Kritik zu „Tangles – Durcheinander“: Demenz in Schwarz-Weiß
Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der Filmkunstmesse Leipzig
Sentimentalität in Schwarz-Weiß - Tangles von Leah Nelson
Wir schreiben das Jahr 1999: Sarah (Stimme im Original: Abbi Jacobson) kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter (Stimme: Julia Louis-Dreyfus) beizustehen. In einem schwarz-weißen Animationsstil, der an Graphitzeichnungen erinnert, erzählt der Film fortan Alltagsgeschichten und taucht dabei tief in Kindheitserinnerungen ein, ganz im Stil des Slice-of-Life-Genres, das unspektakuläre Momente des gewöhnlichen Lebens in den Mittelpunkt stellt. Damit wäre Tangles konzeptionell wie auch narrativ bereits ausreichend festgehalten. Und doch gibt es noch mehr über diese liebevolle, zuweilen aber auch recht sentimental erzählte Geschicht...
