Komödie

Kritik zu „Bitteres Fest“: Pedro Almodóvar zurück in Madrid
Aktuelle Filmnews, Demnächst im Kino, Drama, Festival de Cannes, Filmkritiken, Komödie

Kritik zu „Bitteres Fest“: Pedro Almodóvar zurück in Madrid

Kritik von Julian Bonsu Zurück in Madrid: Bitteres Fest von Pedro Almodóvar Keine zwei Jahre nach seinem englischsprachigen Spielfilmdebüt, The Room Next Door, kehrt Pedro Almodóvar mit seinem neuen Film, Bitteres Fest (Amarga Navidad), in die Kinos zurück - dieses Mal wieder in seiner Muttersprache Spanisch. Für Fans von Almodóvars skurriler, gefühlvoller und bunter Welt ist Bitteres Fest wortwörtlich ein Fest für die Sinne. Endlich kann man für circa zwei Stunden wieder in das sinnliche Madrid seiner Filmwelt eintauchen, in kraftvollem Rot baden und in Alberto Iglesias wunderbar opulenter Filmmusik schwelgen. In der Tat sind diese Eigenschaften, zusammen mit der Darstellung von tiefem Drama in Kombination mit komischem Humor, schon seit Jahrzehnten zu Erkennungsmerkmalen eines Almod...
Kritik zu „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“: Never-ending Mindfucks
DVD & Bluray, Filmkritiken, Komödie, Science Fiction / Fantasy

Kritik zu „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“: Never-ending Mindfucks

Kritik von Michael Gasch – erstmals zu lesen am 10. März 2026. Social Media Parodie à la Verbinski: Good Luck, Have Fun, Don't Die Das Werk Gore Verbinskis könnte nicht diverser ausfallen. Vom Fantasy-Abenteuer-Blockbuster (Fluch der Karibik) über existenzialistische Dramen (The Weather Man) bis hin zum Western (The Lone Ranger) und dem Horrorfilm (The Ring, A Cure for Wellness) finden sich die unterschiedlichsten Genres und Motive. Nun ist er mit Good Luck, Have Fun, Don't Die im Science-Fiction-Comedy-Genre angekommen. Ein Mann (Sam Rockwell) verkündet dabei in einem Diner in Los Angeles: Er ist aus der Zukunft und auf der Suche nach einer Gruppe von Menschen, um die Welt zu retten. Was sich im ersten Moment nach dem nächsten Terminator-Verschnitt anhört, entpuppt sich als Film mit d...
Kritik zu „Marty Supreme“: Timothée Chalamet als Tischtennisprofi
Biografie, Drama, DVD & Bluray, Filmkritiken, Komödie

Kritik zu „Marty Supreme“: Timothée Chalamet als Tischtennisprofi

Kritik von Julian Bonsu – erstmals zu lesen am 9. Januar 2026. Dieser Film beherrscht das Spiel: Marty Supreme von Josh Safdie Im vergangenen Herbst feierten gleich zwei neue Safdie-Filme Premiere. Zum ersten Mal jedoch präsentierten die Brüder Josh und Benny zwei getrennte Werke - beides Sportfilme. Zuerst kam Benny, der seinen Film The Smashing Machine in Venedig vorstellte. Ein bewegendes, jedoch ziemlich konventionelles Biopic über den Mixed Martial Arts Kämpfer und Wrestler Mark Kerr, welches keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Einen Monat später, bei einer unangekündigten Sondervorführung des New Yorker Filmfests (auf die allerdings schon im Voraus viel spekuliert wurde), präsentierte Josh seinen mit Spannung erwarteten Film Marty Supreme - kein reines Sportd...
Kritik zu „No Other Choice“: Park Chan-wooks nächster Geniestreich?
Asiatischer Film, Drama, DVD & Bluray, Filmkritiken, Komödie, La Biennale di Venezia, Thriller

Kritik zu „No Other Choice“: Park Chan-wooks nächster Geniestreich?

