Schlagwort: Matt Damon

Kritik: Downsizing (USA 2017)
Filme, Kritiken

Kritik: Downsizing (USA 2017)

Downsizing is about saving yourself. We live like kings. Stell dir vor du wärst 12cm groß. Was würdest du tun? Anhand dieser sicherlich nicht neuen, aber dennoch kreativen und interessanten Prämisse, entwirft Regisseur Alexander Payne eine gesellschaftskritische Tragikomödie, die leider keinem ihrer Bestandteile wirklich gerecht wird. Dieses Werk nennt sich Downsizing und sein Titel ist gleichsam der Name eines wissenschaftlichen Wunders, einer neuartigen Methode, die es erlaubt alles und jeden in eine Miniatur seiner selbst zu verwandeln – mit Ausnahme einiger Fische und Meeresfrüchte. Verkauft wird dieser Durchbruch in der Forschung als Rettung der Menschheit. Klimaerwärmung, Überbevölkerung, Wasser- und Nahrungsknappheit – alle Probleme scheinen wie weggewischt, wenn der Mensch plötz...
Kritik: Jason Bourne (USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: Jason Bourne (USA 2016)

Why would he come back now? Immer kommen sie wieder. In Hollywoods Franchisehaufen der ewigen Wiederkehr reiht sich nun auch Jason Bourne, der scheinbar nicht genug bekommen kann. Natürlich sind wir es, die nicht genug bekommen vom ehemals identitätslosen Superagenten des CIA. Nach Tony Gilroys unbeliebtem Reboot unter der Bourne-Flagge, das statt Matt Damon Neuzugang Jeremy Renner ins Gefecht schickte, schien die Zukunft des Franchises ins Wanken geraten zu sein. Glücklicherweise hatte Universal wohl genug Kleingeld in der Tasche, um den Star der Reihe und Regisseur Paul Greengrass wieder ins Boot zu holen. Weniger Veränderung, mehr vom gleichen, und so mutet der nun fünfte Teil der Bourne-Saga allenfalls wie eine weitere Episode im nicht enden wollenden Leben des Jason Bourne an, ...
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Kritik: Liberace (USA 2013)

Autor: Conrad Mildner"I want to be everything to you, Scott. I want to be father, brother, lover, best friend." Gestern Nacht wurden die Emmys, Amerikas bedeutendster Fernsehpreis, verliehen und in den Kategorien der Mini-Serien und Fernsehfilme gab es einen klaren Gewinner, Steven Soderberghs Biopic über den legendären Show-Pianisten Liberace (Michael Douglas), der seine Homosexualität zeitlebens verheimlichte und zahlreiche Beziehungen mit jüngeren Männern einging. Einer von ihnen war Scott Thorson (Matt Damon), den Liberace nicht nur adoptierte, sondern sogar mithilfe von Schönheitsoperationen in sein jüngeres Ebenbild verwandeln wollte. Früher gehörte es zum guten Ton jedes Jahr einen Soderbergh-Film im Kino zu sehen und in manchen Jahren wurde uns diese Möglichkeit sogar zweimal gesch...
Kritiken

“Elysium” (USA 2013) Kritik – Wenn die Tage gezählt sind

Autor: Philippe Paturel „Dafür werden sie dich bis ans Ende der Welt jagen.” Eigentlich sollten die Kinosäle dieses Jahr geradezu mit guten Science-Fiction-Filmen überschwemmt werden. Doch aufgrund CGI-überfrachteter Desaster wie „Oblivion“, „After Earth“ oder „Star Trek: Into Darkness“ müssen anspruchsvolle Genrefans einen cineastischen Tiefflug nach dem anderen ertragen. Einer der am heißesten erwarteten Genreableger diesen Jahres ist der neue Film von Regisseur Neill Blomkamp, der 2009 mit seinem gesellschaftskritischen Science-Fiction-Drama „District 9“ überraschend Begeisterungsstürme bei Kritikern und Publikum auslöste. An diesen Erfolg, der auch vier Oscarnominierungen nach sich zog, wird Blomkamp mit „Elysium“ allerdings nicht anschließen können. Zwar ist „Elysium“ ein durchaus ...
Kritiken

3. Berlinale-Recap: "Promised Land", "Frances Ha", "Dark Blood" & "Habi, La Extranjera"

Autoren: Conrad Mildner, Philippe Paturel Nach dem zweiten Recap folgt also nun der bereits dritte Schlag. „Promised Land“ von Gus van Sant Im Auftrag des Gasunternehmens Global sollen Steve Butler (Matt Damon) und Sue Thomason (Frances McDormand) die Bewohner einer amerikanischen Kleinstadt davon überzeugen, dass es für die Zukunft der Stadt wichtig ist, dass sie ihre Ländereien an Global verkaufen. Ihre Mission scheint anfangs auch ohne ernstzunehmenden Widerstand zu verlaufen. Zumindest, bis sich ein Umweltaktivist in das Geschehen einmischt und die Pläne von Steve und Sue gewaltig durcheinander bringt. "Promised Land" ist ein äußerst bewegendes, aber zuweilen oberflächlich erzähltes Umweltdrama. Hauptsächlich überzeugt der Film durch seine blendend aufgelegten Darsteller, allen v...
Kritik: Der Soldat James Ryan (USA 1998) – Steven Spielberg im Kampf um Ehre und Mut
Kriegsfilm, Kritiken

