Schlagwort: Ben Foster

Kritik: Feinde – Hostiles (USA 2018)
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Kritik: Feinde – Hostiles (USA 2018)

„Sometimes I envy the finality of death. The certainty. And I have to drive those thoughts away when I wake.“ Wenn Scott Cooper (Crazy Heart) seinen Film damit eröffnet, wie Rosalie Quaid (Rosamunde Pike, Gone Girl – Das perfekte Opfer) blutverschmiert und tränenunterlaufen mitansehen muss, wie ein Trupp Komantschen ihre Familie kaltblütig abschlachtet, dann hat das Methode. Jene Bilder stehen nicht für sich selbst, verweisen keinesfalls auf die reine Brutalität der Indianer, sondern einen den Zuschauer mit der eigentlichen Hauptfigur des Filmes, Captain Joseph J. Blocker (Christian Bale, The Dark Knight-Trilogie). Der nämlich hat aufgehört, die Jahre zu zählen, seitdem er sein Handwerk darauf versteht, Indianer auslöschen. Sein Hass allerdings ist nach all den Leichen, die er aufge...
Kritik: Hell or High Water (USA 2016)
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Kritik: Hell or High Water (USA 2016)

I've been poor my whole life, like a disease passing from generation to generation. But not my boys, not anymore. Dominics Meinung 12 Millionen Dollar. Diese Summe hat die komplette Produktion von Hell or High Water veranschlagt und auch wenn bereits bessere Filme für deutlich weniger Geld gedreht wurden, so ist die Summe trotzdem erstaunlich. Vieles an David Mackenzies Film erweckt den Eindruck er wäre kostspieliger gewesen. In vorderster Front sind es natürlich Darsteller wie Jeff Bridges, Chris Pine und Ben Foster, die den Eindruck einer Multimillionen-Dollar-Produktion evozieren. Doch auch darüber hinaus sind beinahe alle Facetten des Films, angefangen bei der Optik über Kostüme und Ausstattung bis hin zum Soundtrack, hochwertig eingefangen. Natürlich sind 12 Millionen dennoch eine...
Kritik: Inferno (USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: Inferno (USA 2016)

Humanity is the disease, Inferno is the cure. Das kam zusammen, was zusammen gehört: Ron Howard, erfolgreicher Hollywood-Regisseur von Gefälligkeitsware wie A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn oder Rush – Alles für den Sieg inszenierte mit dem wohl niemals negativ behafteten Tom Hanks die Verfilmung eines der erfolgreichsten Bücher der letzten Jahre. Als 2006  Sakrileg – The DaVinci Code in die Kinos kam löste der Film einen rigorosen Boom aus. Überall ging es um Verschwörungen, Illuminaten, Freimaurer und die Geheimnisse der Kirche. Ein Trend der sich einige Zeit hielt und erneut aufkochte, als die Fortsetzung Illuminati (eigentlich ein Prequel) über die Leinwände flimmerte. Da verwunderte es schon, dass die nächste Dan Brown-Verfilmung stolze acht Jahre auf sich warten ließ. Doc...
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"Lone Survivor" (USA 2013) Kritik – Im afghanischen Dickicht lümmeln die Patrioten

Autor: Pascal Reis "We wanted that fight at the highest volume. The loud fight. The loudest, coldest, hottest, most unpleasant of the unpleasant fights." Amerika gilt als verheißungsvoller Auftakt für die Verwirklichung großer Träume; Amerika steht aber auch ebenso für die letzte Ruhestätte jener Illusionen, denen man leichtgläubig Zeit seines Lebens hinterherjagt. Der amerikanische Traum fungiert als Metronom für den dumpfen Takt im Herzen der zähnefletschenden Leistungsgesellschaft und mediale Parolen sind der Inbegriff für den Irrglauben, der unzählige Menschen im Schatten der Nationalflagge zerbrechen ließ. Um sich in einem solch imperialistischen Land durchzusetzen, benötigt man nicht nur Glück, das die lose Phrase „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ in die Tat umsetzen kann, sondern ...
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"Rampart" (USA 2011) Kritik – Mit Woody Harrelson ist nicht zu spaßen

"Ich sorg hier bloß für Ordnung." Neue Hoffnungen gibt es in der Filmwelt immer wieder. Zumeist sind es Regisseure, vollkommen unbekannt, die aus dem Nichts kommen und einen Debütfilm abliefern, von dem erfahrene Filmemacher nur träumen dürfen. Gute Beispiele wären Sam Mendes, der mit 'American Beauty' gleich einen der besten Filme aller Zeiten ablieferte, Quentin Tarantino mit 'Reservoir Dogs' oder Alejandro González Iñárritu mit 'Amores Perros'. Das ist allerdings nur eine kleine, dafür aber umso hochkarätigere Auswahl von Regisseuren, die ihren Einstieg in die Filmwelt gleich mit einem Meisterwerk begangen und sich längst als Könner erwiesen haben. Als eine dieser neue Hoffnungen für die Zukunft wurde auch der israelische Drehbuchautor und Regisseur Oren Moverman betitelt, der mit se...
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"30 Days of Night" (USA 2007) Kritik – Josh Hartnett im Kampf gegen Vampire

