Schlagwort: Viggo Mortensen

Kritik: Green Book – Eine besondere Freundschaft (USA 2018)
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Kritik: Green Book – Eine besondere Freundschaft (USA 2018)

Peter und Bobby Farrelly sind in Hollywood nicht gerade für ihre feingeistigen Komödien bekannt. Das Regie-Duo bevorzugte bei ihren größten Hits wie Dumm und Dümmer, Verrückt nach Mary oder Ich, beide & sie eher die Holzhammer-Methode: Zoten, Flachwitze und Slapstick definierten ihre Filme. Trotzdem waren die Arbeiten des Regie-Duos selten fies oder verletzend. Zwar zielten ihre Witze auf alles und jeden ab und trafen bevorzugt unter der Gürtellinie und dennoch wurden die Außenseiter, gesellschaftlichen Verlierer und schrägen Charaktere immer mit Herz gezeichnet. Insofern ist es eigentlich gar nicht so verwunderlich, dass sich Peter Farrelly mit Green Book – Eine besondere Freundschaft (mal wieder ein Titelzusatz des Schreckens) an einer reinen Feelgood-Komödie versucht und diese (ha...
Videotalk: Filmfest München 2016 – Teil 2 & Fazit mit Captain Fantastic, The Wailing, Bang Gang & Wiener Dog
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Videotalk: Filmfest München 2016 – Teil 2 & Fazit mit Captain Fantastic, The Wailing, Bang Gang & Wiener Dog

 Gestern ist das 34. internationale Filmfest München zuende gegangen. Philippe und ich ziehen Bilanz im zweiten Teil unseres Festivalberichts in Videoform. Bei einem Berg an gesehenen Filmen, gar nicht mal so leicht. Was waren die Topfilme? Was waren die Flops? Wir sprechen u.a. über Captain Fantastic mit Viggo Mortensen, The Childhood of a Leader mit Robert Pattinson und den Horrorfilm The Wailing. Viel Spaß beim Video! Wir sehen uns beim nächsten Festival!
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"Jeder hat einen Plan" (AR, GER, ES 2013) Kritik – Viggo Mortensen²

Autor: Stefan Geisler "Seit wann trägst du denn nen Bart?" Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, einfach sein bisheriges Leben an den Nagel zu hängen und in die Identität eines anderen Menschen zu schlüpfen. Die eigenen Problemen und Sorgen hinter sich lassen und noch einmal bei Null beginnen. Allzu oft vergisst man bei solchen Gedankenspielereien jedoch, dass sprichwörtlich jeder sein Kreuz zu tragen hat und auch ein Rollentausch nicht zwingend eine Besserung der gegebenen Lebensumstände bewirken muss. Mit einem solchen Identitätstausch-Thriller gibt nun die argentinische Regisseurin Ana Piterbarg ihr Leinwanddebüt. Auch wenn sich „Jeder hat einen Plan“ der Beschreibung nach auch als abgefahrener Science-Fiction-Film lesen lassen könnte, handelt es sich hier eigentlich um einen äuß...
Kritik: A History Of Violence (USA 2005)
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Kritik: A History Of Violence (USA 2005)

What am I supposed to call you now? - You're supposed to call me Dad. That's what I am, your Dad. Mitten in der Nacht erwacht Sarah aufgrund eines Albtraums. Ihr Vater Tom (Viggo Mortensen) beruhigt sie sanft mit den Worten "There is no such things as monsters." Wenige Tage später wird Tom in seinem Café von seltsamen Fremden aufgesucht, die ihn als Joey wiedererkennen. Tom weiss damit nichts anzufangen und versucht die Männer abzuwimmeln. Diese jedoch bleiben solange hartnäckig, bis alles in einer blutigen Auseinandersetzung gipfelt. David Cronenberg nahm sich hier recht spät, aber nicht weniger effektiv wie beispielsweise Sam Mendes in "American Beauty", der Destruktion der amerikanischen Idylle an. Basierend auf der Comic-Vorlage "A History of Violence" von John Wagner und Vinc...
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"Tödliche Versprechen" (USA 2007) Kritik – Cronenberg und die russische Mafia

