Filmkritiken

Kritik zu „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“: Never-ending Mindfucks
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Kritik zu „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“: Never-ending Mindfucks

Kritik von Michael Gasch Social Media Parodie à la Verbinski: Good Luck, Have Fun, Don't Die Das Werk Gore Verbinskis könnte nicht diverser ausfallen. Vom Fantasy-Abenteuer-Blockbuster (Fluch der Karibik) über existenzialistische Dramen (The Weather Man) bis hin zum Western (The Lone Ranger) und dem Horrorfilm (The Ring, A Cure for Wellness) finden sich die unterschiedlichsten Genres und Motive. Nun ist er mit Good Luck, Have Fun, Don't Die im Science-Fiction-Comedy-Genre angekommen. Ein Mann (Sam Rockwell) verkündet dabei in einem Diner in Los Angeles: Er ist aus der Zukunft und auf der Suche nach einer Gruppe von Menschen, um die Welt zu retten. Was sich im ersten Moment nach dem nächsten Terminator-Verschnitt anhört, entpuppt sich als Film mit doppeltem und dreifachem Boden über uns...
Kritik zu „The Testament of Ann Lee“: Dieser Film spaltete Venedig
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Kritik zu „The Testament of Ann Lee“: Dieser Film spaltete Venedig

Kritik von Michael Gasch - erstmals zu lesen am 1. September 2025, gesehen im Rahmen der 82. Filmfestspiele von Venedig 2025. Kontrovers: The Testament of Ann Lee von Mona Fastvold „Gott würfelt nicht“, soll Albert Einstein einst bemerkt haben. Gemeint war die Ablehnung des Zufalls - eine Haltung, die sich dieser Tage auch auf die Filmfestspiele von Venedig übertragen lässt. Denn reiner Zufall war es wohl nicht, dass Regisseurin Mona Fastvold exakt denselben Premierenslot (Sala Darsena um 19:15 Uhr) erhielt, den im Vorjahr ihr Ehemann und kreativer Partner Brady Corbet mit The Brutalist bespielte. Seit über einem Jahrzehnt arbeiten die beiden nun schon zusammen und durchweg alle ihrer jüngsten Werke feierten ihre Weltpremieren in Venedig. Der Umstand, dass Corbets Werk als monumental r...
Kritik zu „Nouvelle Vague“: Richard Linklaters Godard-Film
Aktuelle Filmnews, Biografie, Drama, Festival de Cannes, Filmkritiken, Französischer Film, Im Kino, Komödie

Kritik zu „Nouvelle Vague“: Richard Linklaters Godard-Film

Kritik von Philippe Paturel – erstmals zu lesen am 18. Mai 2025, gesehen im Rahmen des Wettbewerbs der 78. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. "Zum Glück liebt die Kamera die beiden." Die Magie des künstlerischen Austauschs zu beobachten, wenn Agnès Varda bei einer Tasse Kaffee mit Jean-Luc Godard plaudert; mitzuerleben, wie Godard aus dem Pariser Kino Le Champo kommt; oder zu sehen, wie die Kameraarbeit im Guerrilla-Stil zur Anwendung kam; oder, oder, oder… Nouvelle Vague ist wirklich ein purer nostalgischer Kinogenuss. Und wer hätte die 20 Drehtage von Außer Atem mit mehr Spontaneität, Lebendigkeit und Authentizität nachstellen können als Richard Linklater? Der US-amerikanische Regisseur ist bekannt für dialoglastige Werke wie die Before-Trilogie, mit denen er sein Gespür für...
Kritik zu „Eddington“: Ari Asters Pandemie-Satire
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Kritik zu „Eddington“: Ari Asters Pandemie-Satire

Kritik von Philippe Paturel – erstmals zu lesen am 16. Mai 2025, gesehen im Rahmen des Wettbewerbs der 78. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. "It will value your life. You should think twice." Der Regisseur von Hereditary und Midsommar ist zurück - und mit Eddington liefert Ari Aster sein bisher kompromisslosestes Werk, das erstmals auch wirkliche politische Sprengkraft entfaltet. Inmitten der glamourösen Kulisse von Cannes 2025 sorgt der Film prompt beim Einsetzen der Credits für hitzige Debatten. Eddington ist ein wuchtiger, verstörender Abstieg in die Abgründe von Fanatismus, Macht, Manipulation und Ideologie - getragen von Asters unverkennbarem Gespür für psychologischen Terror und gesellschaftliche Zerrüttung. Wer dachte, Aster hätte mit Midsommar das Maximum an emotionale...
Kritik zu „The Running Man“: Eine gelungene Neuverfilmung?
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Kritik zu „The Running Man“: Eine gelungene Neuverfilmung?

Kritik von Philippe Paturel – erstmals zu lesen am 11. November 2025. Eine gelungene Neuverfilmung: The Running Man von Edgar Wright Die Zukunft des Fernsehens ist grausam: In der Show „The Running Man“ werden Menschen zu Spielfiguren in einem makabren Wettlauf ums Überleben. Profikiller jagen sie für den Nervenkitzel der Massen, und Millionen Zuschauer verfolgen jeden Schuss, jeden Schrei – live, ungefiltert und voller Begeisterung. Dafür wartet auf die Teilnehmer*innen am Ende der 30-tägigen Challenge ein stolzes Preisgeld. Die Krux an der Sache ist: Bisher hat noch niemand diese 30 Tage überlebt. Dieser dystopischen Welt nach Stephen King hat sich nun Edgar Wright angenommen, der damit nach Filmen wie Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt und Baby Driver erneut ein a...
Kritik zu „Marty Supreme“: Timothée Chalamet als Tischtennisprofi
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Kritik zu „Marty Supreme“: Timothée Chalamet als Tischtennisprofi

