"World Invasion: Battle L.A." Kritik

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„Independence Day“- ganz gut, „Transformers 1“ – sehenswert, „District 9“ – Meisterwerk. Es scheint also, als hätte sich eine positive Wandlung im Genre der Sci-Fi-Invasionen vollzogen. Ende letzten Jahres erschien dann der erste Trailer zu „World Invasion: Battle L.A.“, welcher bei mir eine seltene Euphorie und Vorfreude auslöste.

Schließlich erscheinen die ersten Kritiken: Haufenweise negative Meinungen und Zerrisse des Films. Ich schaue ihn mir trotzdem an, denn so schlecht kann er doch nicht sein, oder? Doch er kann! „World Invasion: Battle L.A.“ schafft es nicht nur katastrophal zu sein, sondern ist das schlimmste Szenario, welches man sich vorstellen kann. Eine unfassbare Beleidigung für das Sci-Fi-Genre und die Filmkultur. Stereotype Charaktere, in diesem Fall die amerikanischen Soldaten, die natürlich alle nicht sterben dürfen. Der eine ist noch Jungfrau, die Frau des Nächsten schwanger, bla bla bla, damit fängt das Chaos an. Und eines muss man dem Film zugestehen, das Chaos beherrscht er perfekt. Die Dialoge gehören zu den miesesten der letzten Jahre: „Shit, ich wäre lieber in Afghanistan“ oder „Wenn sie nochmal den Anschluss verlieren, werde ich Sie persönlich suchen und erschießen!“, jaja, die Amis sind schon harte Kerle *würg*. Es folgt eine Logiklücke nach der anderen (Szene: Die Küsten werden evakuiert; spätere Szene: der erste Angriff der „Aliens“ kommt und alle Zivilisten befinden sich immer noch am Strand von L.A.). Hallo, geht’s noch?! Die Darsteller spielen unter aller Sau, selbst Michelle Rodriguez vermag dem Film keinen optischen Reiz zu verleihen, da sie, abgesehen von ihrem Gesicht, von der Uniform umhüllt ist. Die Kameraführung sorgt für Augenkrebs, nichts bekommt man mit. Ein Kommentar zum Drehbuch ist mir viel zu wieder, denn eine Story ist nicht vorhanden, und alles andere (Wendung, Spannung, Charaktere) ist so durchschaubar wie die sauberste Fensterscheibe.

Viel mehr werde/möchte ich auf diesen Schund gar nicht eingehen, daher fasse ich es kurz: Dies ist der bisher schlechteste Sci-Fi-Actioner aller Zeiten, ein grausamer Mix aus „Black Hawk Down“ und „District 9“, der selbst in der Inszenierung und mit seinen Effekten zu keinem Moment den eben genannten das Wasser reichen kann. Spart euch das Geld, schont euer Leben, „World Invasion: Battle L.A.“ ist patriotisches, dummes, sinnloses Actioneinerlei, das in jedem erdenklichen Aspekt eine Bruchlandung erleidet. Hierfür wurde das Kino NICHT erfunden!

Bewertung: 1/10 Sternen

3 Comments

  • Ich glaube, jetzt bewirkst Du genau das Gegenteil bei mir: ich will auch den schlechtesten Film aller Zeiten sehen :))
    Komm, ist der schlimmer als Starship Troopers oder irgendein Emmerich? Ehrlich gesagt, war ich heute kurz davor reinzugehen hatte mich dann aber für Paul entschieden.

    • Hi, erstmal vielen Dank für die Freundschaftsannahme! 😉
      Ja der Film ist eine Katastrophe, schlechter als Emmerich und schlechter als Starship Troopers sowieso, denn letzterer ist einfach ein wahnsinns Film, einfach einzigartig, in seiner Art und Weise einzigartig. Zudem besitzt Starship Troopers viel mehr Inhalt als man beim ersten sehen glaubt… 😉 Gerne schreibe ich mal eine Kritik zu diesen… wenn der Wunsch besteht? -.-
      Wie war Paul?

      • Ok Starship Troopers ist sicherlich Geschmackssache. Ich habe den ersten Teil sicherlich drei mal gesehen, aber nie so richtig lieb gewonnen.
        Tja Paul… eigentlich ist er ziemlich schwach für einen Buddy-Film mit Simon Pegg und Nicky Frost. Er ist leicht schleppend, hat seine Momente und muss der vollständigkeithalber natürlich gesehen werden. Ich bin noch etwas hin- und hergerissen wie ich ihn beurteilen soll.

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