesichert, sondern einen wahren Könner. Doch bei fast jedem Regisseur kommt einmal die Zeit, in der er eine heftige Bauchlandung macht und nicht nur seine eigenen Fans, sondern auch sich selb...