Schlagwort: Paul Thomas Anderson

Podcast: Cinema Update #26 – Avatar 2, Daniel Day Lewis & Live By Night
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Podcast: Cinema Update #26 – Avatar 2, Daniel Day Lewis & Live By Night

Der Spätsommer schlägt sich auch in der Podcast-Szene nieder: Bevor wir nächste Woche ausführlich über alle Festivals (u.a. TIFF) reden werden, ist in dieser Ausgabe kein großes Thema mit von der Partie. Deswegen werden ein Haufen erstklassiger Trailer besprochen (Brie Larson = Queen) und z.B. über den Sinn und Unsinn von vier (!) Avatar-Sequels diskutiert. Viel Spaß beim Anhören... Cinema Update bei iTunes abonnieren! Cinema Update als RSS-Feed abonnieren! https://soundcloud.com/cinema-update/cinema-update-26-avatar-2-daniel-day-lewis-live-by-night
Kritik: Inherent Vice (USA 2014)
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Inherent Vice (USA 2014)

She came along the alley and up the back steps the way she always used to. Doc hadn't seen her for over a year. Nobody had. Back then it was always sandals, bottom half of a flower-print bikini, faded Country Joe & the Fish t-shirt. Tonight she was all in flatland gear, hair a lot shorter than he remembered, looking just like she swore she'd never look. Erich von Stroheim hat 1924 Frank Norris' Roman „McTeague“ angeblich Seite für Seite verfilmt. Heraus kam „Gier“. Der acht bis zehn stündige „Director's Cut“ ist bis heute verschollen, da das Studio Stroheims megalomanische Adaption radikal stutzte und verscharrte. Es existiert nur noch eine 239 minütige restaurierte Fassung. Auch Stanley Kubrick adaptierte gerne Literatur. „"If it can be written or thought, it can be filmed.“" s...
Soundtracks

Soundtrack: The Master

Es ist bereits die zweite Zusammenarbeit des vielseitigen Radiohead-Gitarristen Jonny Greenwood und des Autorenfilmers Paul Thomas Anderson. Greenwoods ungewöhnliche Filmmusik für "There will be Blood" gewann auf der Berlinale 2008 einen Silbernen Bären. Musikalisch folgt er mit "The Master" einen ähnlichen Weg, zeigt aber eine größere Vielfalt von Instrumentierungen. Während im Öl-Drama mit Daniel Day-Lewis hauptsächlich nur Streicher und Percussions zum Einsatz kommen, brilliert die Musik zu "The Master" durch seine Experimentierfreude mit Flöten und Glockenspielen. Das wunderschöne "Alethia", der Name des Schiffes auf dem sich Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman im Film begegnen, demonstriert anschaulich den Charakter von Greenwoods Filmmusik, die sich immer zwischen Harmonie u...
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: The Master (USA 2012)

Autor: Conrad Mildner "What a horrible young man you are. This is acting like an animal. A dirty animal that eats its own feces when hungry." Die Leinwand ist schwarz und in schmucklosen, weißen Lettern erscheint der Titel „The Master“ auf der Leinwand. Beinahe wähnt man sich in einem Woody-Allen-Film bei solch einem reduktionistischen Vorspann. Erinnern sie sich noch daran als die Filme von Paul Thomas Anderson wie große Spektakel anfingen? Da gab es berauschende Scorsese-eske Kamerafahrten in „Boogie Nights“ oder einen Schneller-als-du-denken-kannst-Prolog inklusive einer bunten Vorspann-Collage in „Magnolia“. Doch irgendwann zwischen 2002 und 2007, zwischen „Punch-Drunk Love“ und „There Will Be Blood“ fand eine radikale Wandlung statt. Der zügellose Sturm-und-Drang hoffnungslos ver...
Kritiken

"Punch-Drunk Love" (USA 2002) Kritik – Adam Sandler spielt groß auf

"Was rennst du so schnell, du Idiot? Wir wissen wo du wohnst!" Paul Thomas Anderson hat sich mit nur zwei Filmen zu einem Koloss unter den Regisseuren gemacht. Mit 'Boogie Nights' von 1997 und 'Magnolia' von 1999 machte er sich schon jetzt unsterblich und zählt ohne weiteres zu den besten Filmemachern unserer Zeit. Ein Kritikerliebling, ein Publikumsmagnet und ein einmaliger Könner, der es immer wieder eindrucksvoll versteht, die visuelle Klasse mit seiner erzählerischen Brillanz zu verknüpfen und ein pures Meisterwerk daraus zu entwerfen. Aber Anderson kann nicht nur diese zwei grandiosen Filme vorweisen. Mit 'There Will Be Blood' erreichte er 2007 wieder die Dimensionen eines brachialen und kraftraubenden Glanzstückes, welches nicht von wenigen als Andersons bestes Werk betitelt wird...
Kritiken

"Boogie Nights" (USA 1997) Kritik – Aufstieg und Fall in der Welt des Pornos

"Jeder Mensch ist mit etwas Besonderem gesegnet!" Im Jahr 1992 konnte ein Mann endlich richtig auf sich aufmerksam machen. Paul Thomas Anderson, der mit seinem durchaus gut besetzten Debütfilm 'Last Exit Reno' noch nicht eingeschlagen konnte, sorgte mit 'Boogie Nights' für viel Aufsehen und wurde zu Recht von allen Seiten reichlich gelobt. Anderson inszeniert mit seinem zweiten Langfilm einen authentischen und ehrlichen Blick in die Pornoindustrie der 70er und 80er Jahre und mischt dabei gekonnt Humor mit Tragik. Was 'Boogie Nights' wirklich meisterhaft gelingt, ist das Erzeugen von Atmosphäre und das Einfangen der Stimmung der 70er und 80er Jahre. Dazu tragen natürlich die exzellenten Fotografien von Robert Elswit an erster Stelle bei, die das Flair dieser Jahre in jeder Szene voll au...
Kritiken

"There Will Be Blood" (USA 2007) Kritik – Daniel Day-Lewis zwischen Gier und Größenwahn

"Ich sehe immer das Schlechte in den Menschen, Henry. Ich muss mich nicht erst völlig in sie vertiefen um sie zu durchschauen. Ich vermehre meinen Hass über die Jahre, Stückchen für Stückchen." Paul Thomas Anderson zählt inzwischen zu den besten und vielversprechendsten Regisseuren der jüngeren Filmgeschichte. Mit 'Boogie Nights' von 1997 machte Anderson zum ersten Mal so richtig auf sich aufmerksam. Zwei Jahre später lieferte er mit 'Magnolia' den Beweis dafür ab, das er mehr als nur ein Talent ist. Anderson ist ein Meister und könnte schnell zu den besten Regisseuren überhaupt zählen. 2002 folgte Punch-Drunk-Love, leider konnte dieser nicht mit den beiden ersten Meisterleistungen mithalten. Nun wurde es still um Anderson. 5 Jahre hörte und sah man nichts von ihm, bis sein neues Werk v...