Schlagwort: Stanley Kubrick

Kritiken

Regisseure im Fokus: Verführung, Politik, Freiheit, Rise & Fall – Vier Werke des Stanley Kubrick

Autoren: Sebastian Groß, Pascal Reis "Spartacus" (USA 1960) "And maybe there's no peace in this world, for us or for anyone else, I don't know. But I do know that, as long as we live, we must remain true to ourselves." „Spartacus“ – Die einzige Auftragsarbeit des legendären Visionärs Stanley Kubrick. Mit gebundenen Händen und den wachsamen Augen von Kirk Douglas im Nacken, der „Spartacus“ produzierte, musste sich Kubrick am Drehbuch von Dalton Trumbos entlanghangeln und gleichzeitig auf die künstlerischen Freiheiten verzichten, die ihn in seiner späteren Laufbahn zu der unantastbaren Koryphäe machten, die er heute für die Filmwelt darstellt. Geschadet haben ihm diese Beschränkungen letzten Endes nicht, hat er doch zum einen im Jahre 1975 mit „Barry Lyndon“ sein ganz eigenes Epos inszeni...
Kritiken

"Wege zum Ruhm" (USA 1957) Kritik – Stanley Kubricks Plädoyer für die Menschlichkeit

"Gentlemen of the court, there are times that I'm ashamed to be a member of the human race and this is one such occasion." „Wege zum Ruhm“ steht für Stanley Kubricks belangvolles Plädoyer für die in Kriegstagen vergrabene Menschlichkeit. Eine ganz bestimme Szene ist signifikant für das rangorientierte „Miteinander“ innerhalb des 701. Regiments: Der widerwärtige General Paul Mireau durchquert die Schützengräben auf der Suche nach dem Gefühl des Sieges, nahezu verschlossen vor der Realität stolziert er an den verwundeten und ausgelaugten Soldaten vorbei, um ihnen dann mit einem mehr als deplatzierten Antreibungsspruch den letzten Willen für das Vaterland zu kämpfen endgültig zu nehmen. Die Uniform des Generals ist geschniegelt, kein Spritzer Dreck haftet an ihr, sein Gesicht zeigt Frohmut...
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Die 10 besten Regisseure aller Zeiten – Conrad-Mildner stellt seine Lieblinge vor

So, nachdem im April Souli und dexter-morgan ihre Filmemacher des Herzens gelistet haben, will ich es ihnen gleich tun. Viele der bereits genannten Filmemacher finde ich natürlich auch super und ich werde mich ein wenig bemühen neue Namen ins Spiel zu bringen, soweit es mein Herz zulässt, versteht sich. 10. Hans-Christian Schmid Schmid ist mein liebster deutscher Gegenwartsfilmer und das obwohl er den von mir sehr verhassten "Crazy" gedreht hat. Seine sonstige Filmografie ist dagegen bemerkenswert und lässt sich schwerlich in so neue feullitonistische Begriffe wie "Berliner Schule" usw. einordnen. Lieblingsfilm: Requiem 9. Christopher Nolan Abseits des Hypes sollte man sich mal ruhig auf die Couch setzen und Nolans Filme genauer betrachten, die seit seinem Debüt "Following" einen ...
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Die 10 besten Regisseure aller Zeiten – Jervis-Tetch stellt seine Lieblinge vor

Nachdem uns bereits Souli und Dexter-Morgan ihre Top 10 Listen vorgestellt haben, mache ich nun den Abschluss und präsentiere euch meine Top 10 der besten Regisseure aller Zeiten. Platz 10: Quentin Tarantino Auf keinen trifft der Ausdruck "Kult" so passend wie auf Tarantino. Die Dialoge, die Figuren, die Geschichten, die Musik, etc. etc. All das vermag er so gut zu kombinieren wie wohl kaum ein zweiter Regisseur. Lieblingsfilm: „Inglourious Basterds“ Platz 9: David Fincher Meist düster und bedrohlich, doch er kann auch märchenhaft schön: David Fincher ist ein wahrer Meister seines Fachs. Kaum ein anderer Regisseur schafft es, seine Bilder so stimmungsvoll musikalisch zu unterlegen und somit atmosphärisch dichte Kinomomente der Extraklasse zu erzeugen. Lieblingsfilm: „Fight Club“ ...
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"Shining" (GB/US 1980) Kritik – Jack Nicholson im Rausch des Wahnsinns

