Schlagwort: Chiwetel Ejiofor

Kritik: Maria Magdalena (GB 2018)
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Kritik: Maria Magdalena (GB 2018)

„I will not be silent, I will be heard.“ Nachdem er mit seinem ersten Langfilm Lion die auf wahren Hintergründen beruhende Geschichte des in Indien geborenen Schriftstellers Saroo Brierley inszenierte, der im Kindesalter sein Zuhause verlor, von einem australischen Paar adoptiert wurde und schließlich im Erwachsenenalter mithilfe von Google Earth seine Heimat wiederfinden konnte, widmet sich Regisseur Garth Davis in seinem neuen Werk einem biblischen Stoff. Dabei handelt es sich bei dem Film, in dem Joaquin Phoenix die Rolle des Jesus spielt, in erster Linie um eine Art Ehrwürdigung für die titelgebende Maria Magdalena, die Jesus neben den anderen männlichen Aposteln begleitet haben soll und auch bei dessen Auferstehung am Grab als einzige Zeugin anwesend war. Den Überlieferungen de...
Kritik: Doctor Strange (USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: Doctor Strange (USA 2016)

This isn't Medicine. This is Mania. Kevin Feige, sozusagen der Chef der Marvel Studios, hält die Zügel fest in der Hand. Warum auch nicht, denn aus wirtschaftlicher Sicht hat sich das noch recht junge Filmstudio bislang keinen Fauxpas geleistet. Jeder Film erweist sich an den internationalen Kinokassen als Erfolg, so dass der Produzent sich nun auch traute riskante Marvel-Helden auf die Leinwand zu bringen. Riskant in der Hinsicht, dass sie neue Welten ins cineastische Universum des Konzerns einfügen. Kannten wir bislang die Welt von Captain America und Iron Man, kam später mit den Guardians of the Galaxy auch eine Sci-Fi-Ebene hinzu, die nun mit der Welt der Magie in Doctor Strange erweitert wird. Doch viel Neues fügt das Reich der Magie nicht ins Marvel Cinematic Universe ein. Da...
Die Welt steht Kopf: Neuer Trailer zu Doctor Strange
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Die Welt steht Kopf: Neuer Trailer zu Doctor Strange

https://www.youtube.com/watch?v=HSzx-zryEgM Es wird magisch im neuen Trailer zu Doctor Strange mit Benedict Cumberbatch (The Imitation Game): Nachdem der renommierte Neurochirurg bei einem Autounfall so schwer verletzt wurde, dass er seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann, reist er ins ferne Tibet um bei einer Heilerin (Tild Swinton) mehr über sich und eine mystischen Dimension voller alternativer Realitäten zu lernen und zum mächtigsten Magier aller Zeiten zu werden. Neben Hollywood-Beau Cumberbatch und der glatzköpfigen Tild Swinton, werden unter anderem Chiwetel Ejiofor (12 Years a Slave), Mads Mikkelsen (Hannibal), Scott Adkins (Zero Dark Thirty) und Rachel McAdams (Spotlight) zu sehen sein. Kinostart in Deutschland ist der 27. Oktober 2016. Wie gefällt euch der neue Trailer?...
Kritik: Z for Zachariah (USA 2014)
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Kritik: Z for Zachariah (USA 2014)

I ain't seen anyone alive for over a year. Eingefallene Industriekomplexe, deprimierende Ruinenlandschaften, abgerodete Wälder – und inmitten dieser Bruchsteine der Vergangenheit zieht der Mensch traurige Striche. Das so vielfältige Sujet der Dystopie, welches durch Filme wie Die Tribute von Panem – The Hunger Gamer, Die Bestimmung – Divergent und Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth dieser Tage eine fragwürdige Hochkonjunktur feiern durfte, verfügt über eine klare Ikonographie des Zerfalls. Wenn wir von der (Post-)Apokalypse sprechen, dann sprechen wir zuvorderst von Schauwerten, von massenwirksamen Oberflächenreizen, die unsere Perzeption dahingehend stimulieren, das Gedankenspiel anzuregen, wie es wohl wäre, wenn Mutter Erde nicht mehr unserer bunt-belebten Heimat gleichen wür...
Kritik: Triple 9 (USA 2016)
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Kritik: Triple 9 (USA 2016)

 Your job: out-monster the monster, then get home at the end of the night. Wenn Filmstars Räuber und Gendarm spielen dürfen, dann prallen oft große, auffällige, öfters etwas überzogene schauspielerische Leistungen aufeinander, während der Plot diesem Duell der Egos vorsichtshalber aus dem Weg geht. Das Paradebeispiel für diese Art Cop-Thriller ist und bleibt nach über 20 Jahren Michael Manns Meisterwerk "Heat". Wie in keinem anderen Film werden hier die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Seiten, den Hütern und den Zerstörern des Rechts, dargestellt. Personifiziert werden das vermeintlich Gute und das tragische Böse in dem Film von Al Pacino und Robert DeNiro, zwei Schauspiel-Legenden, die hier immer abwechselnd die Leinwand dominieren. Mann fand in dem Spiel zwischen Pacino und DeN...
Kritiken

"12 Years a Slave" (USA, UK 2013) Kritik – Südstaaten-Drama in Hochglanzoptik

Autor: Stefan Geisler "I don't want to survive. I want to live." Der britische Filmemacher Steve McQueen gehört momentan zu den gefragtesten Regisseuren Hollywoods und das obwohl er mit dem Südstaaten-Sklaven-Drama „12 Years a Slave“ gerade erst seinen dritten Spielfilm in die Kinos gebracht hat. Dass McQueen einmal zu den großen der Branche gehören würde, lies sich schon in seinem IRA-Gefängnis-Drama „Hunger“ erkennen, denn bereits hier konnte der ehemalige Fotograf und Video-Installationskünstler sein außerordentliches Gespür für eindrucksvolle Aufnahmen und stimmungsvolle Plansequenzen unter Beweis stellen. McQueens Filme sind Leinwand-Kunstwerke, die von der ersten bis zur letzten Minute gnadenlos durchdacht wirken. Umso erstaunlicher, dass er es bei solch verkopften Aufnahmen immer ...