Schlagwort: Komödie

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"Der Mondmann" (USA 1999) Kritik – Jim Carrey in der Rolle seines Lebens

"Du bist kein schlechter Mensch, du bist ein komplizierter Mensch." Was muss ein Regisseur tun, damit er im Mittelpunkt steht und die Welt ihn feiert, oder auch das Maul über ihn zerreißt? Natürlich muss er eine gewisse Qualität abliefern, damit man überhaupt auf ihn aufmerksam werden kann, doch auch die Medien und die gesellschaftliche Mundpropaganda tragen ihren schwerwiegenden Teil zum Bekanntheitsgrad des belieben Regisseurs bei. Hype ist in diesen Fällen das richtige Wort, von dem wohl ganz besonders Regisseure wie Quentin Tarantino oder Christopher Nolan Teil sind, die vor ihren Filmstarts schon in die höchsten Höhen gehoben werden, ohne ihr Produkt vorgestellt zu haben. Tragisch sind in diesem Fall die Filmemacher, die nicht nur Talent besitzen, sondern Könner sind und ihr Handwe...
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"Drag me to Hell" (USA 2009) Kritik – Sam Raimi kehrt zurück zu seinen Wurzeln

"Sie haben mich beschämt!" Schon als 23 jähriger Jüngling setzte der amerikaner Sam Raimi einen Film in die Welt, der ihn bis heute zu einem der Kultregisseure in der Geschichte des Horrorfilms macht. Mit wenigen Mitteln und einigen Freunden zauberte er die Trash-Perle 'Tanz der Teufel', die heute noch genauso für Spaß sorgt, wie im Jahr 1981. Auch die treuen Fans stehen heute noch hinter dem Filmemacher mit polnischen Wurzeln und nehmen jedes neues Projekt mit Freude auf. Wenn wir jedoch mal über die 'Tanz der Teufel'-Trilogie hinausblicken, hat Sam Raimi noch etwas ganz anderes großes geschaffen. Im Jahr 2002 wurde ihm die Ehre zuteil, die extrem beliebte Comicfigur Spider-Man zu verfilmen und auf die Leinwände du bringen. Raimi zeigte, das er ein Könner ist und nicht nur 'Spider-Man'...
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Klassiker-Tipp der Woche "Zurück in die Zukunft" (USA 1985) Kritik – Eine wunderbare Zeitreise

"Warum nennst Du mich andauernd Calvin?" - "Aber so heißt Du doch, oder? Calvin Klein. Das steht jedenfalls da auf deiner Unterhose." Wenn man an seine Lieblingsfilme aus der Kinder- und Jugendzeit zurückdenkt und mit den heutigen Favoriten vergleicht, dann dürften wohl nicht gerade viele die Zeit überstanden haben. Dinge, die früher gar nicht aufgefallen sind und durch die schöne Kindlichkeit übersehen wurden, sind heute Störfaktoren und bremsen den einstigen Spaß viel mehr aus, als das man über sie hinwegsehen könnte. Aber es gibt auch noch die andere Seite und die Filme, die sich als zeitlos herausstellten und heute wie damals einfach nicht von ihrer Magie verloren haben. 'E.T.', 'Gremlins', 'Stand By Me', 'Die unendliche Geschichte', 'Der Flug des Navigators' oder auch 'Die Goonies'...
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"Young Adult" (USA 2011) Kritik – Charlize Theron muss endlich erwachsen werden

"Männer wie ich wurden geboren um Frauen wie dich zu lieben." Jason Reitman mauserte sich zu einem Filmemacher, der es verstand, seine Charaktere zu entfalten und auf sympathische und lebensnahe Art und Weise dem Zuschauer näher zu bringen. Ohne jegliche Effekthascherei, überschlagenen Übertreibungen oder sonstigen ungünstigen Beilagen legte er den gesamten Wert auf seine Figuren und blühte auf zu einem der begehrtesten Indie-Regisseure der heutigen Zeit. Alles begann 2000 mit der zynischen Komödie 'Thank You for Smoking', ging über zur gefeierter und ausgezeichneten Komödie 'Juno' und der tollen Tragikomödie 'Up in the Air' mit George Clooney aus dem Jahr 2009. Der Mann hat was auf dem Kasten, auch als Drehbuchautor. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen und die Vorfreude, als Rei...
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"Darjeeling Limited" (USA 2007) Kritik – Mit Wes Anderson durch Indien