"Ich will nicht mehr mit dem hier spielen. Wollt ihr vielleicht mit mir spielen?" Vergleicht man den Mythos Vampir zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, dann wird man die klaren Unterschiede mit Leichtigkeit erkennen können. Zusammengefasst könnte man sagen, der Vampir ist inzwischen Salonfähig geworden und hat s einiges von seiner unvergleichlichen Aura und dem bissigen Schrecken verloren. Heute sind es Filme wie 'Twilight', in denen die Vampire bis zum Anschlag ausgeschlachtet werden und Mädchen sich nicht mehr von ihnen fürchten, sondern sie sogar süß finden und am liebsten einen ganz eigenen Untoten als Freund hätten. Auch Sachen wie 'Van Helsing' oder 'Blade: Trinity', in denen der berüchtigte Graf Dracula gleich zweimal mit schrecklich seelenlosen Darstellungen entehrt und...
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"The Mechanic" (USA 2011) Kritik – Ben Foster geht in die Lehre bei Jason Statham

Autor: Pascal Reis "Good judgment comes from experience and a lot of that comes from bad judgment." „Töte nie jemanden, wenn Du ein Motiv hast“, erklärt Arthur Bishop (Jason Statham) seinem Gesellen und Schützling Steve McKenna (Ben Foster). Ein echter Profikiller, oder, noch verwegener ausgedrückt, ein echter Mechanic, funktioniert nur dann, wenn er sein Handwerk losgelöst von jedem emotionalen Strang ausführen kann. Ja, diese Branche entledigt sich ihrer Menschlichkeit von vornherein, gewissenhafte Instanzen scheinen nur hemmender Ballast, jedenfalls ist das auf dem Papier so gelagert. Dieser „The Mechanic“ von 2011, entstanden unter der Regie von Simon West, ein relativ freies Remake des Charles-Bronson-Klassikers „Kalter Hauch“, aber geht einen irritierenden Weg, um sein pedantisch ...
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"Contraband" (USA 2012) Kritik – Die Vergangenheit lässt Mark Wahlberg nicht los

"Man sollte bei dem bleiben, was man kann." Immer deutlicher macht es sich bemerkbar, dass es nicht nur amerikanische Schauspieler oder Regisseure sind, die in der Filmwelt Fuß fassen können, sondern auch ausländische, die ihre Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellen und damit klarmachen, dass es noch unzählige Könner gibt, auch über den großen Teich hinaus. Da dürfen wir von Ang Lee ("Brokeback Mountain"), Oren Moverman ("The Messenger"), oder dem einstigen Wunderkind M.Night Shymalan ("The Happening") sprechen, auch wenn dieser inzwischen nur noch ein Schatten seiner tollen Anfangszeit ist. Aber auch in Europa findet man genügend Talente, welche sich langsam im Land der unbegrenzten Möglichkeiten austoben können. Ob es der Unger Nimrod Antal, der Däne Nicolas Winding Refn oder d...
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"The Messenger" (USA 2009) Kritik – Woody Harrelson ist brillant

Der Inhalt von "The Messenger" ist schnell erzählt. Seargent Will (Ben Foster) wird in den letzten Monaten seines Militärdienstes auf eine heikle Mission geschickt. Zusammen mit Captain Stone (Woody Harrelson) muss er den angehörigen gefallener Soldaten Todesnachrichten überbringen. Captain Tony Stone: "All I ever wanted was to get shot at. Is that too much to ask for, on the battlefield? A battle?" Manchmal sind nur drei Dinge ausreichend, um einen sehr guten Film zu drehen. Eine packende, schockierende Story in einem realistischen Umfeld, grandiose Darstellerleistungen und die perfekte Kameraführung, die immer an der richtigen Stelle ist, um die beiden erstgenannten Punkte optimal in Szene zu setzen. So ein Film ist "The Messenger." Selten passiert es, dass man während eines Filmes ...
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"Todeszug nach Yuma" (USA 2007) Kritik – Der Western lebt!

"Die Seite an ihnen gefällt mir, Dan." Der Western lebt! Zwar nicht mehr so intensiv wie früher, aber es gibt ihn noch. Zum Glück kann man sagen. Mit Filmen wie 'Open Range', 'Jesse James' und zuletzt 'True Grit' wurde dem Genre immer wieder neues Leben eingehaucht. 2007 konnte Regisseur James Mangold mit dem Film 'Todeszug nach Yuma' das Genre ebenfalls mal wieder so richtig aufleben lassen und inszeniert einen hochspannenden und vielschichtigen Film der jedem Western-Fan das Herz öffnet. Der Bürgerkriegsveteran Dan Evans hält sich und seine Familie gerade so mit einer Ranch in Arizona über Wasser. Mit seinen Söhnen beobachtet er einen brutalen Postkutschenüberfall des berüchtigten Ben Wade und seiner Bande. Der hartgesottene Kopfgeldjäger McElroy ist der einzige Überlebende, den Evan...