Kritik von Julian Bonsu – erstmals zu lesen am 9. Januar 2026. Dieser Film beherrscht das Spiel: Marty Supreme von Josh Safdie Im vergangenen Herbst feierten gleich zwei neue Safdie-Filme Premiere. Zum ersten Mal jedoch präsentierten die Brüder Josh und Benny zwei getrennte Werke - beides Sportfilme. Zuerst kam Benny, der seinen Film The Smashing Machine in Venedig vorstellte. Ein bewegendes, jedoch ziemlich konventionelles Biopic über den Mixed Martial Arts Kämpfer und Wrestler Mark Kerr, welches keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Einen Monat später, bei einer unangekündigten Sondervorführung des New Yorker Filmfests (auf die allerdings schon im Voraus viel spekuliert wurde), präsentierte Josh seinen mit Spannung erwarteten Film Marty Supreme - kein reines Sportd...
Kritik zu „Scarlet“: Überzeugt Mamoru Hosodas Anime-Abenteuer?
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Kritik zu „Scarlet“: Überzeugt Mamoru Hosodas Anime-Abenteuer?

Kritik von Michael Gasch – erstmals zu lesen am 4. September 2025, gesehen im Rahmen der 82. Filmfestspiele von Venedig 2025. Eine Prinzessin in der Welt der Toten: Scarlet von Mamoru Hosoda Neben Hayao Miyazaki und Makoto Shinkai zählt Mamoru Hosoda zu den prägenden Stimmen des japanischen Animationsfilms. In seinen Filmen wie Das Mädchen, das durch die Zeit sprang, Mirai oder auch Belle finden sich dabei wiederkehrende Themen. Stets geht es um Familie, aber auch die Motive Vergangenheit, Erinnerung und Zeit. Nun stellte Hosoda seinen neuesten Anime-Film Scarlet auf den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig vor. Im Mittelpunkt steht die titelgebende Prinzessin, die sich in einem Reich zwischen Leben und Tod wiederfindet. Nicht nur geht es darum, den Tod ihres Vaters zu rächen, sond...
Kritik zu „Is This Thing On?“: Stand-up-Comedy als Selbsttherapie
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Kritik zu „Is This Thing On?“: Stand-up-Comedy als Selbsttherapie

Kritik von Michael Gasch Stand-up-Comedy als Selbsttherapie: Is This Thing On? von Bradley Cooper In den Regiearbeiten von Bradley Cooper sind stets zwei Symboliken erkennbar. Auf der einen Seite findet sich im gefeierten Regiedebut A Star Is Born als auch in dem Nachfolgewerk Maestro der „Funke“ im Menschen, der entweder hell leuchtet oder im Begriff ist, zu erlöschen. Das Symbol des Sterns, gleichermaßen ein Zeichen von Distanz, Größe und Projektion, steht dem kleinen Individuum dabei entgegen. In großer Distanz schwebend wird Bezug genommen auf Themen wie Leidenschaftlichkeit und den Drang, etwas Großes zu erschaffen. Passend heißt es da auch im Oscar-prämierten Song „Shallow“: Tell me something, girl. Are you happy in this modern world? Or do you need more? Is there something else ...
Filmtrailer-Ticker: Alle Highlights auf einen Blick
Aktuelle Filmnews, Demnächst im Kino, Trailer

Filmtrailer-Ticker: Alle Highlights auf einen Blick

💡 Hier findest du alle aktuellen Filmtrailer der Woche – von großen Blockbustern bis zu Indie-Perlen. Speichere diese Seite gerne als Lesezeichen – neue Trailer erscheinen hier fast täglich! 🎬 (Letztes Update: 13.02.2026) Februar 2026 📽️ Erster Trailer zu Jane Schoenbruns Teenage Sex and Death at Camp Miasma mit Gillian Anderson (Kinostart noch unbekannt) 📽️ Erster Trailer zu Markus Schleinzers Rose mit Sandra Hüller (Kinostart 30. April) 📽️ Finaler Trailer zu Der Astronaut - Project Hail Mary mit Ryan Gosling (Kinostart 19. März) 📽️ Erster Trailer zu Hirokazu Kore-edas Sheep in the Box (Kinostart noch unbekannt) 📽️ Neuer Trailer zu Ready or Not 2: Here I Come mit Sarah Michelle Gellar und David Cronenberg (Kinostart: 9. April) 📽️ Neuer Trailer zu Kristoffer Borgli...
Kritik zu „Shine – Der Weg ins Licht“: Erstmals auf 4K Blu-ray
Aktuelle Filmnews, Biografie, Drama, DVD & Bluray, Filmkritiken, Musikfilm

Kritik zu „Shine – Der Weg ins Licht“: Erstmals auf 4K Blu-ray

Kritik von Marc Trappendreher Genialität als Grenzerfahrung: Shine - Der Weg ins Licht neu in 4K Shine – Der Weg ins Licht ist ein Film, der sich der klassischen Dramaturgie des Künstlerbiopics nur vordergründig bedient. Hinter der Erzählung vom Aufstieg, Fall und einer vorsichtigen Rückkehr des australischen Pianisten David Helfgott verbirgt sich eine wesentlich komplexere Auseinandersetzung mit dem Streben nach künstlerischer Perfektion – und mit dem Preis, den ein Mensch dafür zu zahlen bereit oder gezwungen ist. Die neue 4K Ultra HD Veröffentlichung von Capelight Pictures bietet nun Anlass, dieses Werk jenseits seines kanonisierten Rufes wieder zu betrachten. Der Film eröffnet mit dem Ergebnis eines Zusammenbruchs: Ein erwachsener Helfgott, körperlich anwesend, geistig j...