"Er hat diese Krankheit, bei der einem der Kopf geschoren wird. Nur dass er ihn nicht scheren muss, weil ihm überhaupt keine Haare mehr wachsen. Erwähne das nicht in seiner Gegenwart, es verletzt ihn womöglich." Wes Anderson, den man unter keinen Umständlichen mit dem Kollegen Paul Thomas Anderson verwechseln sollte, ist ein ganz besonderer Regisseur in der großen Filmwelt. Mit seiner Eigenart hat er sich eine treue Fanbasis aufgebaut, die seinen skurrilen und absurden Filmen mit Herz und Freude bedingungslos folgen und ein Fest nach dem anderen serviert bekommen. 1998 machte Anderson mit 'Rushmore' auf sich aufmerksam um seinen Ruf 2001 mit 'The Royal Tenenbaums' und 2004 mit 'Die Tiefseetaucher' noch richtig zu festigen. Denn wenn auf einem Film Wes Anderson draufsteht, dann ist in je...
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"Piranha 3DD" (USA 2012) Kritik – Die Fische wollen nicht mehr beißen

"Can it happen again? And if so, where?" Der Fluch der Fortsetzungen hat die Filmwelt mal wieder eingeholt. Als hätten wir uns nicht schon oft genug mit diesem Grauen beschäftigen müssen, kehrt es alljährlich immer wieder zurück und verdirbt uns so manche Freude an eigentlich ersehnten Nachfolgern. Alexandra Aja konnte mit seinem Überraschungserfolg 'Pirnaha 3D' 2010 die Massen in die Kinos bringen und in tobende Feierlaune versetzten, die am Filmende keine Grenzen mehr kannten und sich ausgelassen der guten Laune hingeben konnten. Natürlich musste eine Fortsetzung des lockeren Remakes gedreht werden, dass das Dreifache seines Budgets in die Kassen spülte, nur um mit der einstigen Erfolgswelle noch einmal mit zu schwimmen und das dicke Geld zu machen. Immer klappt das nicht und das hat ...
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"The King of Comedy" (USA 1983) Kritik – Robert De Niro ist besessen von Jerry Lewis

"Lieber ein König für eine Nacht, als ein Bettler fürs Leben." Wenn man die Mehrheit der Filmliebhaber auf die gemeinsame Zeit zwischen Martin Scorsese und Robert De Niro ansprechen würde, würden in jedem Fall die Filme 'Taxi Driver', 'Wie ein wilder Stier', 'GoodFellas' und 'Casino' genannt werden, denn diese vier Filme stehen wohl für die großen Höhepunkte im Schaffen des Duos. Doch die beiden Meister haben auch so manchen Film zusammen gemacht, der trotz riesiger Erfolge in den Jahren zuvor nie den verdienten Stand in der Filmwelt erlangen konnten. Da wäre zum Beispiel das äußerst gelungene Remake 'Kap der Angst', 'Bringing out of the Dead' und vor allem der noch viel öfter vergessene 'The King of Comedy' aus dem Jahr 1983. Die fünfte Zusammenarbeit zwischen Scorsese und De Niro erwe...
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"Men in Black" (USA 1997) Kritik – Die Aliens sind los!

"Elvis ist nicht tot, er ist nur nach Hause gegangen." Barry Sonnenfeld war bis in die Mitte der 90er Jahre kein wirklich heller Stern in der Filmwelt. Zwar hatte er mit 'The Adams Family' und 'Schnappt Shorty' zwei überdurchschnittliche Filme gedreht, doch der große Erfolg blieb vorerst aus. Dann kam das Jahr 1997 und Barry Sonnenfeld kam mit der Sci-Fi-Komödie 'Men in Black' in die Kinos und schlug unhaltbar ein. Das Ergebnis waren fast 600 Millionen Dollar an den Kinokassen. Aber war der Film hinter den monströsen Millionen auch sein Geld wert? Eigentlich schon, denn 'Men in Black' ist perfektes Unterhaltungskino, welches allerdings gänzlich auf Tiefgang verzichtet. Die Erde ist bevölkert von Aliens, ganz besonders schlimm ist es jedoch in New York. Allerdings sehen die Menschen die...
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"Kick-Ass" (2010) Kritik

“I always wanted to say this. Say hello to my little friend!” Das letzte Kinojahr hatte viele Besonderheiten, Eigenheiten und Ungereimtheiten. Hervorzuheben wäre dabei wohl der Begriff “Hype“. Unwort des Jahres? Steht auf jeden Fall in der engeren Auswahl, denn in diesem Jahr artete das Gehype zu oft aus. ‘Inception‘ ist eines der besten Beispiele dafür. Der wohl schlimmste Vertreter dieser nichts taugenden Fraktion ist jedoch ‘Kick-Ass‘. Was sich der gestandene Kino-Fan nicht alles anhören musste. “Der neue Superhelden-Klassiker“, “A perfectly well made mix of Superbad and Kill Bill.” Weiss nicht mehr wo ich das gelesen habe, es hat mich einfach nur genervt. Das Ziel des Films: Superhelden-Klischees auf die Schippe nehmen und diesen einen “Arschtritt“ verpassen. Das Resultat ist ein...