Schlagwort: Terry Gilliam

Cineastische Highlights beim 36. Filmfest München
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Cineastische Highlights beim 36. Filmfest München

Gastbeitrag von Clemens Judersleben Die endgültige Entscheidung erneut zum Filmfest München zu fahren erfolgte mit einem freudigen Aufschrei im Büro nach Bekanntgabe des finalen Programms und zig Nachrichten an all die befreundeten Filmnerds: Die Festivalkuratoren nutzen erneut den günstigen Post-Cannes Termin und präsentieren im CineMasters-Wettbewerb nicht nur den diesjährigen Gewinner der goldenen Palme Shoplifters, sondern auch den Kritikerrekorde brechenden und wohl von allen Filmgeeks am sehnsüchtigsten herbeigesehnten Film Burning. Insgesamt tummeln sich in den verschiedenen Programmreihen 24 Filme aus Cannes sowie weitere Preisträger aus Venedig und Sundance. DAS MÜNCHER AUSGHÄNGESCHILD In der öffentlichen Wahrnehmung bezieht das Festival jedoch sein kuratorisches Prestige als...
Festivals, Specials

57. Londoner BFI Filmfestival – 2. Recap: "Nebraska", "The Zero Theorem", "The Double" und "Tom at the Farm"

Autor: Conrad Mildner Zeit für den zweiten Recap meiner Filmerlebnisse auf dem Londoner Filmfestival, der dieses mal nur so voller vielversprechender Titel strotzt, von Regiemeistern wie Payne und Gilliam bis zu Wunderkindern wie Dolan und Ayoade. Halten die großen Namen, was sie versprechen? „Nebraska“ von Alexander Payne Schauspiellegende Bruce Dern (u.a. „Lautlos im Weltraum“) meldet sich zurück in Alexander Paynes melancholischem Roadmovie „Nebraska“, der bereits in Cannes im Wettbewerb zu sehen war. Dern spielt Woody, einen Rentner und Trinker, der ein zwielichtiges Gewinn-Angebot als Ticket zu 1 Mio. Dollar missversteht und sich zusammen mit seinem Sohn David (Will Forte) auf den Weg nach Lincoln/Nebraska macht, um sein Geld abzuholen. Auf dem Weg dorthin trifft Woody alte Freun...
Kritiken

Christoph Waltz mit Glatze: Neue Bilder zu Terry Gilliams Sci-Fi-Abenteuer "The Zero Theorem"

Wann Terry Gilliams fantastisch besetzter Science-Fiction-Streifen "The Zero Theorem" in den deutschen Kinos starten wird, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Jetzt wurden jedoch einige neue Bilder zum Film veröffentlicht, die wir euch nicht vorenthalten wollen. In "The Zero Theorem" standen neben einem glatzköpfigen Christoph Waltz auch Tilda Swinton, David Thewlis, Peter Stormare und Matt Damon für den exzentrischen Regisseur vor der Kamera.
Kritiken

"12 Monkeys" (USA 1995) Kritik – Bruce Willis reist durch die Zeit

"Schluss mit dem Affenzirkus!" Nimmt man mal einen gewissen Abstand zu Terry Gilliams Beiträgen, als Regisseur oder Darsteller, der Monty Python-Filme wie 'Die Ritter der Kokosnuss' oder 'Das Leben des Brian', dann erweisen sich die 80er wie 90er Jahre im Schaffen von Gilliam als äußerst ansprechend. Der Ex-Python kann wohl mit Fug und Recht von sich behaupten, dass er von allen Mitgliedern des britischen Comedytruppe den interessantesten Schritt gegangen ist. Allein sein Klassiker 'Brazil' aus dem Jahre 1985 zeigte der Filmwelt, zu welchen Großwerken der amerikanische Filmemacher in der Lage ist, dessen Karriere doch immer von schweren Rückschlägen gezeichnet war, man denke allein an die Dreharbeiten zum gescheiterten 'The Man Who Killed Don Quixote' im Jahre 2000, die in einer einzige...
Kritik: Die Ritter der Kokosnuß (GB 1974) – Monty Python und der heilige Gral
Abenteuer, Filme, Komödie, Kritiken

