Schlagwort: Nicolas Cage

Kritiken

"Pakt der Rache" (USA 2011) Kritik – Nicolas Cage kommt einer Verschwörung auf die Spur

So richtig weh tut er ja nicht, der neue Film von Regisseur Roger Donaldson, was man nach seiner Pleite "Bank Job" durchaus hätte erwarten können. Ein Garant für gute Thriller-Kost ist der Mann allerdings immer noch nicht geworden, denn trotz der Tatsache, dass "Pakt der Rache" schauspielerisch dank eines guten Cage und eines noch besseren Guy Pearce überzeugt, sucht man, obwohl der Anfang vielversprechend ist, vergeblich nach einer Verschwörungs-geschichte abseits von Hollywoods Stereotypen. Eines Nachts wird Wills Frau in ihrem Auto vergewaltigt. Im Krankenhaus wird ihm noch in der gleichen Nacht von einem zwielichtigen Mann das Angebot gemacht, dass man für ihn Rache an dem Peiniger nehmen würde. Für diese Dienste soll er in unbestimmter Zukunft allerdings einen kleinen Service leist...
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"The Wicker Man" (USA 2006) Kritik – Ein Ritual der untersten Schublade

"Die Droge wird getötet!" Ab und an gibt auch die Ausnahmen von unnötigen Remakes, dir war ja bereits zu genüge hassen lernen durften. Das sind die Remakes von Filmen, die auch in ihrem Original eigentlich nie wirklich die große Aufmerksamkeit bekommen haben und einer eher kleineren oder auch ganz bestimmten Genre-Publikum ein Begriff sein dürften. Gerade so ein Remake könnte auch dazu beitragen, dass der Originalfilm endlich von mehreren Zuschauern entdeckt und auch gewürdigt werden kann. 2006 nahm sich Regisseur Neil LaBute einem solchen Fall und inszenierte ein Remake von 'The Wicker Man' aus dem Jahre 1973 mit dem großen Christopher Lee. Was LaBute jedoch aus seinem 'The Wicker Man' gemacht hat, ist schlichtweg eine riesige Frechheit und geht in die Geschichte als eines der schlecht...
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"Wild at Heart" (USA 1990) Kritik – Eine unsterbliche Liebe und grenzenlose Abgründe

"Die Welt hat ein wildes Herz und ist total verrückt geworden!" Das Jahr 1990 war ein ganz besonderer Höhepunkt im Schaffen von David Lynch. Bei den Filmfestspielen von Cannes konnte er für seine Road-Movie-Romanze 'Wild at Heart' die begehrte goldene Palme entgegen nehmen. Lynch war 1990 schon ein bekanntes und umstrittenes Gesicht in der Welt und mit Filmen wie 'Der Elefantenmensch' und 'Blue Velvet' schrieb er zuvor schon Geschichte. 'Wild at Heart' kann dieser vorherigen Qualität zwar nicht ganz standhalten und Lynch inszeniert einen wilden wie abgründigen Film, kann aber über einige Längen nicht hinwegsehen wirkt gelegentlich zu unausgegoren. Visuell spielt der Film natürlich in der ersten Liga. Die groben, trockenen und gerne auch düsteren Bilder passen sich der Grundstimmung des...
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"Ghost Rider: Spirit of Vengeance" (USA, AE 2011) Kritik – Der Rider ist zurück!

Nadya: "Ich habe keine Angst vor dir." Johnny Blaze: "Das solltest du aber!" Das Marvel-Comicuniversum ist nicht nur Heimat einer Vielzahl von strahlenden Heldenfiguren wie Captain America, Thor oder Iron Man, sondern bietet auch Platz für eine ganze Reihe von Anti-Helden. Der wohl bekannteste Marvel-Anti-Held dürfte wohl der bis an die Zähne bewaffnete Verbrechensbekämpfer Punisher sein, ein stahlharter Killer, der keine Skrupel kennt, um sein Ziel zu erreichen. Ein in Deutschland weniger populärer Vertreter der Comic-Schattenseiten ist der Ghost Rider, ein Seelenfänger, der im Auftrag des Teufels die Straßen der USA unsicher macht. Während der Punisher bereits 1989 seinen ersten großen Leinwandauftritt absolvierte, damals noch verkörpert vom Rocky-Schreck Dolph Lundgren, schaffte der ...
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"Bringing Out The Dead" (USA 1999) Kritik – Nächte der Einsamkeit

