Schlagwort: Ellen Burstyn

Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: The Fountain (USA/CH 2006)

"Der Tod ist eine Krankheit, doch es gibt Heilung." Kino hat selten mit Schauwerten zu tun. Bei allem was gezeigt wird, interessiert oftmals mehr das, was nicht gezeigt wird. Es gibt ja den geläufigen Begriff "unverfilmbar". Das ist Quatsch. Unkreative Menschen ohne Fantasie bezeichnen Stoffe (z.B. Romane) dann als "unverfilmbar", wenn das geschriebene Wort nicht direkt, ohne interpretative Umwege, in Bilder umsetzbar ist. Das wird gerne bei komplexen Gedanken oder Sinneseindrücken fern der Augen und der Ohren behauptet. Warum schafft es aber eine Feder dies darzustellen? Weil sie verwandelt, interpretiert und abstrahiert. Wörter sind nichts anderes als Abstraktionen der Wirklichkeit. Die guten Filme wandeln das "Unverfilmbare" in Bilder um, die nicht nur zeigen, sondern eher anregen zu...
Kritiken

"The Wicker Man" (USA 2006) Kritik – Ein Ritual der untersten Schublade

"Die Droge wird getötet!" Ab und an gibt auch die Ausnahmen von unnötigen Remakes, dir war ja bereits zu genüge hassen lernen durften. Das sind die Remakes von Filmen, die auch in ihrem Original eigentlich nie wirklich die große Aufmerksamkeit bekommen haben und einer eher kleineren oder auch ganz bestimmten Genre-Publikum ein Begriff sein dürften. Gerade so ein Remake könnte auch dazu beitragen, dass der Originalfilm endlich von mehreren Zuschauern entdeckt und auch gewürdigt werden kann. 2006 nahm sich Regisseur Neil LaBute einem solchen Fall und inszenierte ein Remake von 'The Wicker Man' aus dem Jahre 1973 mit dem großen Christopher Lee. Was LaBute jedoch aus seinem 'The Wicker Man' gemacht hat, ist schlichtweg eine riesige Frechheit und geht in die Geschichte als eines der schlecht...
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Klassiker-Tipp der Woche "Der Exorzist" (USA 1973) Kritik – Der erschreckende Kampf gegen das Böse

"Die Kraft Jesu Christi bezwingt dich! Die Kraft Jesu Christi bezwingt dich!" Im Jahr 1973 kam ein Film in die Kinos, der nicht nur im Horror-Genre neue Maßstäbe setzte, sondern auch die gesamte Filmwelt in Angst und Schrecken versetzte. Die Menschen flüchteten aus dem Kino und „härtester Schocker aller Zeiten“ wurde nicht nur einmal in den Mund genommen. Die Rede ist von William Friedkins 'Der Exorzist', basierend auf dem gleichnamigen Roman von William Peter Blatty. Friedkin hatte sich bereits einen Namen gemacht und erst zwei Jahre zuvor konnte er für seinen Großstadt-Thriller 'French Connection' den Oscar für die beste Regie gewinnen. Mit 'Der Exorzist' gelang ihm das nächste Meisterwerk und er inszenierte einen der erschreckendsten und gleichzeitig besten Filme aller Zeiten. Die 1...
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"Requiem for a Dream" (USA 2000) Kritik – Eine unvergessliche Drogenstudie

"Ich hab bei dir das Gefühl ein Mensch zu sein…" Nach seinem eindrucksvollen Debütfilm 'Pi' stand Darren Aronofsky direkt als Ausnahmetalent bei vielen hoch im Kurs. Ob er diesem aufgesattelten Ruf überhaupt gewachsen war, musste er mit seinem zweiten Film erst noch beweisen. Mit 'Requiem for a Dream' aus dem Jahre 2000 war es dann klar. Darren Aronofsky kann was. Und zwar so richtig. Er inszeniert eines der wohl schmerzhaftesten, nachhaltigsten und eindringlichsten Meister wie Kunstwerke über den Drogenkonsum. Schnelle, aneinandergereihten Schnitte und wirre, aber kräftige Bilder komplettieren die visuelle Wucht. Kameramann Matthew Libatique leistet geniale Arbeit und zieht den Zuschauer ohne Kompromisse direkt ins Geschehen. Ein Bilderregen sondergleichen. Nicht minder grandios ist a...