Kritik: Die Ritter der Kokosnuß (GB 1974) – Monty Python und der heilige Gral

"Ihr habt den Brautvater getötet, wisst ihr das?" - "Och, das fällt doch gar nicht auf." - "Das fällt auf! Ihr habt ihm das Schwert mitten durch den Kopf gestoßen!" – "Und? Wie geht's ihm?" Wer sich durch die Filmgeschichte bewegen will und mal wieder so richtig lachen, der kommt natürlich an ganz bestimmten Genre-Klassikern und Schauspielern nicht vorbei. Da wären zum einen Oliver Hardy und Stan Laurel, die sich als Dick und Doof unsterblich machten, oder Charlie Chaplin, der mit Filmen wie 'Der große Diktator' und 'Moderne Zeiten' seinen Legendenstatus rechtfertigte. Geht man aber weiter durch die Filmgeschichte, dann trifft man auf Filme wie 'Der Partyschreck', 'Die nackte Kanone', 'Spaceballs' und auch 'Pappa ante Portas'. Aber auch Louis de Funes, Steve Martin und Jerry Lewis d...
Kritiken

"Brothers Grimm" (USA/CZ 2005) Kritik – Heath Ledger und Matt Damon in der Planlosigkeit

"Deine Mutter war eine Kuh ohne Zitzen!" Unzählige Eltern, Großeltern und mittelmäßig bezahlte Babysitter dürfen den Gebrüder Grimm wohl in alle Ewigkeiten dankbar sein, denn ohne ihre Geschichten, wären die Kleinen wohl zur Schlafenszeit nicht immer mit den herrlichen Geschichten in das Reich der Träume abgedriftet und langsam eingeschlummert. Mit Märchen wie Rapunzel, Hänsel und Gretel, Aschenputtel, Dornröschen, Rumpelstilzchen, Schneewittchen und Rotkäppchen, haben sie die bekanntesten Kindermärchen aller Zeiten geschrieben, die sich auch heute noch in den verschiedensten Romanen und Filmen neuinterpretiert wiederfinden lassen. Äußerst interessant war die Ankündigung, dass Terry Gilliam 2005 seine ganz eigene Interpretation über die Gebrüder in die Kinos bringen will. Interessant,...
Kritiken

"König der Fischer" (USA 1991) Kritik – Die Realität des Verrückten

"Ich bin der Hausmeister Gottes." Terry Gilliam ist schon ein ganz besonderer und spezieller Fall für sich. Das ehemalige Monty Python Mitglied, der nicht nur für die britische Truppe vor der Kamera stand, sondern auch ihre legendäre Klassiker 'Die Ritter der Kokosnuss' und 'Der Sinn des Lebens' inszeniert, kann nicht immer jeden Geschmack erreichen. Wie schon die genannten Python-Komödien, die auch nicht jedermanns Sache waren, setzte Gilliam seine Solokarriere ebenso eigenwillig wie eindrucksvoll fort. Schaut man sich seine Filmografie genau an, wird man schnell feststellen, was mit eigenwilliger Regie gemeint ist. Filme wie 'Fear and Loathing in Las Vegas', '12 Monkeys' oder 'Brazil' genießen natürlich Kultstatus, sind aber, aufgrund ihrer doch untypischen Erzählweisen und Aufmachung...
Kritik: Der Sinn des Lebens (GB 1983) – Skurrilitäten-Kabinett à la Monty Python
Filme, Komödie, Kritiken

Kritik: Der Sinn des Lebens (GB 1983) – Skurrilitäten-Kabinett à la Monty Python

"Also bevor ich mit dem Unterricht beginne, bitte ich die unter euch, die heute Nachmittag an dem Spiel teilnehmen, ihre Kleider nach dem Mittagessen unverzüglich auf den unteren Haken zu hängen, bevor ihr eure Briefe nach Hause schreibt, falls ihr nicht die Haare geschnitten bekommt. Ausser ihr habt einen jüngeren Bruder, der zum Wochenende als Gast eines anderen Jungen ausgeht, welchenfalls ihr eure Notiz abholt. Ihr steckt sie in euren Brief nachdem ihr die Haare geschnitten bekommen habt und sorgt dafür, dass er für euch die Kleidung auf den unteren Haken hängt." Also man kann die Pythons sicherlich für verrückt halten, aber im gleichen Maße muss man ihnen ihre Brillanz anerkennen. Nicht nur, dass sie einem zum Totlachen regelrecht auffordern. Das steckt soviel mehr hinter all den D...