Kritik von Marc Trappendreher – erstmals zu lesen am 29. August 2025, gesehen im Rahmen der 82. Filmfestspiele von Venedig 2025. Grauzonen des Überlebens: No Other Choice von Park Chan-wook Mit No Other Choice legt Park Chan-wook eine Adaption des Romans "The Ax" von Donald Westlake vor. Im Mittelpunkt steht Man-soo (Lee Byung-hun, Star aus I Saw the Devil und Squid Game), ein entlassener Angestellter, der als Familienvater unter enormem Druck steht. Der Verlust seines Jobs zwingt ihn, den Arbeitsmarkt als gnadenlosen Konkurrenzkampf zu erleben, in dem die Grenzen zwischen fairer Bewerbung und rücksichtsloser Eliminierung verschwimmen. Was als nachvollziehbare Verzweiflung beginnt, entwickelt sich sukzessive zu einer Spirale der Gewalt, die Ausdruck einer grotesken Überlebenslogik ist ...
Kritik zu „Teenage Sex And Death At Camp Miasma“: Ein neuer Slasher-Klassiker?
Aktuelle Filmnews, Demnächst im Kino, Festival de Cannes, Filmkritiken, Horror, Komödie

Kritik zu „Teenage Sex And Death At Camp Miasma“: Ein neuer Slasher-Klassiker?

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Ein neuer Slasher-Klassiker: Teenage Sex and Death at Camp Miasma von Jane Schoenbrun Unter den US-amerikanischen Regisseuren des modernen Kinos gibt es zwei, die schon seit Jahren vereinzelt immer wieder durchscheinen. Programmatisch geht es in den Werken von David Robert Mitchell (It Follows, Under the Silver Lake) und Jane Schoenbrun (zuletzt I Saw the TV Glow) um etwas nicht ganz Greifbares in der menschlichen Kultur. Es ist, als würde sie irgendwie über uns stehen – gemeint ist symbolisch die gesamte globalisierte Welt, wird sie doch am meisten von amerikanischer Soft Power geprägt. Nicht etwa ein Produkt des Menschen ist sie, sondern eine eigene und pulsierende Entität, welche von eine...
„The Electric Kiss“: Kritik zum Cannes-Eröffnungsfilm
Aktuelle Filmnews, Demnächst im Kino, Festival de Cannes, Filmkritiken, Französischer Film, Komödie

„The Electric Kiss“: Kritik zum Cannes-Eröffnungsfilm

Kritik von Michael Gasch – gesehen im Rahmen der 79. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Eine sehenswerte Reise in die Belle Époque: The Electric Kiss von Pierre Salvadori Eigentlich startet The Electric Kiss (La Vénus électrique) zu Beginn recht verworren. Der vom Tod seiner Frau traumatisierte Maler Antoine (Pio Marmaï) stößt auf dem Jahrmarkt voller aufregender Schausteller und Illusionisten auf die „Elektrifizierte Venus“ Suzanne (Anaïs Demoustier), die den Schaulustigen mit ihrer elektrisierenden Performance für ein paar Sekunden dem Atem raubt. Eine Verwechslung später findet sie sich als selbstinszeniertes Medium in dem großen Anwesen des Malers wider. Fortan soll sie eine Verbindung mit seiner verstorbenen Frau namens Irène (Vimala Pons) herstellen. Gleichermaßen gelangt...
Kritik zu „Therapie für Wikinger“: Mads Mikkelsen als John-Lennon-liebender Sonderling
Drama, DVD & Bluray, Filmkritiken, Komödie, La Biennale di Venezia

Kritik zu „Therapie für Wikinger“: Mads Mikkelsen als John-Lennon-liebender Sonderling

