Schlagwort: Brian De Palma

Kritik: Sisters – Schwestern des Bösen (USA 1972)
Filme, Heimkino, Horror, Kritiken, Retro, Slider, Thriller

Kritik: Sisters – Schwestern des Bösen (USA 1972)

Erinnere dich!Grace Collier (Jennifer Salt) beobachtet wie ein Mann in der Wohnung gegenüber bestialisch ermordet wird. Als die Polizei nichts findet bzw. nichts finden will, macht sich Grace selbst auf den Täter zu finden. Bei der Suche stößt sie auf den Fall eines verschwundenen, siamesischen Zwillingspaares. Nicht im Geringsten fällt es leicht das zu glauben, was da auf dem Bildschirm vor sich geht. Selbst wenn man Alfred Hitchcocks Werk in und auswendig kennt und man sogar die Handlung von Sisters - Die Schwestern des Bösen (beinahe) mühelos vorhersehen kann, man glaubt es doch nicht. Schwarzer Engel (1976), Brian de Palmas Durchbruch, mag zwar die stringentere Hitchcock-Hommage sein, aber sie ist auch gefährlich nah am Plagiat. Sisters dagegen zerlegt Hitchcock in seine Einze...
Podcast: DPUDS #7: Böse Schwestern kommen nicht in den Himmel
Der Perser und die Schwedin, Podcasts, Slider

Podcast: DPUDS #7: Böse Schwestern kommen nicht in den Himmel

Die neue Folge von Der Perser und die Schwedin war zwar schon lange Zeit im Kasten, aber ich habe es vergeigt, sie auch zu schneiden. Die Schuld liegt also eindeutig bei mir. Oder wie es Sebastian formuliert:Ich möchte hier eines ganz deutlich sagen: Diesmal – dieses EINE mal – bin ich nicht schuld. Also, dass die Folge wieder was gedauert hat.Anyway, hier die neue Folge, in der wir über Albert Brooks’ Defending Your Life und Brian De Palmas Sisters reden. Ihr könnt raten, welcher Film von wem war. Also, wenn ihr ein Erfolgserlebnis braucht oder so. Genau Rendezvous im Jenseits und Schwestern des Bösen sind die besprochenen Filme. Viel Spaß dabei! [soundcloud url="https://api.soundcloud.com/tracks/327562662" params="color=ff5500&auto_play=false&hide_related=false&sh...
Kritiken

„Passion“ (FR/DE/GB 2012) Kritik – Der alte Mann kann’s nicht mehr

Autor: Jan Görner"But you have to love me. You have to!"Bis in die 1970er Jahre hinein war es in Deutschland durchaus gängige Praxis, dass verdiente Profifußballer nach Karriereende einen Autohandel oder wenigstens eine Lotto-Annahmestelle eröffneten. Eine solche Altersregelung für scheidende Regisseure gibt es freilich nicht und so ist es vielleicht auch zu erklären, dass der inzwischen immerhin 72-jährige Brian De Palma noch immer Filme macht. Spätestens seit dem Monumental-Flop „Mission to Mars“ in einem Formtief hatte sich De Palma mit seinen letzten beiden Filmen „Black Dahlia“ und „Redacted“ trotz guter Ansätze nicht an alte Stärken rankämpfen können. Mit dem artifiziellen Erotikthriller „Passion“ hat der Altmeister nun die Talsohle erreicht.Geld, Macht, Sex – die schöne Chris...
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"The Untouchables" (USA 1987) Kritik – Im Kampf gegen Al Capone

"Diese Stadt stinkt wie ein Bordell bei Ebbe!"Brian De Palma hat sich in seiner Laufbahn dreimal der Mafia angenommen. Das Ergebnis davon: drei der besten Mafiafilme überhaupt. Seine Unangefochtene Nummer Eins ist und bleibt der legendäre 'Scarface' mit Al Pacino aus dem Jahr 1983. Aber auch 'Carlito's Way', der gerne als „melancholischer Scarface“ bezeichnet wird, ebenfalls mit Al Pacino, ist ein starker Vertreter des Genres und machte es uns allen klar, dass De Palma dieses Genre verstand und aufdecken konnte. Der dritte Film ist der Thriller 'The Untouchables' aus dem Jahre 1987, den er allerdings nicht aus der Sicht der Gangster erzählte, sondern um die Polizisten, die den echten Mafiaboss Al Capone schnappen wollten. Brian De Palma beherrschte sein Handwerk, 'Die Verdammten des Kr...
Kritik: Scarface (USA 1983) – Der Aufstieg und Fall des Tony Montana
Drama, Filme, Kritiken

