Schlagwort: Luis Bunuel

Kritiken

"Jung & Schön" (FR 2013) Kritik – Kann Prostitution auch seelische Freiheit bedeuten?

Autor: Pascal Reis „Es hat mir gefallen, mich zu verabreden.“ Francois Ozon gehört in die Reihe aktiver französischer Filmemacher, die nicht darauf erpicht sind, einer klaren thematischen Kategorisierung unterstellt zu werden. Ob der gebürtige Pariser nun in seinem nächsten Werk wieder eine beschwingte Komödie inszenieren wird, ein Loblied auf die Rhetorik, auf die Möglichkeit, sich seine eigene Welt zu erschaffen oder ob es dann doch einen abgründigen Thriller geben wird, bleibt von Mal zu Mal spannend. Sicher sind Ozons Arbeiten dabei nicht immer auf einer exakten qualitativen Stufe anzutreffen, interessant und vielseitig liest sich sein bisheriges Schaffen ohne Wenn und Aber. Mit seinem vierzehnten Film „Jung & schön“, der ihm gleichzeitig seine erst zweite Einladung für den Wettbew...
Kritiken, Kurzfilme

Kurzfilm "Der andalusische Hund" (FR 1929) Kritik – Der Ursprung des Surrealismus

'Der andalusische Hund', der 1929 seine Uraufführung in Paris „feierte“, ging als erster Skandalfilm in die Kinogeschichte ein. Auch heute noch hat Luis Bunuels Avantgardefilm nichts von seiner Kraft verloren und schafft es, 83 Jahre später, immer noch die Leute ohne Halt in seinen völlig eigenwilligen, aber doch so anziehenden Bann zu reißen. Luis Bunuel wollte hier einen seiner Träume und einen Traum des Künstlers Salvador Dali verfilmen und verweben. Der Film selbst hat keinen linearen Handlungsverlauf und verknotet die Aufenthaltsorte wie Jahreszeiten nach Belieben. Die berühmte Anfangsszene, in der einem Mädchen mit einem Rasiermesser das Augen durchtrennt wird, gehört zu den unvergesslichsten Momenten der Filmgeschichte. Heute wie damals brennt sich dieser Moment einfach in die Kö...