1 Antwort

  1. Karl Valentin
    24. Juni 2012

    Dieser Film hat gleich in jeder Hinsicht enttäuscht. Der Hauptdarsteller mit seinen vulgären verbalen Ausfällen disqualifiziert sich während des Films mehrfach als ernstzunehmender Partner und Mensch, die Hauptdarstellerin findet zum schlechten Schluß des Films dann jedoch zu ihm und zur Glorifizierung der kapitalistischen Lebensweise zurück. Das wird dann als Happy End, bestmöglicher Ausgang und als sehr romantisch verkauft.
    Die Hippies werden einer nach dem anderen als komplett durchgeknallte Individuen dargestellt und mit ihnen wird die Idee der Gewaltlosigkeit Gandhis als unlebbare Spinnerei herabqualifiziert. Die Vermeidung schier unendlichen Tierleids durch die vegane Lebensweise wird als übertieben, unlebbar und nicht ernst zu nehmen offenbart und der Ratschlag übermittelt so zu leben wie es einem das Gefühl vorgibt und sich dabei nicht mit moralischen Bedenken ablenken zu lassen. Die offene Aussprache die die Hippies miteinander praktizieren indem sie ihre Wahrnehmungen, Gefühle und Bedürfnisse austauschen, was zu noch nie erfahrener Nähe führen kann, wird als Klamauk veralbert. Die Droge Ayahuasca wird als psychedelische Partydroge dargestellt und damit das ihr innewohnende Potential beispielsweise in der Drogenentwöhnung sowie der Hilfe in der Auseinandersetzung mit Kindheitstraumen und Katalysator in Selbstfindungsprozessen wird für Menschen dadurch noch unzugänglicher. Dieser Film ist eine herbe Enttäuschung im Sinne einer Aufklärung über die Beweggründe der Hippibewegung, sowie ein Bärendienst im Sinne einer ernsthaften Auseinandersetzung mit sich selbst und der Befreiung vom verkrusteten kapitalistischen Gedankengebäude.

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