Schlagwort: Olivier Assayas

Kritik: Personal Shopper (FR 2016)
Filme, Französischer Film, Heimkino, Horror, Kritiken

Kritik: Personal Shopper (FR 2016)

Du musst dich von Lewis befreien. Die wenigsten Horrorfilme kommen ohne Rückgriffe auf ihre Vergangenheit aus. Das Böse, genauso wie das Gute, sind im klassischen Weltbild des Genres ursprüngliche Kräfte. So ursprünglich, dass ihre Existenz womöglich der Welt vorausgegangen sein muss. Etwas sehr altes erwacht. Vielleicht kann es auch gar nicht sterben und plagt nun die Lebenden? So sind die Figuren in diesen Filme oft gezwungen ihre gewohnte, zeitgenössische Umgebung zu verlassen und Orte der Vergangenheit zu besuchen, um das Böse, das an diesen Orten seit langer Zeit haust, schlussendlich zu vertreiben. Dieses sehr einfache Muster ist für den Geisterhorror seit jeher und bis heute mehr oder weniger die Blaupause geblieben. Immer wieder können die bösen Geister nur besiegt werden, w...
Personal Shopper: Erster Trailer zur neuen Assayas-Stewart-Zusammenarbeit
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Personal Shopper: Erster Trailer zur neuen Assayas-Stewart-Zusammenarbeit

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=v-VTnMmqGxU]   Letzte Woche gab es die ersten Ausschnitte, inzwischen gibt es die ersten Kritiken und einen stimmungsvollen Trailer zur neuen Assayas-Stewart-Combo "Personal Shopper" und in diesem geht es erstaunlich düster zu. Kristen Stewart spielt hier eine persönliche Shopping-Assistentin in Paris, die von ihrem kürzlich verstorbenen Zwillingsbruder Nachrichten aus dem Jenseits zu erhalten scheint. Wer hätte gedacht, dass Olivier Assayas mal einen Ausflug ins Horror-Genre unternimmt? Wir freuen uns jedenfalls sehr auf "Personal Shopper" und hoffen, dass der Film bald auch in Deutschland einen Starttermin erhält...
Erste Ausschnitte aus Personal Shopper mit Kristen Stewart
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Erste Ausschnitte aus Personal Shopper mit Kristen Stewart

Guten Morgen! Dank Cannes, das just in diesem Moment stattfindet, trudeln allerhand schöne Trailer, Clips und Poster zu den Wettbewerbsfilmen ein. Einer darunter ist auch Olivier Assayas' neuer Film Personal Shopper mit Kristen Stewart. Wer nicht schon bei der letzten Assayas-Stewart-Combo Die Wolken über Sils Maria Fan geworden ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Der nun erste veröffentlichte Clip zeigt zwei Szenenausschnitte u.a. mit dem deutschen Star-Schauspieler Lars Eidinger. Stewarts Figur arbeitet als Personal Shopper in Paris. Ihr Bruder ist hier gestorben und beide scheinen sich als Hellsichtige Zeichen zu schicken (?). Dazu gibt's noch lustvolles Highheels-Anprobieren als Schmankerl obendrauf. Viel verraten die Clips noch nicht (zum Glück). Die Vorfreude ist dennoch ungebr...
Kritik: Die wilde Zeit (FR 2012) – Der magische Blick auf eine vergangene Gegenwart
Drama, Französischer Film, Heimkino, Kritiken

Kritik: Die wilde Zeit (FR 2012) – Der magische Blick auf eine vergangene Gegenwart

Ich lebe in meiner eigenen Fantasiewelt - wenn die Realität kommt und an meine Tür klopft, öffne ich ihr nicht. Im Frankreich der frühen 1970er-Jahre sind die pulsierenden Nachwirkungen des Pariser Mais noch in vielerlei Städten und Vororten spürbar. Dieser Mai im Jahr 1968 sorgte für das Lostreten einer Lawine der Unzufriedenheit des größtenteils jungen Volkes. Inmitten dieser Aufbruchstimmung verfolgen wir das aufregende Leben des kunstinteressierten Gilles und seiner Freunde. Stark an die eigene Jugend angelehnt (und somit partiell mit autobiographischem Habitus), entwirft der Regisseur und Autor Olivier Assayas mit „Die wilde Zeit“ (OT: Après mai) das vielschichtige Zeit-Portrait einer Dekade, deren Motto „Widerstand“ lautete. Ganz bewusst verschließt er sich einer herkömmliche...
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Carlos – Der Schakal (FR/DE 2010)

"Mein Name ist Carlos. Ihr habt bestimmt von mir gehört." Der Film erzählt die Geschichte des meistverfolgten Terroristen der 70er Jahre, Carlos, genannt der Schakal. Reszensiert wird hier die Langfassung von 330 Minuten. Edgar Ramirez verkörpert Carlos mit vollem Körpereinsatz, lässt sich Zeit für seinen Körperkult, seine Blicke und Eroberungen. Dennoch lässt uns Assayas auf Distanz. Wir erfahren über Carlos immer nur so viel wie es der historische Kontext zulässt. Der Film folgt einer unaufhaltsamen Geschichtsbuch-Chronologie. Ebenso ist die Dramaturgie sprunghaft. Manches wird lang gedehnt (OPEC-Anschlag), vieles nur angerissen. Das mag keine Überraschung sein und ist sowieso kein schlechtes Zeichen. Assayas gelingt es durchgehend den Fokus richtig zu setzen und internationale Zusa...