Filmtipps der Woche (29.03.-04.04)

Hier gelangt ihr zum Filmkalender der nächsten Monate.

Ab 01.04. auf Blu-ray – Ernst Lubitschs Sein oder Nichtsein

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Warschau 1939: Luftwaffenoffizier Sobinski soll verhindern, dass der Spion Prof. Siletzky eine Liste der Namen von Mitgliedern einer Untergrundorganisation der Gestapo übergibt. Mit einer Theatergruppe kann er den Professor in eine Falle locken und töten. Doch es existiert eine Kopie der Liste… Sein oder Nichtsein ist die bis heute vielleicht wunderbarste Romanze-Satire, welche die Kinowelt erblickt hat. Ich liebe klassische Komödien aus Hollywoods Goldenem Zeitalter, aber dieser Film ist der vielleicht Beste aller Meisterwerke aus dieser Zeit. Aus den 40ern begeistern in dieser Weise genauso zeitlos eigentlich nur noch Otto Premingers Laura sowie Casablanca mit dem Hollywood-Traumpaar Humphrey Bogart und Ingrid Bergman. Den beiden stehen Carole Lombard und Jack Benny schauspielerisch in Sein oder Nichtsein in nichts nach.

Hier könnt ihr euch den Film bestellen.*

Ab 01.04. als limitiertes Mediabook – Der Animationsklassiker Das letzte Einhorn

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Endlich erscheint auch dieser Familienanimationsklassiker, der sich einem für immer ins Gedächtnis brennt, restauriert auf Blu-ray. Dies ist der allererste Film, an den ich mich erinnern kann, der mich zum Weinen gebracht hat. Es ist ein sehr guter Film für Kinder, es ist nicht der typische US-Kinderfilm, sondern funktioniert viel mehr wie ein Animationsabenteuer aus dem Hause Miyazaki (Chihiros Reise ins Zauberland). Ich freue mich nun nach Jahrzehnten auf ein vertrautes Wiedersehen mit dem unbegabten Zauberer Schmendrick.

Das letzte Einhorn erscheint in vier verschiedenen Mediabook-Cover-Editionen, von denen jede die Kino- und die Uncut-Fassung beinhaltet. Falls ihr euch den FIlm nicht für eure Sammlung holen möchtet, so könnt ihr diesen aktuell auch einfach kostenfrei bei Amazon Prime* streamen.

Ab sofort bei Amazon Prime – Duncan Jones Moon

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In nicht allzu ferner Zukunft wird der Mond nach Rohstoffen ausgebeutet. Die automatischen Stationen werden von jeweils einem Astronauten betreut. Einer dieser Astronauten ist Sam Bell. Drei Jahre Leben auf dem Mond hat er fast rum. Kurz bevor er zur Erde zurückkehren kann, stolpert er jedoch über einen bewußtlosen Astronauten, der genauso aussieht wie er. Duncan Jones Sci-Fi-Überraschung aus dem Jahr 2009 liefert eine glaubwürdige Abhandlung über den Einfluss des Klonens und erinnert in seinen besten Momenten an eine Art Bergman-in-Space. Obwohl sich der Film stilistisch nur im Dunstkreis seiner klassischen Vorbilder befindet, darf Angesichts der Rückkehr eines totgeglaubten Genres euphorisch gejubelt werden. Moon ist eines der wenigen Science-Fiction-Highlights der letzten 20 Jahre.

Ab sofort bei Disney+ – Paul Verhoevens Starship Troopers

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Wo wir schon bei Science-Fiction-Filmen sind: Disney+ hat seit einigen Tagen überraschend Paul Verhoevens 90er-Genre-Klassiker Starship Troopers (sogar ungekürzt) ins Streamingprogramm aufgenommen. Starship Troopers sticht im Sci-Fi-Genre als der bis heute wahrscheinlich beste Anti-Kriegsfilm hervor, denn Paul Verhoeven (Total Recall, Robocop) ist mit dem Film eine zeitlose, comichafte Kritik am Faschismus, am militaristischen und politischen Totalitarismus und am Umgang mit der Umwelt (besonders mit den „total unintelligenten“ Tieren) gelungen. Dabei ist Starship Troopers auch die abstossendste Arbeit, die der niederländische Regisseur in seiner Karriere auf die Beine gestellt hat – ein teils widerliches, extrem brutales, sehr actionreiches und zu gleichen Teilen mit bösem Humor angereichertes Action-Epos, welches von einem der besten Soundtracks der 90er Jahre bombastisch begleitet wird. Sehr geehrte Filmemacher von heute, so kann diskussionswürdiges, intelligentes Actionkino aussehen!

Ebenfalls empfehlenswert und diskussionswürdig: Paul Verhoevens Elle

Am 31.03. um 22:55 Uhr bei arte – Takeshi Kitanos Kikujiros Sommer

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Der 8-jährige Masao macht sich von Tokio auf, um seine Mutter zu suchen. Auf seiner Reise durch die japanische Provinz begegnen ihm und seinem Begleiter Kikujiro, mit dem er sich nach einigen Schwierigkeiten anfreundet, die skurrilsten Gestalten. Takeshi Kitanos Werk aus dem Jahr 1999 erzählt in einer Mischung aus verhaltener Melancholie, poetischer Leichtigkeit und manchmal derber Komik die anrührende Geschichte einer aufkeimenden Freundschaft zwischen zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Ich selbst habe Kikujiros Sommer bisher noch nicht gesehen und freue mich als Fan japanischer Filme nun auf die Erstsichtung.

Trailer und mehr zum Film bei arte.

Ebenfalls kommende Woche geplant:
– Die Miniserie The Serpent ab 02.04. bei Netflix
Concrete Cowboy mit Idris Elba ab 02.04. bei Netflix
– Otto Premingers Der Mann mit dem goldenen Arm ab 02.04. erstmals auf Blu-ray*
– King Vidors Krieg und Frieden am 02.04. um 20:15 Uhr bei 3sat

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