2 Antworten

  1. Thomas
    20. April 2016

    Zum Thema digitale Nachbearbeitung von Schauspielern: Ihr erwähnt, dass das Aussehen von Darstellern ja schon immer „manipuliert“ wurde und nennt Marlene Dietrich als Beispiel dafür, dass sowohl Make-up als auch entsprechende Beleuchtung schon immer Standard waren und die digitale Nachbearbeitung somit evtl. einfach nur eine Weiterentwicklung in dem Bereich ist. Ich halte diese Erklärung für grundlegend falsch, wenn man Film als etwas versteht, das einen bestimmten Moment in einer Inszenierung exakt so einfängt (ob fotochemisch oder digital ist egal) – mit den handwerklichen Mitteln der Filmkunst, wie etwa der Beleuchtung, bestimmten vorteilhaften Kamerawinkeln etc. Die digitale Nachbearbeitung würde das Ende von genau diesem Verständnis von Film bedeuten und da bin ich als cinephiler Mensch ganz ehrlich (und pessimistisch) und muss sagen: Wenn das in Hollywood der Standard wird, werde ich mir keine Hollywood-Filme mehr ansehen.

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    • Conrad Mildner
      21. April 2016

      Das ist ein guter Punkt, aber auch da sehe ich die Grenze sehr diffus, da auch schon früher Einzelbilder nachträglich manipuliert wurden (s. Doppelbelichtungen, Matte Paintings etc.). Dieses exakte Einfangen eines Moments ist in diesen Beispielen mMn streitbar. Was „exakt“ konkret bedeutet müsste da wohl geklärt werden.

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