Schlagwort: Woody Harrelson

Kritiken

"Die Wutprobe" (USA 2003) Kritik – Adam Sandler muss die Liebe spüren

"Jetzt sieh mal einer an, die Höhle des zornigen Zebras. Ich rieche die Ausdünstung von Schmerz und Enttäuschung." Adam Sandler ist schon ein grenzwertiger Geschmacksfall. Seinen Beliebtheitsstatus in der Filmwelt oder den Zuschauern kann der Komiker eigentlich nie auf einem konstanten Level halten, ganz zu schweigen von den Kritikern, für die es jedes Mal aufs Neue eine Freude ist, seine Filme in Fetzen zu zerreißen. Wenn man sich eine dieser Komödien mit Sandler in der Hauptrolle ansieht, dann muss man sich in erster Linie auf pubertäre Witze einstellen, die sich gerne um den unsäglichen Fäkalhumor aus der Grundschule klammern, oder ihr Hauptaugenmerk auf die Zone unter der Gürtellinie richten. Mit Niveau hat es der Topverdiener nicht unbedingt, aber seine stumpfe Art kann in den bes...
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"Der schmale Grat" (USA 1998) Kritik – Schönheit, Grauen und unmenschliche Menschlichkeit

"Ist diese Dunkelheit auch in dir?" Die Kriegsthemen sind in der Filmwelt genauso gefragt wie die Tatsachenuntersuchungen von Historikern. Inzwischen hat man allerdings das Gefühl, dass das Kinopublikum und die Kritiker eher genervt die Nase rümpfen, wenn sich ein beliebiger Regisseur wieder einem bestimmten Krieg annimmt und in die Lichtspielhäuser schickt. Gehen wir durch die Jahrzehnte der Filmgeschichte, dann stolpern wir in jedem Jahr über unzählige Kriegsfilme, von denen heutige als klare Klassiker gelten. Einige hochklassige Beispiele wären 'Im Westen nichts Neues', 'Der längste Tag', 'Die durch die Hölle gehen', 'Apocalypse Now' oder 'Das Boot'. Aber nicht alle Regisseure gehen das Thema mit dem nötigen Realismus an und verlieren sich in fragwürdigem Patriotismus, der im schlimm...
Kritiken

"Rampart" (USA 2011) Kritik – Mit Woody Harrelson ist nicht zu spaßen

"Ich sorg hier bloß für Ordnung." Neue Hoffnungen gibt es in der Filmwelt immer wieder. Zumeist sind es Regisseure, vollkommen unbekannt, die aus dem Nichts kommen und einen Debütfilm abliefern, von dem erfahrene Filmemacher nur träumen dürfen. Gute Beispiele wären Sam Mendes, der mit 'American Beauty' gleich einen der besten Filme aller Zeiten ablieferte, Quentin Tarantino mit 'Reservoir Dogs' oder Alejandro González Iñárritu mit 'Amores Perros'. Das ist allerdings nur eine kleine, dafür aber umso hochkarätigere Auswahl von Regisseuren, die ihren Einstieg in die Filmwelt gleich mit einem Meisterwerk begangen und sich längst als Könner erwiesen haben. Als eine dieser neue Hoffnungen für die Zukunft wurde auch der israelische Drehbuchautor und Regisseur Oren Moverman betitelt, der mit se...
Kritiken

"The Messenger" (USA 2009) Kritik – Woody Harrelson ist brillant

Der Inhalt von "The Messenger" ist schnell erzählt. Seargent Will (Ben Foster) wird in den letzten Monaten seines Militärdienstes auf eine heikle Mission geschickt. Zusammen mit Captain Stone (Woody Harrelson) muss er den angehörigen gefallener Soldaten Todesnachrichten überbringen. Captain Tony Stone: "All I ever wanted was to get shot at. Is that too much to ask for, on the battlefield? A battle?" Manchmal sind nur drei Dinge ausreichend, um einen sehr guten Film zu drehen. Eine packende, schockierende Story in einem realistischen Umfeld, grandiose Darstellerleistungen und die perfekte Kameraführung, die immer an der richtigen Stelle ist, um die beiden erstgenannten Punkte optimal in Szene zu setzen. So ein Film ist "The Messenger." Selten passiert es, dass man während eines Filmes ...
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"Die Tribute von Panem – The Hunger Games" (USA 2012) Kritik – 24 Kandidaten, nur einer wird überleben

“They just want a good show, that's all they want.” - “There's 24 of us Gale, only one comes out.” "Die Tribute von Panem - Schnulzenspiele" würde sicherlich besser als Titel für den neuesten Hype aus den Vereinigten Staaten passen. Eine futuristische Gesellschaft, in welcher 24 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren in einem Gladiatorenkampf als Strafe für die Revolutionsversuche der 12 Distrikte von Panem antreten und bis zum Tod kämpfen müssen. Jeder Distrikt muss dafür ein Mädchen und einen Jungen als Tribute stellen. Dabei tritt Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) für den allseits unbeliebten Distrikt 12 an. Diese Geschichte hätte durchaus eine durchdachte, sozialkritische Ohrfeige für Talentshows aller Art, welche Jugendliche und ihre Privatphäre bis auf das letzte Detail ausbeute...
Kritik: No Country For Old Men (USA 2007)
Coen Brüder, Filme, Kritiken, Regisseure, Thriller, Western

Kritik: No Country For Old Men (USA 2007)

Llewelyn Moss: If I don't come back, tell mother I love her. Carla Jean Moss: Your mother's dead, Llewelyn. Llewelyn Moss: Well then I'll tell her myself. Stell dir vor, du spazierst durch eine staubtrockene Wüste irgendwo im Niemandsland von Texas und du stößt zufällig auf eine Horde toter Mexikaner. Das Resultat einer misslungenen Drogenübergabe oder was mag wohl der Grund sein. Und schließlich stolperst du über einen Koffer gefüllt mit zwei Millionen Dollar. Würdest du ihn einfach dort liegen lassen oder ein Risiko eingehen und ihn mit nach Hause nehmen? Diesen und anderen Fragen gehen die Gebrüder Coen in ihrem düsteren Neo-Western-Thriller-Meisterwerk No Country For Old Men auf die Spur. Basierend auf dem Roman von Pulitzer-Preisträger Cormac McCarthy (The Road), erzählt der Fil...