Kritik von Michael Gasch – erstmals zu lesen am 30. August 2025, gesehen im Rahmen der 82. Filmfestspiele von Venedig 2025. Mads Mikkelsen als John-Lennon-liebender Sonderling: Therapie für Wikinger von Anders Thomas Jensen Anders Thomas Jensen (Helden der Wahrscheinlichkeit und zuletzt King’s Land) präsentiert auf den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig sein neuestes Werk Therapie für Wikinger. Es mag wie ein Wikingerfilm klingen - und dies wäre nach dem Historiendrama King’s Land gar nicht so abwegig - jedoch handelt es sich um ein modernes Familiendrama über männliche Vergangenheitsbewältigung. Auch wenn die Risse in der menschlichen Seele offengelegt werden und es düster wird - ganz im Geiste Jensen - gab es bis dato keinen anderen Film auf dem Filmfestival, der so viel Geläch...
Kritik zu „Manche mögen’s heiß“: Billy Wilders ikonische Komödie in 4K
Aktuelle Filmnews, DVD & Bluray, Filmkritiken, Komödie

Kritik zu „Manche mögen’s heiß“: Billy Wilders ikonische Komödie in 4K

Kritik von Marc Trappendreher Masken, Begehren und ein Koffer voller Illusionen – Billy Wilders flirrender Komödien-Klassiker der Identitäten Manche mögen's heiß erstmals in Deutschland in 4K Ein Zug schneidet durch die Nacht, als würde er nicht nur Raum, sondern Wirklichkeiten durchqueren. Hinter den Fenstern flackert Licht, Stimmen überschlagen sich, Gelächter mischt sich mit Nervosität – und irgendwo zwischen Kofferstapeln, Federn und falschen Wimpern beginnt sich eine Ordnung aufzulösen, die eben noch unverrückbar schien. Manche mögen's heiß (Some Like It Hot) ist ein Film in Bewegung: eine rasende Flucht, die sich unmerklich in eine Reise ins Ungewisse verwandelt – dorthin, wo Identitäten nicht mehr feststehen, sondern ausprobiert werden. Die Handlung setzt im Chicago d...
Kritik zu „Rental Family“: süßer als Zuckerwatte
Asiatischer Film, DVD & Bluray, Filmkritiken, Komödie

Kritik zu „Rental Family“: süßer als Zuckerwatte

Kritik von Margarita Eliseeva – erstmals zu lesen am 4. Oktober 2025, gesehen beim Filmfest Hamburg 2025. Brendan Fraser in Japan: Rental Family von Mitsuyo Miyazaki Japan boomt. Als touristisches Ziel, als Ort zum Einwandern und natürlich als Filmkulisse für westliche Produktionen. Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel einer solchen Filmproduktion ist Sofia Coppolas Lost in Translation (2003). Aber auch Wim Wenders Perfect Days (2023) oder David Leitchs Bullet Train mit Brad Pitt (2022) bekommen viel Aufmerksamkeit. Nun erscheint Rental Family, geschrieben von HIKARI aka Mitsuyo Miyazaki, deren bisher prominentestes Werk die Mitarbeit an der Serie BEEF (2023) sein dürfte. Die Regisseurin stammt aus Japan, hat aber in den USA studiert und arbeitet aktuell zum großen Teil auch dort. ...
Kritik zu „Roofman“: Channing Tatum als Hochstapler
Drama, DVD & Bluray, Filmkritiken, Komödie

Kritik zu „Roofman“: Channing Tatum als Hochstapler

Kritik von Michael Gasch – erstmals zu lesen am 20. November 2025. Channing Tatum als Der Hochstapler: Roofman von Derek Cianfrance Das Filmgenre des Caper Movies (auch Heist Movie) blickt auf eine große Geschichte zurück. Klassiker sind dabei Jules Dassins Rififi (1955), Stanley Kubricks The Killing (1956), Jules Dassins Topkapi (1963), bis hin zu wegweisenden Klassikern der 70er Jahre wie Vier im roten Kreis von Jean Pierre Melville, Der Clou von George Roy Hill sowie Hundstage von Sidney Lumet. Im Zentrum steht dabei immer ein komplizierter Einbruch, ein Raub oder eine anderweitig gewiefte Betrügerei, gefolgt von unterschiedlichen narrativen Verläufen. Diverse Motive sind dabei auszumachen – sei es die Flucht vor dem Gesetz (Kriminologie), der Anfang eines neuen Lebe...