Schlagwort: James Wan

Kritiken

"Annabelle" (USA 2014) Kritik – Puppenterror aus der Retorte

Autor: Pascal Reis „May God have mercy on your soul!“ Dass James Wan das kontemporäre Horrorkino für sich in Anspruch genommen hat, würde man zu gerne als Schnellschussgerücht herunterbrechen, doch es ist genau die Person des in Malaysia geborenen und in Australien aufgewachsenen Filmemachers, die in den letzten Jahren die kommerziellen Erfolge in diesem doch reichlich abgebrannten Genre einfahren durfte. Nachdem sein spottbillig produzierter Indie-Streifen „Saw“ 2004 auf reichlich Gegenliebe gestoßen ist und ein unsägliches Franchise auf den Plan rief, folgte im Jahre 2010 „Insidious“. Angelehnt an den altmodischen Grusel, wie man ihn in den ehrenvollen 1970er Jahren noch in qualitativer Verlässlichkeit um die Ohren geschlagen bekommen hat, bewies Wan mit „Insidious“ vor allem, dass in ...
Kritiken

"Conjuring – Die Heimsuchung" (USA 2013) Kritik – Die Rückkehr des klassischen Gruselkinos

Autor: Stefan Geisler "Look what she made me do." Knarzende Dielen, klappernde Fenster und unerklärliche Laute aus dem Keller: Das klassische Gruselkino ist wieder auf die große Leinwand zurückgekehrt. Endlich definiert sich Horror nicht mehr alleine durch die Menge an Kunstblut, die während magenverdrehender Schnetzelorgien vergossen werden. Regisseure wie Ti West („The Innkeepers“) oder Lucky McKee („The Woman“) sind die neuen Hoffnungsträger des Genres und bringen mit ihrem fast schon altmodischen Grusel einen frischen Wind in das blutrünstigste aller Film-Genres. Denn diese Regisseure erinnern uns daran, dass es keinen größeren Horror geben kann, als der, der sich in unserem Kopf abspielt. Zu den neuen Größen des Horrorkinos gehört auch James Wan. Dieser sorgte bereits 2004 mit der F...
Kritiken

"Insidious" (USA 2010) Kritik – Nichts Neues aus dem Hause Wan

"Nicht das Haus ist von Geistern besessen, sondern ihr Sohn." Nach den Folterorgien wie 'Saw' und 'Hostel' überschwemmt ein neues Übel unsere geliebte Filmlandschaft: die Poltergeister. Mit der 'Paranormal Activity'-Reihe und co werden die Zuschauer wieder angelockt und die Kinosäle gefüllt. Im Jahr 2010 hat es dann auch 'Insidious' in die Kinos geschafft und Regisseur Wan, auch für den ersten Teil von 'Saw' verantwortlich, will neue Grusel-Maßstäbe setze, entlockt mir jedoch nur ein müdes Kopfschütteln und lautes gähnen. 'Insidious' spielt zu 90% in finsteren Zimmer und dunklen Fluren. Das allein kann natürlich keine stimmige Grusel-Atmosphäre erzeugen. Der Film ist halt einfach nur dunkel. Mit Handkamera bewaffnet ruckelt sich der Film von Anfang bis Ende über den Bildschirm Das soll...