"Ich fasse dich nicht an. Ich werde dir nur den Schädel zertrümmern." 5 Jahre nach seinem Historienepos 'Barry Lyndon' meldete sich der britische Regisseur Stanley Kubrick mehr als eindrucksvoll zurück. Mit 'Shining', der auf dem gleichnamigen Roman von Autorenlegende Stephen King basiert, bewies Kubrick mal wieder seine schier endlose Vielschichtigkeit und sein Talent, wirklich in jedem Genre ein Meisterwerk abliefern zu können. 'Shining' ist vordergründig ein Horrorfilm, doch hinter dieser Fassade einer der komplexesten Filme der Geschichte. Die wahrhaft idyllischen Naturaufnahmen wurden von John Alcott, ein Meister seines Fachs, in überwältigende Bilder verpackt und sind gleich zu Anfang ein wahrer Augenschmaus. Sein ganz großes Können entfaltet Alcott aber bei den Kamerafahrten dur...
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"Eyes Wide Shut" (GB/US 1999) Kritik – Ein sexuelle Odyssee durch die Traumwelt

"Und ein Traum, ist niemals nur ein Traum." Am 7. März des Jahres 1999 verließ uns einer der besten und prägendsten Regisseure der Filmgeschichte: Stanley Kubrick. Mit Filmen wie 'Uhrwerk Orange', '2001' und 'Full Metal Jacket' schrieb er immer wieder Filmgeschichte. Sein letzter Film, 'Eyes Wide Shut', der kurz vor seinem Tod fertiggestellt wurde, kann sich ohne weiteres in die Reihe seiner großen Meisterwerke stellen. Der Film lebt von seiner unbändigen und kraftvollen Atmosphäre. Die kalten Bilder, mit dem ständigen erotisch-bedrohlichen Unterton, zählen zu den fesselndsten der Filmgeschichte. Dazu das minimalistische Klavierstück, das trotz seiner Einfachheit, das Maximum an Wirkung entfachen kann und jeden in einen Rausch zieht, aus dem es kein Entkommen gibt. Aber auch der tolle ...
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"Full Metal Jacket" (USA 1987) Kritik – Stanley Kubrick und die Bestie Krieg

"Die tödlichste Waffe der Welt ist ein Marine mit seinem Gewehr! Es ist euer Killerinstinkt, der voll da sein muss, wenn ihr im Kampf überleben wollt! Euer Gewehr ist nur ein Instrument! Töten kann nur ein Herz aus Stahl!" Der Krieg hat viele Gesichter, doch allesamt sonnen sie sich in Sinnlosigkeit und unbeschreiblicher Gewalt. Viele große Regisseure widmeten sich schon dieser Bestie, einige von ihnen mussten sie selbst durchleben. Die filmischen Ergebnisse sind dabei immer unterschiedlich. Mal durchwachsen, schwach und täuschend, mal meisterhaft und erschreckend ehrlich. Wenn sich eine Legende wie der einzigartige Stanley Kubrick, diesem Thema, dem Vietnamkrieg, annimmt, dann darf man etwas Besonderes erwarten. 'Full Metal Jacket' aus dem Jahre 1987 ist in jedem Fall ein grandioser An...
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Klassiker-Tipp der Woche "Uhrwerk Orange" (USA 1971) Kritik – Kubricks Oper der Gewalt

"Der Durango 95 schnurrte nur so los, richtig Horrorshow, und ein warmes Vibrato verbreitete sich in unserem Bauch. Und bald, meine Brüder gab's überhaupt nur noch Bäume und Dunkelheit, die im Schwarz der Landnacht zusammenflossen." Stanley Kubrick. Ein Name der aus der Filmwelt nicht mehr wegzudenken wäre. Ein Regie-Titan der die Filmwelt mit seinen Filmen nicht nur bereicherte sondern auch ungemein prägte. Er hat uns kunstreiche und philosophische Welten eröffnet die uns heute noch berühren und beeindrucken wie am ersten Tag. Mit seiner visionären Gewalt-Odyssee 'Uhrwerk Orange' von 1971 erschuf Kubrick eine meisterhafte, brutale und zeitlose Zukunftsvision aktueller denn je. Alex stiehlt, schändet und mordet wie ein gewissenloses Raubtier. Man verhaftet ihn und sperrt ihn ein. Er wi...