Schlagwort: Western

Kritik: Dead Man (USA 1995)
Amazon Prime, Kritiken, Western

Kritik: Dead Man (USA 1995)

Manchen winkt die ewige Nacht. Der Western ist seit Anbeginn der Filmgeschichte eines der beliebtesten und vielfältigsten Genres überhaupt, denn die Ausrichtung der Charaktere und der Handlungsorte kann so unterschiedlich sein, dass diese Welt keine Grenzen zu haben scheint. Dabei muss man natürlich auch über den klassischen Westernhelden hinausblicken, für den die Legende John Wayne Jahrzehntelang Pate stand. Auch Clint Eastwood wurde als wortkarger und ebenso gnadenloser Namenloser zur Legende in diesem Genre und konnte seinen großen Durchbruch mit Colt und zu Pferd feiern. Denkt man an die wichtigsten Westernregisseure, dann kommen zwei Namen in den Sinn, die beide auf den Vornamen Sergio hören. An erster Stelle der wohl bekanntere Sergio Leone, der mit "Spiel mir das Lied vom To...
Netflix-Kritik: The Ballad of Buster Scruggs (US 2018)
Coen Brüder, Filme, Komödie, Kritiken, Netflix, Regisseure, Slider, Streaming, Western

Netflix-Kritik: The Ballad of Buster Scruggs (US 2018)

Mit dem komödienhaften Rache-Drama True Grit (2010) und inbesondere mit dem Neo-Noir-Thriller No Country For Old Men (2007) hat das moderne Kino den Gebrüdern Coen zwei unvergessliche Beiträge zum Western-Genre zu verdanken. Als es allerdings hieß, dass sich die beiden Brüder erneut an ein Western-Projekt wagen würden, welches als episodenhafte Serie für den Streaming-Anbieter Netflix geplant ist, war ich trotz allem, was das amerikanische Kino Ethan und Joel Coen bis heute zu verdanken hat, erst einmal skeptisch gegenüber ihrem neusten Regieprojekt. Würde das Serien-Format den Brüdern liegen? Als vor der Weltpremiere beim diesjährigen Filmfestival in Venedig publik gemacht wurde, dass The Ballad of Buster Scruggs nun doch als Spielfilm veröffentlicht wird, war ich noch gespannter als eh...
Kritik: Feinde – Hostiles (USA 2018)
Drama, Filme, Heimkino, Kritiken, Slider, Western

Kritik: Feinde – Hostiles (USA 2018)

„Sometimes I envy the finality of death. The certainty. And I have to drive those thoughts away when I wake.“ Wenn Scott Cooper (Crazy Heart) seinen Film damit eröffnet, wie Rosalie Quaid (Rosamunde Pike, Gone Girl – Das perfekte Opfer) blutverschmiert und tränenunterlaufen mitansehen muss, wie ein Trupp Komantschen ihre Familie kaltblütig abschlachtet, dann hat das Methode. Jene Bilder stehen nicht für sich selbst, verweisen keinesfalls auf die reine Brutalität der Indianer, sondern einen den Zuschauer mit der eigentlichen Hauptfigur des Filmes, Captain Joseph J. Blocker (Christian Bale, The Dark Knight-Trilogie). Der nämlich hat aufgehört, die Jahre zu zählen, seitdem er sein Handwerk darauf versteht, Indianer auslöschen. Sein Hass allerdings ist nach all den Leichen, die er aufge...
Video: Unser 3. Vlog vom Filmfest München über Western, Blind und Hässlich & Columbus
Cinema Update, Festivals, Podcasts, Slider, Specials, Videos

Video: Unser 3. Vlog vom Filmfest München über Western, Blind und Hässlich & Columbus

Ich bin immer noch auf dem 35. Filmfest München unterwegs und habe mich im dritten Video wieder mit Sophie Charlotte Rieger (Filmlöwin) und Lucas Barwenczik (Longtake-Podcast) getroffen, um über die Festivalfilme zu sprechen. Wir reden über zwei tolle, deutsche Filme: Tom Lass' Mumblecore-Comedy Blind und Hässlich und Valeska Grisebachs beeindruckenden Western Western. Ich grätsche dann nochmal dazwischen und schwärme von Kogonadas Spielfilmdebüt Columbus mit John Cho. Alle Vlogs gibt es auch als Audio-Podcast im Feed von Cinema Update zum Anhören.
Was kann Cannes? – Trailer & Clips u.a. zu Okja, Wonderstruck und Happy End
Slider, Specials, Trailer

Was kann Cannes? – Trailer & Clips u.a. zu Okja, Wonderstruck und Happy End

Während Philippe sich an der Croisette vergnügt und einen Most-Wanted-Film der Redaktion nach dem anderen sieht, bleiben uns Normalsterblichen im grauen Deutschland nur die Clips und Trailer zu den Festivalfilmen. Und glücklicherweise sind das auch gar nicht mal so wenige. Hier ist eine Auswahl der vielversprechendsten Cannes-Filme, die es auch hoffentlich schnellstmöglich zu uns schaffen. 1. Okja von Bong Joon-Ho (Wettbewerb) Der neue Bong (u.a. Snowpiercer) macht im Trailer bereits eine Wahnsinnsfigur, auch wenn Philippe enttäuscht war. Ich bin jedenfalls schon völlig psyched und bedauere nur, dass Okja als Netflix-Film nicht in den Kinos zu sehen sein wird. 2. How To Talk To Girls At Parties von John Cameron Mitchell (Wettbewerb) Elle Fanning spielt ja aktuell gefühl...
Kritik: In a Valley of Violence (USA 2016)
Heimkino, Kritiken, Slider

