Schlagwort: Jean-Pierre Melville

Kritiken

Die 10 besten Regisseure aller Zeiten – dexter-morgan stellt seine Lieblinge vor

Nachdem vor einiger Zeit unser Autor Souli seine Top 10 Regisseure vorgestellt hat, möchte ich das natürlich auch tun. Eines schon mal vorweg: Wer Namen wie Alfred Hitchcock, Christopher Nolan, Stanley Kubrick, David Lynch, Roman Polanski oder David Fincher erwartet, der möge bitte nicht enttäuscht sein, denn diese Regisseure sind nun mal meiner Meinung nach überbewertet, auch wenn sie das ein oder andere Meisterwerk geschaffen haben. Jetzt aber genug des Geschwafels, hier ist meine persönliche Top 10 der besten Regisseure aller Zeiten. Platz 10: Woody Allen Der vielleicht beste Drehbuchautor Hollywoods. Ein Romantiker, ein Dichter, ein Künstler, was nicht alles in ihm steckt. Das zeigt sich auch in seinen Filmen, die zwar nicht unbedingt jedermanns Geschmack treffen, aber durch ihre L...
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"Der Chef" (FR 1972) Kritik – Ein letztes Wiedersehen mit Jean-Pierre Melville

"Ich warte 10 Sekunden. Wenn Sie mich dann nicht verstehen, werde ich andere Saiten aufziehen." Irgendwann kommt für jeden die Zeit der Trennung. Leider fragt das Schicksal dabei niemanden, ob man mit dieser Trennung einverstanden ist oder nicht. Aber wer würde diese Frage schon mit "Ja" beantworten? Vor allem wenn es um das geniale Duo Jean-Pierre Melville und Alain Delon geht? Niemand. Zwei Jahre nach dem Krimi-Meisterwerk 'Vier im roten Kreis' erleben wir 1972 in 'Der Chef' die letzte Zusammenarbeit der französischen Legenden. Melville inszeniert einen gewohnt hochspannenden Krimi, mit einem verboten coolen Alain Delon in der Hauptrolle. Wie man es von einem Film von Jean-Pierre Melville gewohnt ist, ist 'Der Chef' optisch perfekt. Trostlose und frostige Bilder mit feinem Blauton u...
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"Vier im roten Kreis" (FR 1970) Kritik – Das unaufhaltsame Schicksal

Autor: Pascal Reis "Sie kommen unschuldig auf die Welt, aber sie bleiben es nicht." Heute war es wieder soweit. Ich habe mich auf die Reise direkt in das Jahr 1970 begeben. Alleine war ich zum Glück nicht. Ich hatte gute alte Bekannte dabei. Bekannte, auf die ich mich immer verlassen konnte. Bekannte, die es immer wieder schaffen, mich glücklich zu machen und restlos zu begeistern: Jean-Pierre Melville und Alain Delon. Zwei prägende Gesichter der französischen Filmkunst und zwei der besten in ihrem Fach. Wie erwähnt, begab ich mich ins Jahr 1970 und damit ist klar, dass die Rede vom Thriller 'Vier im roten Kreis' ist. Und wenn Melville und Delon einen Film zusammen machen, kommt dabei, wie könnte es anders sein, nichts Geringeres als ein großartiges Stück Filmgeschichte raus. Durch eine...
Kritik: Außer Atem (FR 1960) – Wo Paris, der Existenzialismus und die Nouvelle Vague vereint sind
Drama, Filme, Französischer Film, Kritiken

Kritik: Außer Atem (FR 1960) – Wo Paris, der Existenzialismus und die Nouvelle Vague vereint sind

Nach was streben Sie in Ihrem Leben am meisten? - Nach Unsterblichkeit. Unsterblich werden und dann sterben. Was ist Liebe...? Eine Illusion? Ein nicht endender Dialog? Eine Strafe? Mit seinem ersten Werk in Spielfilmlänge schrieb Jean-Luc Godard 1960 Filmgeschichte. Seine Erzähltechnik mit Hilfe der Jump Cuts garantiert ein bis heute nur selten dagewesenes Tempo. Keine Sekunde scheint zu langweilen, kein Dialog überflüssig. Was allerdings wäre "À bout de souffle" ohne den um sein Leben spielenden Jean-Paul Belmondo und ohne Jean Seberg, die einen Charme und eine Präsenz an den Tag legen, welches ich bis heute kaum in dieser Ausprägung erlebt habe? Jean-Luc Godard liefert uns natürlich mehr als genug Gründe, warum man den Film auch hassen könnte. Erzählt "À bout de souffle" nur ei...
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Klassiker-Tipp der Woche "Der eiskalte Engel"

Bar Owner: Who are you? Jeff Costello: Doesn't matter. Bar Owner: What do you want? Jeff Costello: To kill you. Das Jahr 1967, das Jahr, indem Jean-Pierre Melville "Le Samourai", ich nenne ihn beim Originaltitel, denn "der eiskalte Engel" trifft den Film nicht wirklich, kreierte. John Woo nannte den Film einst den "perfektesten Film aller Zeiten". Diesen Perfektionismus zu unterschreiben würde nicht der Realität entsprechen, denn Perfektionismus gibt es nicht. Und doch muss man dem Film zugestehen, dass er von Perfektionismus handelt und seine Inszenierung und sein Schauspiel zum Pursten zählt, was ich jemals gesehen habe. "Es gibt keine größere Einsamkeit, als die des Samurai, es sei denn, die des Tigers im Dschungel." (Das Buch des Samurai) "Le Samourai" nur als einen Gangster...