Schlagwort: Philippe Paturel

Kritiken

Die besten Filme des Kinojahres 2014: Philippe von CinemaForever stellt seine Top 15 Spitzenreiter vor

Autor: Philippe Paturel Auch dieses Kinojahr hatte für mich wieder genügend Momente zu bieten, die mich zu Tränen rührten, zum Staunen brachten oder mir einfach tage-, wenn nicht sogar wochenlang, nicht aus dem Kopf gingen. Von den über 100 Filmen, welche ich dieses Jahr sehen konnte, habe ich in meinem diesjährigen Rückblick nun meine 15 persönlichen Favoriten auserwählt und möchte euch diese nun kurz vorstellen. Warum ausgerechnet 15 Filme, fragt ihr euch jetzt wahrscheinlich? Ganz einfach: Ich habe genau so viele Filme dieses Jahr gesehen, die ich ganz besonders in mein Herz geschlossen habe. Hierbei habe ich natürlich nur diejenigen Produktionen berücksichtigt, welche innerhalb des Jahres 2014 ihren deutschen Kino- oder Veröffentlichungsstart feierten. Im Anschluss an die Top 15 gib...
Kritik: Mommy (CA 2014)
Drama, Kritiken

Kritik: Mommy (CA 2014)

Wir haben uns noch lieb, oder? Xavier Dolan machte direkt 2009 mit seinem ersten Film I killed my Mother international auf sich aufmerksam. Und das mit gutem Recht; zu frisch und selbstbewusst wirkte seine Inszenierung, zu geradlinig und souverän erzählte er eine Geschichte, die voll Hass(-liebe) und Geschrei ist. Er war 20 Jahre alt und verarbeitete mit dem Film die Beziehung zu seiner eigenen Mutter. Er selbst beschrieb den Film als "semi-biographisch". Vier Jahre und drei Filme, darunter das Meisterwerk Laurence Anyways, später erhebt er sich wieder mit einem Film, der, so viel darf man sich bei dem Titel und Plakat wohl denken, einmal mehr die Beziehung eines Jungen zu seiner Mutter behandelt. Bei Cannes gab es dafür den Preis der Jury, von Kritikern gab es Applaus. Schon die e...
Kritiken

Filmkritiken zu „A Long Way Down“, „Man of Tai Chi” und „Auge um Auge”

„A Long Way Down” (GB 2014) von Pascal Chaumeil, u.a. mit Pierce Brosnan, Imogen Poots und Aaron Paul Es ist Silvester und der durch eine Affäre mit einer Minderjährigen in Ungnade gefallene TV-Moderator Martin Sharp (Pierce Brosnan) hat vor sich um zubringen. Nur leider hat er sich dafür das beliebteste Hochhaus ausgesucht und wird von drei weiteren Todeswilligen gestört. Da wären Maureen (Toni Collette), die hauptsächlich mit der Pflege ihres schwerbehinderten Sohnes beschäftigt ist, die aufgedrehte Jess (Imogen Poots), die das Verschwinden ihrer Schwester nicht verkraftet und schließlich J.J. (Aaron Paul), der an Krebs leidet. Das Setup steht dementsprechend für einen niederschmetternden Feelbad-Film, doch die Vorlage zu „A Long Way Down“ stammt von keinem geringeren als Bestseller-Au...
Kritiken

Berlinale 2014 – Recap Nr. 1: „Snowpiercer“, „2030“, „Two Men in Town“, "Kumiko, the Treasure Hunter“ und “Zeit der Kannibalen”

Autoren: Philippe Paturel, Conrad Mildner „Snowpiercer“ von Joon-ho Bong, u.a. mit Tilda Swinton und Chris Evans Kaum zu glauben, doch nach Park Chan-wook („Stoker“) und Kim Jee-woon („The Last Stand“) überzeugt nun ein weiteres asiatisches Regiewunderkind mit seinem englischsprachigen Debütfilm. Bong Joon-ho, der in der Filmwelt bereits mit seinen gefeierten Dramen „Memories of Murder“ und „Mother“ für Aufsehen sorgte, bringt nun mit „Snowpiercer“ einen der ungewöhnlichsten Science-Fiction-Filme der letzten Jahre in die Kinos, der mit seiner intelligenten Symbiose aus Anspruch und Unterhaltung dem Sci-Fi-Genre eine Frischzellenkur verpasst und den Zuschauer in eine neue Eiszeit im Jahr 2031 schickt, in der die letzten Überlebenden einer globalen Katastrophe Zuflucht in einem Zug gefun...
Kritiken

Die besten Filme des Kinojahres 2013: Philippe von CinemaForever stellt seine Top 20 Spitzenreiter vor

Autor: Philippe Paturel Der Großteil der obligatorischen Jahreslisten ist bereits an uns vorbei gezogen. Etwas später, aber sicherlich nicht schlechter, präsentieren nun die Autoren von Cinema Forever ihre Lieblinge des Jahres. Dafür reicht uns nicht nur eine Top-20, sondern es werden auch noch Preise verliehen. Die Oscar-Saison ist ja bereits eröffnet. Da darf also mit Awards locker um sich geworfen werden. Zum Abschluss gibt es noch einen kleinen Ausblick auf das Kinojahr 2014, wo ich euch verraten werde, auf welche Filme ich mich am meisten freue. Na dann mal ran an die Buletten! Erstens muss ich wohl sagen, dass es sich wieder einmal für mich bewahrheitet hat, dass sich am Ende des Jahres nicht unbedingt diejenigen Filme unter den persönlichen Lieblingen wiederfinden, von denen ich e...
Kritik: Blau ist eine warme Farbe (FR 2013) – Der Geschmack des Erwachsenwerdens
Drama, Französischer Film, Kritiken