Kritik: Der Soldat James Ryan (USA 1998) – Steven Spielberg im Kampf um Ehre und Mut

What I mean by that, sir, is if you was to put me and this here sniper rifle anywhere up to and including one mile from Adolf Hitler... with a clean line of sight... Pack your bags, fellas. War's over. Amen. Normandie, Omaha Beach, 6. Juni 1944: Die Invasion der Amerikaner gegen die deutschen Truppen. Nach einem unerbittlichen Strandkampf bekommt die kleine Soldatentruppe rundum John Miller (Tom Hanks) den brisanten Sonderauftrag den Gefreiten James Ryan hinter den feindlichen Linien zu finden und zu retten, denn dessen drei Brüder sind allesamt auf dem Schlachtfeld ums Leben gekommen. Eine nicht nur gefährliche Aufgabe, sondern auch eine beinahe Unlösbare, mitten im Herz der Finsternis. Die acht Männer ziehen los und versuchen zu verstehen, wieso sie alle ihr Leben für einen einzigen S...
Kritiken

"Contagion" (USA 2011) Kritik – Wer sich die Hände wäscht, der überlebt

"Wenn Sie morgens um 3 aufwachen und sich fragen, warum mache ich diesen Job eigentlich? – Rufen Sie mich an." Nachdem eine Frau (Gwyneth Paltrow) nach einer Auslandsreise an einem mysteriösen Virus stirbt und ähnliche Fälle auf dem ganzen Planeten auftreten, ist schnell klar: eine Epidemie breitet sich aus, die schnell weltweit immer größere Teile der Bevölkerung hinwegrafft. Während die Wissenschaftler des amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention Dr. Ellis Cheever (Laurence Fishburne), Dr. Erin Mears (Kate Winslet) und Dr. Ally Hextall (Jennifer Ehle) versuchen mehr über das Virus herauszufinden und ein Heilmittel zu entwickeln, reist Dr. Leonora Orantes (Marion Cotillard) von der Weltgesundheitsbehörde in Genf nach Hongkong, wo man den Ursprung der Krankheit vermutet...
Kritiken

"Brothers Grimm" (USA/CZ 2005) Kritik – Heath Ledger und Matt Damon in der Planlosigkeit

"Deine Mutter war eine Kuh ohne Zitzen!" Unzählige Eltern, Großeltern und mittelmäßig bezahlte Babysitter dürfen den Gebrüder Grimm wohl in alle Ewigkeiten dankbar sein, denn ohne ihre Geschichten, wären die Kleinen wohl zur Schlafenszeit nicht immer mit den herrlichen Geschichten in das Reich der Träume abgedriftet und langsam eingeschlummert. Mit Märchen wie Rapunzel, Hänsel und Gretel, Aschenputtel, Dornröschen, Rumpelstilzchen, Schneewittchen und Rotkäppchen, haben sie die bekanntesten Kindermärchen aller Zeiten geschrieben, die sich auch heute noch in den verschiedensten Romanen und Filmen neuinterpretiert wiederfinden lassen. Äußerst interessant war die Ankündigung, dass Terry Gilliam 2005 seine ganz eigene Interpretation über die Gebrüder in die Kinos bringen will. Interessant,...
Drama, Kritiken

Kritik: Good Will Hunting (USA 1997) – Ein Genie zwischen Mathematik und Liebe

You're not perfect, sport, and let me save you the suspense: this girl you've met, she's not perfect either. But the question is whether or not you're perfect for each other. Der Traum von Unendlichkeit: Manche brauchen dafür nicht einmal ihre Augen schließen und sind mittendrin, während andere ihm Zeit ihres Lebens hinterher eifern und infolgedessen unter ihm begraben werden. Good Will Hunting berichtet von beiden Segmenten, um seinen Fokus aber auf eine weitere Möglichkeit zu legen, die sich quasi zwischen alle Stühle setzt: Will Hunting (Matt Damon) nämlich könnte sich durch sein kognitives Vermögen problemlos für die Nachwelt unsterblich machen. Er könnte nicht nur das Titelplatt renommierter Zeitschriften zieren, ihm würden ganze Bücher gewidmet, Kapitel in Geschichtsbüchern wü...
Kritiken

"Wir kaufen einen Zoo" (USA 2011) Kritik – Menschen, Tiere, Emotionen

"You know, sometimes all you need is twenty seconds of insane courage. Just literally twenty seconds of just embarrassing bravery. And I promise you, something great will come of it." Lange Zeit war Regisseur Cameron Crowe („Almost Famous – Fast berühmt“) von der Bildfläche verschwunden. Zuletzt drehte der Meister der großen Gefühle 2005 „Elisabethtown“, und lieferte damit einen der schwächsten Filme seiner Karriere ab. Umso größer ist nun die Erwartungshaltung an Crowes Kino-Comeback, der sich nach den Dokumentarfilmen „The Union“ und „PJ20“ endlich wieder an einem echten Film mit Starbesetzung versucht. „Wir kaufen einen Zoo“ basiert lose auf der autobiografischen Vorlage des Journalisten und Zoobesitzers Benjamin Mee, der einen heruntergekommenen Zoo in England wieder auf Vordermann...