Schlagwort: Harvey Keitel

Kritik: Ewige Jugend (CH/FR/GB/IT 2015)
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Kritik: Ewige Jugend (CH/FR/GB/IT 2015)

In my age getting in shape is merely a waste of time. Auf ein neues! Nachdem Italiens zurzeit künstlerisch erfolgreichster Regisseur Paolo Sorrentino vor vier Jahren mit Cheyenne – This Must Be the Place sein englischsprachiges Debüt gab, schien die filmische Rückkehr ins Heimatland nur verständlich. Der Erfolg blieb nicht aus. La Grande Bellezza - Die große Schönheit wurde auf Festivals gefeiert und heimste darüber hinaus auch noch den Oscar für den besten fremdsprachigen Film ein. Sorrentino-Liebling Toni Servillo spielte darin den erfolgsverwöhnten, wenn auch in die Jahre gekommenen Journalisten Jep Gambardella, der umgeben von der Dekadenz der römischen Oberschicht, versucht wieder einen Sinn in seinem Leben zu erkennen. Vielleicht hatte sich Sorrentino gedacht: Das kann ich noc...
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"Cop Land" (USA 1997) Kritik – Die gnadenlosen Seiten des Gesetzes

"Niemand steht über dem Gesetz." Die Großstädte in aller Welt sind nicht nur maßgebliche Orte für jede Menge feierlichen Spaßes, beeindruckende Sehenswürdigkeiten, die die Jahrhunderte kraftvoll überstanden haben und beliebte wie entspannende Reiseziele, um die Seele einfach mal locker baumeln zu lassen, sondern sie sind auch die perfekten Standpunkte für die Entfaltung der ausweglosen Kriminalität. Drogenhandel, Gewaltverbrechen, Menschenhandel und Zwangsprostitution sind hier die brisanten Stichworte. Natürlich ist das nicht in jedem Fall so und es würde sich wohl niemand erlauben, eine Stadt wie Düsseldorf mit Mexico City oder Marseille zu vergleichen. Ob es sich dabei nun um Kleinkriminelle oder die Mafia handelt, ist vorerst vollkommen nebensächlich – Verbrechen gibt es ausnahmslos...
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Die "Focker" Trilogie (USA 2000-2010) Kritik – Robert De Niro, Ben Stiller und der Kreis des Vertrauens

"Meine Braut, ihr Vater und ich" (USA 2000) Gaylord „Greg“ Focker (Ben Stiller) und Pam (Teri Polo) haben sich gefunden und verliebt. Nun steht Greg vor dem großen Moment, die Eltern seiner Geliebten kennenzulernen und macht sich mit ihr auf den Weg nach Long Island, um die Familie von Pam in die Zukunftspläne des Paares einzuweihen. Jack (Robert De Niro), Gregs zukünftiger Schwiegervater, ist jedoch ein harter Hund, der früher beim CIA als Agent tätig war und Greg durchbohrt, wann immer er kann, denn in seinen familiären Kreis des Vertrauens werden nicht viele Menschen aufgenommen. Greg hat es sofort schwer in der Familie, nicht nur weil er Krankenpfleger ist, sondern auch weil er nicht den nötigen Biss in Jacks Augen hat. Die Lage schaukelt sich immer weiter hoch und Greg erlebt einig...
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"From Dusk Till Dawn" (USA 1996) Kritik – In Mexiko sind die Vampire los

"Gott liebt es das Messer reinzustechen und die Klinge abzubrechen!" Freundschaften sind eine schöne Sache, vor allem wenn man mit seinem besten Freund sogar in der gleichen Branche arbeitet und sich dort des Öfteren über den Weg laufen kann. Da hätten wir zum Beispiel Ben Stiller und Owen Wilson, Leonardo DiCaprio und Tobey Maguire, oder auch Matt Damon und Ben Affleck. Dass diese Schauspieler sich auch in Filmen gerne über den Weg laufen, sollte inzwischen bekannt sein und auch im echten Leben bekommt man durch die Medien immer wieder Bilder zusehen, in denen man diese Pärchen zusammen in ihrer Freiheit bei verschiedenen Aktivitäten sieht. Eine ganz andere und ebenso besondere Freundschaft besteht zwischen Quentin Tarantino und Robert Rodriquez, die sich beide schon seit langem als Ku...
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Kritik: Die Duellisten (GB/USA 1977)

"Ich fordere eine Entschuldigung." Die Geschichte einer Männerfeindschaft zur Zeit der Napoleonischen Kriege, aus eher nichtigen Gründen werden die beiden Husarenoffiziere d’Hubert (Keith Carradine) und Feraud (Harvey Keitel) zu erbitterten Gegnern. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege und jedesmal kommt es dabei zum Duell auf Leben und Tod. Ridley Scott gehört ohne Zweifel zu den interessantesten Hollywood-Regisseuren, eben weil er auch ein auteur ist. Seine Filme kann man allerdings schwerlich katalogisieren und thematisch einordnen. Noch stärker als Spielberg hat es Scott darauf angelegt, möglichst viele unterschiedliche Filme zu drehen. Das war schließlich auch der Grund warum er sich für "Alien" entschied. Nach "The Duellists" bot man ihm einen weiteren Kostümfilm an. Er lehnte ab ...
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Kritik: Black Out – Anatomie einer Leidenschaft (GB 1980)

"Don't use ever that word love again!" Die Amerikanerin Milena (Theresa Russell) trifft auf den Wiener Psychoanalytiker Alex Linden (Art Garfunkel). Beide steigern in eine obsessive Amour Fou, an deren Ende Inspektor Netusil (Harvey Keitel) ein Verbrechen aufzuklären hat. "A sick film made by sick people for sick people." Was auf den ersten Blick, wie ein Filmzitat anmutet, war in Wahrheit der Satz eines Produzenten nachdem er Nicolas Roegs „Bad Timing“ gesehen hatte. Leider war das erst der Anfang. Der Schock der britischen Verleihfirma war ebenfalls groß, so groß, dass sie sich kurzerhand dazu entschlossen auf ihr Logo in den Kinokopien zu verzichten. Auch das Publikum wollte den Film nicht sehen und unter den Kritikern hielten sich Verriss und Belobigung die Waage. Ein Kritiker rühm...
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"Taxi Driver" (USA 1976) Kritik – Die Geschichte eines einsamen Mannes

"10. Mai. Endlich hat es geregnet. Dreck und Abfälle wurden von den Bürgersteigen gespült. Ich arbeite bis zur Erschöpfung. 6 Tage in der Woche. Von abends sechs bis morgens sechs. Oft hänge ich noch 2 Stunden dran. Manchmal arbeite ich auch an 7 Tagen. Das ist ein verdammter Schlauch. Aber es hält mich auf Trab. Pro Woche verdiene ich zwischen 300 und 350. Wenn ich die Uhr abstelle, schaff ich noch mehr. Wenn es dunkel wird, taucht das Gesindel auf: Huren, Betrüger, Amateurnutten, Sodomiten, Trinen, Schwuchteln, Drogensüchtiger, Fixer, kaputte Syphkranke. Ich hoffe, eines Tages wird ein großer Regen diesen ganzen Abschaum von der Straße spülen." Martin Scorseses zeitloses Meisterwerk erzählt die Leidensgeschichte des Taxifahrers Travis Bickle. Schlaflosigkeit, Isoliertheit, Einsamkeit ...