Kritik: Blau ist eine warme Farbe (FR 2013) – Der Geschmack des Erwachsenwerdens

Nothing happens by chance. Die fünfzehnjährige Adèle (Adèle Exarchopoulos) träumt von der großen Liebe und sie glaubt, diese in Thomas, einem Mitschüler, gefunden zu haben. Doch eines Tages begegnet sie dieser jungen Dame mit blauen Haaren auf der Straße. Dieses kurze Aufeinandertreffen bringt ihr bisheriges Leben komplett aus den Fugen, da Adèle erstmals ihre Hingezogenheit zu Frauen wahrnimmt. Wer hat schon zu Beginn des diesjährigen Cannes-Filmfestivals damit gerechnet, dass ein dreistündiges lesbisches Liebesdrama die goldene Palme mit nach Hause nehmen würde? Ich zumindest nicht, auch wenn ich im Nachhinein gestehen muss, dass es ein wenig offensichtlich war, dass Blau ist eine warme Farbe im aktuellen Geschehen Frankreichs, der Debatte um die Gleichstellung der Ehe, den Preis mit...
Kritik: Der Hobbit – Smaugs Einöde (NZ/USA 2013)
Kritiken, Peter Jackson, Regisseure, Science Fiction / Fantasy

Kritik: Der Hobbit – Smaugs Einöde (NZ/USA 2013)

It never ceases to amaze me, the courage of Hobbits... Der letztjährige Auftakt der „Der Hobbit“-Trilogie ließ den Großteil der Kritiker und Zuschauer gleichermaßen unbeeindruckt und enttäuscht die Kinosäle verlassen. Wie ich damals in meiner Kritik schrieb, konnte mich der „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ aber – selbst wenn die große Begeisterung ausblieb – im Großen und Ganzen überzeugen. Nun meldet sich Peter Jackson ein Jahr später zurück. Doch der Hoffnung, dass seine Fortsetzung „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ eine Qualitätssteigerung mit sich bringen würde, folgt ein herber Rückschlag, denn der zweite Teil der groß angelegten Trilogie macht noch mehr falsch als sein Vorgänger und scheitert vor allem erzählerisch auf ganzer Linie. Durfte man im Vorgänger noch vollends in Mitte...
Kritiken

„Drecksau” und „Finsterworld“ – Unsere Kritiken zu den Kinostarts der Woche

Autoren: Conrad Mildner, Philippe Paturel "Drecksau" von Jon S. Baird, u.a. mit James McAvoy James McAvoy als korrupter, schottischer Cop Bruce Robertson, der vor nichts zurückschreckt, um befördert zu werden. Anfangs ist „Drecksau“ eine wirklich mehr als gelungene schwarzhumorige Krimikomödie, die ungemein viel Spaß macht. Die Pointen sitzen, kommen teilweise knüppelhart und selten hat man in den letzten Jahren einen dermaßen asozialen und unsympathischen Charakter wie Bruce (kongenial von McAvoy gespielt) erlebt, den man trotzdem nur abfeiern kann. Doch leider ist „Drecksau“ am Ende einer dieser Filme, die das Tempo aufgrund der limitierten Möglichkeiten der simplen Story nicht halten können und meinen, sie müssten in der Mitte des Films einen neuen Pfad einschlagen. Weg von der Krim...
Kritik: Venus im Pelz (FR/PL 2013) – Roman Polanski ein weiteres Mal zwischen Schein und Sein
Drama, Filme, Französischer Film, Kritiken

Kritik: Venus im Pelz (FR/PL 2013) – Roman Polanski ein weiteres Mal zwischen Schein und Sein

Meine bessere Hälfte, sagt man das noch? - Wieso, was sagt man denn heutzutage? - "Arschloch". 80 Jahre hat Altmeister Roman Polanski (Rosemarys Baby) bereits auf dem Buckel, doch das kann ihn nicht davon abhalten, sich weiterhin seiner Leidenschaft für das Filmemachen und das Theater zu widmen. Doch wo sein letzter Film Der Gott des Gemetzels, eine Adaption von Yasmina Rezas gefeiertem, gleichnamigen Bühnenstück, nicht gänzlich überzeugen konnte und sich in oberflächlicher, eintöniger Kritik am Bildungsbürger verlor - von Subtext keine Spur - ist Venus im Pelz nun eine von Roman Polanskis persönlichsten Arbeiten geworden und nach Der Ghostwriter (2010) ein weiteres Zeugnis dafür, dass man von ihm jederzeit eine Glanzleistung erwarten sollte. Seine Adaption von Leopold von Sacher-Ma...
Trailer

“Deadwood” 1. Staffel (USA 2004) Kritik zur Neuveröffentlichung auf Blu-ray

Autor: Philippe Paturel „You know the sound of thunder, Mrs. Garret?” Nun gibt es die erste Staffel zur gefeierten, aber nicht gänzlich unumstrittenen US-Western-Serie „Deadwood“ endlich auch in Deutschland auf Blu-ray. Zeit also, einen genaueren Blick auf die erste Staffel der Serie zu werfen, welche man, Western-Fan oder nicht, unbedingt gesehen haben sollte. Wir schreiben das Jahr 1876. Die blutige Schlacht um Little Bighorn ist zwar mittlerweile passé, doch in South Dakota, mitten in einem Indianergebiet, stehen bereits die nächsten Konflikte an. Dort entwickelt sich Deadwood, eigentlich nur ein Camp für Wegelagerer, abseits der amerikanischen Behörden zu einem Anziehpunkt für Verbrecher, Visionäre, Abenteurer, skrupellose Saloonbesitzer und andere zwielichtige Gestalten. Gut und Bö...