"Manchmal liegen Geburt und Tod nah beieinander." David Cronenberg ist mit Sicherheit kein Regisseur für die breite Zuschauermasse. Mit Filmen wie 'Videodrome', 'Die Fliege' und 'Naked Lunch' sicherte sich Cronenberg eine nicht allzu große, aber treue, Fanschar um sich. 2005 ging Cronenberg mit 'A History of Violence' auf das größere Publikum zu und überzeugte in allen Punkten. Doch 2007 schaffte er mit 'Tödliche Versprechen' für mich sein ganz besonderes Highlight und inszeniert einen der besten Mafiafilme überhaupt. Die Londoner Hebamme Anna muss miterleben, wie eine namenlose osteuropäische Prostituierte bei der Geburt ihres Babys stirbt. Anna setzt alles daran, die Angehörigen des verlassenen Säuglings zu finden. Ihre einzigen Hinweise sind ein russisches Tagebuch und ein Streichho...
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"Eine dunkle Begierde" (2011) Kritik – Begehrenswert ist hier wenig!

David Cronenberg versteht sein Handwerk so gut wie nur wenige andere Regisseure. Körperhorror, Sex, blutende Organe... seine Filme sind nur schwer zu verdauen. Und trotzdem, mit seiner Gesellschaftskritik, seinen Tabubrüchen und seinem ungewöhnlichen Erzählstil war er vielen Filmemachern um Lichtjahre voraus. Mit "eine dunkle Begierde" passt er sich nun den modernen Sehgewohnheiten an. Das ist enttäuschend und seine mit Abstand schwächste Leistung. Angeführt von einer Riege exzellenter Schauspieler, behandelt "eine dunkle Begierde" die Dreiecksbeziehung zwischen Sigmund Freud, Carl Gustav Jung und Sabina Spielrein und den damit verbundenen Ursprung der modernen Psychologie. Die Bild- und Tonkomposition sind, wie von Cronenberg-Filmen gewohnt, fantastisch. Michael Fassbender, Viggo Morte...
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Kinostarts der Woche (ab 10. November)

Eine dunkle Begierde Inhalt: Carl Gustav Jung (Michael Fassbender) hat so gut wie all seine Ziele erreicht - er ist Leiter der psychiatrischen Klinik Burghölzli, glücklich verheiratet und erwartet sein erstes Kind. Alles soll sich jedoch ändern, als die junge Russin Sabina Spielren (Keira Knightley) wegen Hysterie in die Züricher Klinik eingeliefert wird. Bei den zahlreichen therapeutischen Sitzungen kommen sich Jung und sein schöne Patientin immer näher. Als die Affäre droht an die Öffentlichkeit zu gelangen, wendet sich Jung von Sabina ab, um seinen guten Ruf als Wissenschaftler nicht zu verlieren. Sabina verspürt währrenddessen den Drang, selbst Psychoanalytikerin zu werden. Also bewirbt sie sich bei Jungs langjährigem Kollegen und Mentor Sigmund Freud (Viggo Mortensen). Dieser nimmt si...
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"Der Herr der Ringe – Die Gefährten" (2001) Kritik

Wie würde Gandalf sagen: "I think there's more to this 'movie' than meets the eye." Lasst mich dazu eine kleine Anekdote erzählen. Da gab es einst einen kleinen Jungen, der eines Tages in der örtlichen Bücherei ganz ungewollt über einen dicken, roten Wälzer stolperte. Er nahm dieses Buch also in seine Hände, setzte sich in die nächste stille Ecke und fing an darin zu blättern. Kurz darauf begann er zu lesen. Nicht ab der ersten Seite. Nein! So etwas macht man als Kind nicht, sondern irgendwo mittendrin fing er an. Es ging um menschenähnliche Geschöpfe namens Hobbits und dann war da ein Zauberer. *Tooooll* Alsbald musste der Junge jedoch wieder nach Hause und so entschied er sich, spontan das Buch auszuleihen. Was nun folgte, waren schlaflose Nächte, so sehr wurde er von der Geschichte i...