"Seit letztem Jahr glaube ich daran, dass Geister die den Körper verlassen nicht wollen dass man sie zurückholt. Wütend darüber, dass wir es wagen in das Schicksal einzugreifen." Martin Scorsese. Ein Name der das Herz von jedem Filmfan in den höchsten Tönen schlagen lässt. Mit Filmen wie 'Taxi Driver', 'Wie ein wilder Stier' oder auch 'GoodFellas' schrieb Scorsese Filmgeschichte. Aber auch Regielegenden haben ab und an ihre Filme, obwohl sie immer Erfolg im Filmgeschäft haben, die irgendwie am Publikum vorbeigingen. 'Bringing out the Dead' von Martin Scorsese aus dem Jahre 1999 ließe sich gut und gerne als solch ein Film bezeichnen, leider. Zwar zählt der Film noch lange nicht zu Scorseses besten, allerdings inszeniert er hier wieder eine grandiose Odyssee durch die Nacht aus der Sicht ...
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"Leaving Las Vegas" (USA 1995) Kritik – Eine etwas andere Liebesgeschichte

"Ich bin nur hier um mich totzusaufen." Für manche Filme braucht man einfach eine gewisse Stimmung. Manchmal lässt diese erhoffte Stimmung auch unendlich lang auf sich warten, so lang dass man einen Film Monatelang vor sich herschiebt nur um auf den passenden Moment zu warten. Dann ist dieser Moment plötzlich da und man ist trotzdem nicht in der Laune für diesen Film. Nach und nach verstaubt die Filmhülle im hintersten Filmregal und der Weg in die heiligen Player rückt von Tag zu Tag ins unerreichbare. 'Leaving Las Vegas' von Mike Figgis ist einer dieser ganz besonderen Fälle, denn mit guter Laune ist dieser Film kaum erträglich und annehmbar. Auch mit richtig schlechter Laune kann man sich dem Film nicht wirklich hingeben, viel zu sehr zieht er einen runter. Denn was Figgis 1995 aus se...
Kritik: Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen (USA 2009) – Nicolas Cage im Drogenrausch
Drama, Filme, Krimi, Kritiken, Thriller, Werner Herzog

Kritik: Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen (USA 2009) – Nicolas Cage im Drogenrausch

Was haben diese scheiß Leguane auf meinem Couchtisch verloren? Inzwischen haben wir so einige Reisen durch die Filmlandschaft mit Werner Herzog gemacht. In seinen Besten sind wir dem Fieberwahn verfallen, haben versucht einen Dampfer durch die Gegend zu schleifen, die Unsterblichkeit ausgekostet und sind in vietnamesische Gefangenschaft geraten. Nicht nur einmal hat Herzog die Filmwelt zum Beben gebracht, aber ab und an hat er seine Filme auch zum Stillstand geführt. Jetzt begeben wir uns ins Jahr 2009 und gehen mit Herzog in ein ihm völlig fremdes Genre: dem Drogen-Drama-Cop-Thriller-Irgendwas. Leider ist Herzog auch hier wieder weit vom Meisterwerk entfernt, inszeniert aber einen überdurchschnittlichen Drogen-Trip in eine verlorene Seele. Ich wiederhole mich zwar, aber in diesem ...
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"8MM" (USA 1999) Kritik – Der Abgrund der Menschlichkeit

"Es gibt Dinge die du sehen wirst, die du nie wieder vergessen kannst. Die sind in deinem Kopf und bleiben da auch." Joel Schuhmacher ist einer der Regisseure, von denen man nie so recht weiß was man bekommt. Von Verlass auf Qualität kann also keine Rede sein. Von einem Meisterwerk wie 'Falling Down' über solide Filmchen wie 'Der Klient' bis zum absoluten Rohrkrepierer 'Batman & Robin'. Heute geht es aber in das Jahr 1999 und wir widmen uns Schumachers '8MM'. Zwar ist '8MM' kein Meisterwerk, aber ein äußerst spannender Thriller rundum die Abgründe der Pornoindustrie. Dass die Optik in einem Thriller mit dieser Handlung stark sein muss ist wohl klar. Frohe Farben voller Heiterkeit gibt es natürlich nicht im Ansatz. '8MM' besticht hier ganz klar durch seine kühlen und düsteren Bilder, di...
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"Kick-Ass" (2010) Kritik

“I always wanted to say this. Say hello to my little friend!” Das letzte Kinojahr hatte viele Besonderheiten, Eigenheiten und Ungereimtheiten. Hervorzuheben wäre dabei wohl der Begriff “Hype“. Unwort des Jahres? Steht auf jeden Fall in der engeren Auswahl, denn in diesem Jahr artete das Gehype zu oft aus. ‘Inception‘ ist eines der besten Beispiele dafür. Der wohl schlimmste Vertreter dieser nichts taugenden Fraktion ist jedoch ‘Kick-Ass‘. Was sich der gestandene Kino-Fan nicht alles anhören musste. “Der neue Superhelden-Klassiker“, “A perfectly well made mix of Superbad and Kill Bill.” Weiss nicht mehr wo ich das gelesen habe, es hat mich einfach nur genervt. Das Ziel des Films: Superhelden-Klischees auf die Schippe nehmen und diesen einen “Arschtritt“ verpassen. Das Resultat ist ein...