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Kritiken

"Cold Fish" (2010) Kritik – Dumme Abartigkeit

"Life is pain" schreit der Antagonist gegen Ende von Sion Sonos neuem Film 'Cold Fish'. Seit gestern, als ich 'Cold Fish' auf dem Fantasy Filmfest betrachten durfte, mache ich mir Gedanken über dieses Zitat, diesen Film und darüber, wie krank die Menschheit inzwischen sein muss, um einen solchen Film zu feiern. Die Kritiken sind mehr als nur positiv. Ein, wenn auch nur kleiner, Teil des Publikums klatschte und lachte bei einigen der abstoßendsten Szenen, die ich jemals betrachten durfte. Und all das läuft auf die Aussage hinaus, dass das Leben ein einziger Schmerz ist. Zu allem Überfluss werden Kreuze mit Jesus als Symboliken benutzt, um die Schuld für diese widerwertige Welt auf Gott zu schieben. Aber um was geht es eigentlich in 'Cold Fish'. Die Handlung zeigt eine Familie, der "unfr...
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"The Cell" (2000) Kritik

Tarsem Singh, der Meister des Geschichtenerzählens zeigt mit "The Cell" eindrucksvoll, wozu er nicht im Stande ist. Geschichten erzählen. Und wie es mir langsam auf die Nerven geht, dass Singh allein aufgrund seiner Bilder in den Himmel gelobt wird. Als ob die Welt nicht schon gestört genug wäre, muss Singh uns zeigen, was im Kopf eines Serienkillers vorgeht. Das geschieht gnadenlos oberflächlich, immer wieder mit Symbolik beladen, um den Eindruck zu vermitteln, der Film hätte mehr zu erzählen. Ich habe mich eingelassen auf seine Idee, das möchte ich dazu sagen. Die ersten 40 Minuten Exposition werden quälend in die Länge gezogen. Sobald es zur eigentlichen Haupthandlung kommt, wird allzu klar, dass Singh nicht mehr kann, als (alb-)traumhafte Bilder aneinanderzureihen. Lösungen werden k...
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"Nie wieder Sex mit der Ex" (2008) Kurzkritik

Ich hatte 'Nie wieder Sex mit der Ex' lange Zeit auf "kein Interesse" markiert. Nie hätte ich mir diesen Film freiwillig angetan. Auf jemandes Rat und der allgemein positiven Bewertungen schaute ich ihn mir schließlich doch an. Zumindest bis zur 70. Minute, denn die Geschichte ist einfach nur eine unerträgliche Aneinanderreihung von Klischees und formelhaft zusammengeschusterten Dialogen. Der Film möchte lustig sein, ist dies jedoch zu keiner Sekunde. Ich möchte einfach keinen Jason Segel sehen, der meint, es wäre cool, seine Intimregion zur Schau zu stellen. Ebenso ging mir Schauspielnulpe Russel Brand nach 'Männertrip' erneut gewaltig auf die Nerven. So gut Mila Kunis in 'Black Swan' gespielt hat, so schlecht zeigt sie sich nun in dieser dumm-dämlichen Kollage von berechenbaren Zufälle...
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"Twister" (1996) Kritik

Ab und zu möchte man doch NUR gut unterhalten werden. Da braucht es nicht viel, NUR das Richtige. 1996 jedoch enstand mit diesem Ziel ein ungeahntes Debakel, ohne Zweifel, denn 'Twister' ist nicht nur ein Katastrophenfilm, sondern ein Katastrophenfilm katastrophalen Ausmaßes. Dumm, laut, schlecht geschauspielert und mit einer Story, die einem die Haare zu Berge stehen lässt, ein typischer amerikanischer Sommer-Blockbuster eben, nur, dass dieser einer der miesesten aller Zeiten ist. Zugegeben, die Effekte sind super und an einer Stelle musste ich laut lachen („Da fliegt noch 'ne Kuh“ - „Nein, das ist dieselbe von vorhin.“), ansonsten ist der Film aber absolut hirnverbrannt, nervig, unlogisch, witzlos, kurz gesagt: er verursacht Kopfschmerzen! Die Moral der Geschicht': Der Zuschauer bekom...
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"The Village" (2004) Kritik

"Do you not wish you had your sight?" "I see the world, Lucius Hunt. Just not as you see it." Heiliges Brimborium, was war denn das? Bei solchen Dialogen könnte ich doch glatt vor lauter Wut in meinen Bildschirm schlagen, und Mr. "Mysteriös" Shyamalan hat hier mal wieder alle Ruder rausgeholt, um seinen Film möglichst schnell an die Klippen zu fahren. 'The Village' tut sich nicht nur bei der Eröffnung schwer, nein, er schafft es sage und schreibe 103 Minuten keinen Ansatz von Spannung aufkommen zu lassen. Ich muss ja zugeben, dass Mystery-Filme bei mir generell ein schweres Leben haben, nur dieser Klacks aus Liebesgeschichte und dem gutem Willen, gesellschaftskritisch zu sein, ging komplett in die Hose. Das Konzept, die Geschichte eines durch ein von monsterbevölkerten Waldes abgeschni...
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"World Invasion: Battle L.A." Kritik

"Independence Day"- ganz gut, "Transformers 1" - sehenswert, "District 9" - Meisterwerk. Es scheint also, als hätte sich eine positive Wandlung im Genre der Sci-Fi-Invasionen vollzogen. Ende letzten Jahres erschien dann der erste Trailer zu "World Invasion: Battle L.A.", welcher bei mir eine seltene Euphorie und Vorfreude auslöste. Schließlich erscheinen die ersten Kritiken: Haufenweise negative Meinungen und Zerrisse des Films. Ich schaue ihn mir trotzdem an, denn so schlecht kann er doch nicht sein, oder? Doch er kann! "World Invasion: Battle L.A." schafft es nicht nur katastrophal zu sein, sondern ist das schlimmste Szenario, welches man sich vorstellen kann. Eine unfassbare Beleidigung für das Sci-Fi-Genre und die Filmkultur. Stereotype Charaktere, in diesem Fall die amerikanischen...