Kritik: Scarface (USA 1983) – Der Aufstieg und Fall des Tony Montana

I tell always the truth. Even when I lie.Brian de Palma war nie der Künstler, der allein mit seinem Namen die großen Publikumsmengen in die Kinos locken konnte. Nicht selten war der Mann aus New Jersey den Filmstudios sogar ein enervierender Dorn im Augen. Wenn wir uns jedoch retrospektiv der Karriere von Brian De Palma annehmen, dann dürfen wir zum einen feststellen, dass diese Animositäten nicht von ungefähr kommen, so expressiv De Palma zum Teil mit den Grenzen des guten Geschmack gespielt hat – und wie oft jene auch überschritt -, zum anderen aber auch, dass De Palma nicht nur einen Klassiker in seinem Leben inszenierte, sondern eine ganze Bandbreite dieser vorzuweisen hat: „Carrie“ „Blow Out“, „Die Unbestechlichen“ und sein kommerziell erfolgreichster Film „Mission: Impossible...
Kritiken

"Mission: Impossible" (USA 1996) Kritik – Meisterhaftes Thriller-Kino

"Diese Leute sind darauf trainiert Geister zu sein. Wir haben ihnen das beigebracht, verdammt nochmal."Im Jahr 1996 erfand Brian de Palma mit 'Mission Impossible' das Agenten-Genre neu. De Palma, der lange kein Kassenmagnet mehr war, konnte im Jahr 1983 mit 'Scarface' seinen letzten großen Erfolg feiern. Äußerst tragisch, denn auch nach 'Scarface' drehte er mit Filmen wie 'The Untouchables', 'Die Verdammten des Krieges' und 'Carlito's Way' drei der besten Genre-Beiträge überhaupt, die an den Kinokassen wirklich jeden Dollar verdient hätten. Nun stand wie gesagt das Jahr 1996 vor der Tür und der nicht sehr beliebte de Palma brachte eine Kinoversion von der 70er Jahre Serie Kobra, übernehmen Sie! heraus, die in Deutschland einen eher übersichtlichen Erfolg hatte. De Palma bewies mal wied...
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"Die Verdammten des Krieges" (USA 1989) Kritik – Zwischen Moral und Pflicht

Autor: Pascal Reis„Diese Männer haben Scheiße gebaut. Aber wenn Sie jetzt formell gegen sie Anzeige erstatten, ist dem Mädchen damit in irgendeiner Weise geholfen?“Brian DePalma's 'Die Verdammten des Krieges' von 1989 basiert auf einem wahren Vorfall während des Vietnamkrieges im Jahr 1966. Ein emotionales Meisterwerk über ein moralisches Dilemma während des Krieges. In 'Die Verdammten des Krieges' geht es um den Frischling Eriksson der einem Trupp angehört, der eine junge Vietnamesin entführt und nacheinander vergewaltigt. Eriksson fühlt die meisten Schuldgefühle, obwohl er das Mädchen als einziger nicht vergewaltigt hat.Die Hauptrollen des Films übernehmen Michael J. Fox und Sean Penn. Fox spielt den unerfahrenen, warmherzigen von Schuldgefühlen geplagten und mehr und mehr traumati...
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Klassiker-Tipp der Woche "Carlito’s Way" (1993)

'Carlito's Way' ist ein meiner Meinung nach viel zu unbeachtetes Meisterwerk, ein Filmjuwel, mit Al Pacino in einer seiner besten Rollen, ein zutiefst menschliches und zugleich brutales Drama. Ja, der Film ist für mich mehr ein Drama, denn ein Mafiafilm. Denn mit solch bis in die kleinste Nebenrolle wunderbar ausgearbeiteten Charakteren habe ich selten mitgefiebert, was mitunter wohl erklären dürfte, warum ich den Film schon an die 30 Male gesehen habe. Aber von was handelt der Film eigentlich?Der ehemalige Drogendealer und Killer Carlito Brigante (Al Pacino) wird nach 5 Jahren vorzeitig aus dem Knast entlassen. Er möchte kein kriminelles Leben mehr führen und beginnt legal Geld zu verdienen um mit seiner Freundin Gail (Penelope Ann Miller) ein neues Leben zu beginnen. Doch Brigante k...