Kritik: In a Valley of Violence (USA 2016)

You talk too much. Pascals Meinung Die bisherigen Filme von Ti West, primär The House of the Devil und The Innkeepers, begeisterten letztlich durch die offenkundige Genreaffinität, mit der West seine Geschichten bis ins letzte Frame ausstaffierte. Diese ausgeprägte Geneigtheit aber bedeutet nicht nur, dass West ein spürbares Bewusstsein gegenüber traditionellen Genre-Mechanismen aufzeigt, sein Genie indes liegt vielmehr darin, diese Mechanismen zu transzendieren und zu paraphrasieren. Gleiches lässt sich nun auch bei In a Valley of Violence entdecken, einem Western, der so klassisch veranlagt ist, dass man ihn leichtfertig als klischeehaftes Erwärmen altbekannter Handlungskoordinaten verrufen könnte. Natürlich aber geht Ti West weiter, blickt über den Tellerrand des traditionellen ...
Kritik: Hell or High Water (USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: Hell or High Water (USA 2016)

I've been poor my whole life, like a disease passing from generation to generation. But not my boys, not anymore. Dominics Meinung 12 Millionen Dollar. Diese Summe hat die komplette Produktion von Hell or High Water veranschlagt und auch wenn bereits bessere Filme für deutlich weniger Geld gedreht wurden, so ist die Summe trotzdem erstaunlich. Vieles an David Mackenzies Film erweckt den Eindruck er wäre kostspieliger gewesen. In vorderster Front sind es natürlich Darsteller wie Jeff Bridges, Chris Pine und Ben Foster, die den Eindruck einer Multimillionen-Dollar-Produktion evozieren. Doch auch darüber hinaus sind beinahe alle Facetten des Films, angefangen bei der Optik über Kostüme und Ausstattung bis hin zum Soundtrack, hochwertig eingefangen. Natürlich sind 12 Millionen dennoch eine...
Kritik: Preacher – Episode 1 (USA 2016)
Kritiken, Serien, Slider

Kritik: Preacher – Episode 1 (USA 2016)

Do you ever think there are some things so bad even God won't forgive? AMC kann Comics. Soviel steht wohl nach dem Mega-Erfolg des amerikanischen Fernsehsenders mit der Zombie-Serie "The Walking Dead" fest. Denn obwohl die Produktion der Comic-Verfilmung alles andere als reibungslos verlief (die Showrunner kommen und gehen), wurde die Serie seit der ersten Staffel überraschenderweise sehr positiv von Fans der Vorlage aufgenommen. Dabei kann es echt schwierig sein, in diesen Zeiten der meinungsstarken, starrsinnigen Online-Fankultur, dem umfangreichen Mythos einer lange-bestehenden Comicbuch-Reihe gerecht zu werden. Wer gegen die Gesetzte der Comicwelt verstößt, wichtige Charakterzüge ignoriert und Handlungsstränge unnötig verändert, der wird auf brutale Art und Weise von der Online-...
Kritiken

"A Million Ways to Die in the West" (USA 2014) Kritik – Nichts los im Wilden Westen

Autor: Pascal Reis "You really shouldn't drink and horse." Albert ist Inhaber einer Schaffarm und seine Person wird vom Großteil der Bevölkerung des Kleinstadt Old Stumpf eher mit Spott gehandelt. Durch die von der harten Hand seines Vaters geprägte Kindheit sieht Albert im Wilden Westen nur Tod und Ödnis, was ihn selbst zu einem echten Angsthasen gemacht hat, der nicht mal den Weg zum Plumpsklo ohne Bedanken antreten kann. Als ihn dann auch noch seine Freundin Louise verlässt und in die Arme des Schnurrbartträgers Foy flüchtet, sieht sich Albert endgültig auf dem Tiefpunkt angekommen. Mit Anna kommt eines Tages jedoch eine Frau in sein Kaff, die ihm anfangs dabei helfen möchte, zurück zu seiner Louise zu finden, doch zwischen Albert und Anna beginnt das Knistern ebenfalls langsam. Was A...
Kritiken

“Django Unchained” (USA 2012) Kritik – Quentin Tarantino lässt den Western wieder aufleben

Autor: Philippe Paturel “Gentlemen, you had my curiosity… but now you have my attention.” Wir schreiben das Jahr 1858. In den Südstaaten ist es für Schwarze verboten, ohne die Erlaubnis ihrer Landherren eine Beziehung zu führen. Django (Jamie Foxx) und Broomhilda (Kerry Washington) lassen sich davon jedoch nicht abhalten und gehen sogar soweit, dass sie sich als Ehepaar sehen. Die Strafe folgt prompt. Die beiden werden ausgepeitscht und anschließend an verschiedene Sklavenhändler verkauft, damit sie sich nie wieder sehen können. Da Django jedoch Wissen mit sich trägt, welches für den Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) von großer Wichtigkeit ist, wird er schneller wieder zum freien Mann als gedacht. Mit dem einen Ziel vor Augen, seine Frau Broomhilda zu finden, stürzen sich ...