Schlagwort: Philip Seymour Hoffman

Kritiken

"Boogie Nights" (USA 1997) Kritik – Aufstieg und Fall in der Welt des Pornos

"Jeder Mensch ist mit etwas Besonderem gesegnet!" Im Jahr 1992 konnte ein Mann endlich richtig auf sich aufmerksam machen. Paul Thomas Anderson, der mit seinem durchaus gut besetzten Debütfilm 'Last Exit Reno' noch nicht eingeschlagen konnte, sorgte mit 'Boogie Nights' für viel Aufsehen und wurde zu Recht von allen Seiten reichlich gelobt. Anderson inszeniert mit seinem zweiten Langfilm einen authentischen und ehrlichen Blick in die Pornoindustrie der 70er und 80er Jahre und mischt dabei gekonnt Humor mit Tragik. Was 'Boogie Nights' wirklich meisterhaft gelingt, ist das Erzeugen von Atmosphäre und das Einfangen der Stimmung der 70er und 80er Jahre. Dazu tragen natürlich die exzellenten Fotografien von Robert Elswit an erster Stelle bei, die das Flair dieser Jahre in jeder Szene voll au...
Kritiken

"The Ides of March" (USA 2011) Kritik – Die eiskalten Schattenseiten der Politik

"Mir ist Vertrauen wichtiger als Können. Und dir vertraue ich eben nicht mehr." Die Politik ist ein gefühlloses Unterfangen voller Korruption, Gier und Verrat. Polit-Thriller, die diese Bereiche beleuchten, gibt es zu Genüge. Immer wieder hochkarätig besetzt und gleichermaßen mitreißend kommen sie jedes Jahr aufs Neue in die Kinos. Der jüngste Genre-Vertreter 'The Ides of March' von Hollywood-Superstar George Clooney lässt sich genau in diese erwähnte Sparte drücken. Durchgehend packend, hervorragend besetzt, aber etwas neues bietet der Film Storytechnisch trotzdem nicht. An erster Stelle kann 'The Ides of March' durch seine stimmigen Bilder überzeugen. Kühl, elegant und teilweise düster. Kameramann Papamichael leistet ganze Arbeit und kann mit starken Einstellungen der gnadenlosen Pol...
Kritiken

"25 Stunden" (USA 2002) Kritik – Edward Nortons längster Gang

"Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind sollte die Wüste einmal gesehen haben, bevor sie sterben." Filme erzählen uns viele Geschichten. Die einen machen uns Mut, die anderen nehmen uns jegliche Hoffnungen. Einige bringen uns zum Lachen und andere dagegen lassen uns weinen. Wieder andere langweilen und nerven uns nur. Wie Melville schon sagte, es ist die Glaubwürdigkeit die den Unterschied ausmacht. Denn wenn wir keine Gefühle zu einer Geschichte aufbauen können, dann erzählen oder empfehlen wir sie auch nicht weiter. Regisseur Spike Lee widmet sich mit seinem Charakterdrama '25 Stunden' von 2002 einer durch und durch schwerverdaulichen Geschichte. Doch zwischen dem Tonnenschweren Pessimismus lässt Lee immer wieder einen Funken Hoffnung aufkommen und inszeniert so eines der besten und tie...