Schlagwort: Robin Williams

Kritiken

"Der Club der toten Dichter" (USA 1989) Kritik – Der wahre Wert des Lebens

"Das Mark des Lebens in sich aufnehmen heißt nicht, am Knochen zu ersticken" Wer sich für die Poesie und Lyrik interessiert und auch einen Faible für diese literarischen oder sprachlichen Bereichen hat, der wird zugeben, dass es kaum etwas schöneres gibt, als sich in den Wort- und Satzkreationen vergangener wie moderner Poeten zu verlieren und gleichermaßen zu schwelgen. Ob stille Dramen oder große Epen, die Literatur eröffnet uns ganze poetische wie lyrische Welten der Grenzenlosigkeit, voller Romantik und Schönheit. Doch nicht nur in Schreibform auf Papier ist Poesie und Lyrik reizvoll, sondern auch auf Zelluloid gebrannt und in den großen Lichtspielhäusern kann man Filme über diese wunderbaren Dinge erleben, in dem sich Regisseure in ihrer ganz eigenen visuellen oder erzählerischen P...
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"König der Fischer" (USA 1991) Kritik – Die Realität des Verrückten

"Ich bin der Hausmeister Gottes." Terry Gilliam ist schon ein ganz besonderer und spezieller Fall für sich. Das ehemalige Monty Python Mitglied, der nicht nur für die britische Truppe vor der Kamera stand, sondern auch ihre legendäre Klassiker 'Die Ritter der Kokosnuss' und 'Der Sinn des Lebens' inszeniert, kann nicht immer jeden Geschmack erreichen. Wie schon die genannten Python-Komödien, die auch nicht jedermanns Sache waren, setzte Gilliam seine Solokarriere ebenso eigenwillig wie eindrucksvoll fort. Schaut man sich seine Filmografie genau an, wird man schnell feststellen, was mit eigenwilliger Regie gemeint ist. Filme wie 'Fear and Loathing in Las Vegas', '12 Monkeys' oder 'Brazil' genießen natürlich Kultstatus, sind aber, aufgrund ihrer doch untypischen Erzählweisen und Aufmachung...
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"Good Will Hunting" (USA 1997) Kritik – Ein Genie zwischen Mathematik und Liebe

Autor: Pascal Reis "You're not perfect, sport, and let me save you the suspense: this girl you've met, she's not perfect either. But the question is whether or not you're perfect for each other." Der Traum von Unendlichkeit: Manche brauchen dafür nicht einmal ihre Augen schließen und sind mittendrin, während andere ihm Zeit ihres Lebens hinterher eifern und infolgedessen unter ihm begraben werden. „Good Will Hunting“ berichtet von beiden Segmenten, um seinen Fokus aber auf eine weitere Möglichkeit zu legen, die sich quasi zwischen alle Stühle setzt: Will Hunting (Matt Damon, „Liberace“) nämlich könnte sich durch sein kognitives Vermögen problemlos für die Nachwelt unsterblich machen. Er könnte nicht nur das Titelplatt renommierter Zeitschriften zieren, ihm würden ganze Bücher gewidmet, K...
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"Insomnia" (USA 2002) Kritik – Al Pacino im Nebel der Lügen

"Ein guter Cop kann nicht schlafen, weil ihm ein Teil des Puzzles fehlt und ein schlechter Cop kann nicht schlafen, weil sein Gewissen ihn plagt." Christopher Nolan standen nach seinem (überbewerteten) Erfolg mit 'Memento' alle Türen für sein neues Projekt offen und Nolan nutzte diese Möglichkeiten. Mit seinem tollen und eiskalten Psycho-Thriller 'Insomnia' von 2002 stellt er sein Können eindrucksvoll unter Beweis. Die kalten Töne aus 'Memento' sind geblieben, mit dem Unterschied, dass 'Insomnia' diese mit tollen Bildern der atemberaubenden Landschaft von Alaska in Verbindung bringen kann. So ist 'Insomnia' visuell direkt über jeden Zweifel erhaben. Der unaufdringliche, fast unscheinbar schleichende Score von David Julyan passt sich genau dem ruhigen Stil des Films an und macht ihn sch...
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"One Hour Photo" (USA 2002) Kritik – Robin Williams zwischen Sucht und Einsamkeit

"Die wenigsten Leute machen Schnappschüsse von den kleinen Dingen, einem benutzten Heftpflaster, vom Tankwart an der Ecke, der Wespe auf dem Marmeladenbrot. Aber gerade diese Dinge sind es, die das wahre Bild unseres Lebens wiedergeben." Es gibt immer wieder diese Schauspieler, von denen man gewisse Rollen nicht unbedingt erwartet hätte. Einer dieser Schauspieler ist Robin Williams. Den meisten wohl eher im Komödien-Genre ein Begriff. Doch immer wieder zeigte er sein Können im ernsten Bereich, zum Beispiel in 'König der Fischer' oder auch 'Good Will Hunting'. Wobei er in beiden Filmen auch den einen oder anderen Lacher gewinnen kann. Anders als in 'One Hour Photo' von 2002. Im Psycho-Thriller von Mark Romanek fährt Williams ganz groß auf, doch das allein macht leider keinen großen Film ...