Schlagwort: John Cusack

Kritik: Puls (US 2016)
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Kritik: Puls (US 2016)

Don't be sorry because there is nothing to be sorry about yet. Immer wieder formte Stephen King in Romanen und Kurzgeschichten die Kritik an der technologischen Abhängigkeit des Menschen in Horror um. In seinem Roman Puls von 2006 war der moderne Mobilfunk in Kings Fokus geraten und schnell meldete sich Hollywood und kündigte ein Interesse an dem Stoff an. Namen wie Eli Roth fielen, doch dann wurde es still um das Projekt, bis es fast schon überraschend 2015 umgesetzt wurde. Unter der Regie von Paranormal Activity 2-Regisseur Tod Williams, dessen Karriere mit The Door in the Floor 2004 so verheißungsvoll begann, versammeln sich John Cusack und Samuel L. Jackson in der Verfilmung und schüren damit Hoffnungen, dass Puls eine der wenigen gelungenen King-Verfilmungen ist. Immerhin spielten ...
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Kritik: Maps to the Stars (CA, US 2014)

Autor: Conrad Mildner "Niemand tritt zufällig in unser Leben. Wir rufen ihn vielmehr." Scheinbar minütlich werden neue Sterne geboren. Klatschmagazine, Promizeitschriften und Boulevardsendungen sind bevölkert von allerhand „Stars“. Sie laufen förmlich über. Deswegen ist es auch wichtig stetig zu erneuern. Newcomer kommen, andere stürzen ab, werden ausgesiebt, für tot erklärt, nur um dann an bei ihrem wirklichen Tod eine frenetische Überhöhung zu erfahren. Dabei gibt es gar keine Stars mehr. Aus den Halbgöttern sind Avatare, Marken und Images geworden. Wer himmelt denn noch Menschen auf der Leinwand an? Wer himmelt überhaupt noch die Leinwand an? Digitale Bilder auf weißen Laken kann man doch auch zuhause haben. Der Trailer zur Adaption des Buchbestsellers „Fifty Shades of Grey“ erlangt ...
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"The Paperboy" (USA 2012) Kritik – Die Stars und ihr verkrampfter Imagewechsel

Autor: Maria Engler "Hillary ist nicht so schlecht - und ich bin nicht so gut." Der junge College-Abbrecher Jack ist wieder im Haus seiner Eltern untergekommen und muss herausfinden, was seine Zukunft bringen soll. Bevor der stickige Sommer und die zu erwartende Lethargie über ihn hereinbricht, trifft auch sein älterer Bruder Ward in der heimatlichen Kleinstadt ein. Dieser ist auf dem besten Wege ein erfolgreicher Journalist zu werden und untersucht mit seinem ehrgeizigen Kollegen einen Mordfall in der Stadt. Der Täter wurde seinerzeit zum Tode verurteilt, doch die beiden Reporter glauben an Polizeiwillkür, unzureichende Beweise und vor allem an eine gute Story. Der inhaftierte Hillary van Wetter ist jedoch alles andere als handzahm und viel mehr an seiner attraktiven Verlobten interess...
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"The Raven" (HU/ES/US 2012) Kritik – John Cusack wird zu Edgar Allan Poe

"Wie es scheint, diente meine Erzählung als Inspiration für ein reales Verbrechen." In jedem künstlerisch wertvollen Bereich gibt es die unumgänglichen Vorbilder, an denen sich jeder aufstrebende Stern orientiert und gerne auch ein stückweit abkupfert, um seinen eigenen Horizont mit den Gedanken der alten Helden zu verknüpfen und im besten Fall seinen ganz eigenen Stil zu finden. Im filmischen Bereich würden da zum Beispiel Namen wie F.W. Murnau („Nosferatu“), Luis Buñuel („Ein andalusischer Hund“) und Alfred Hitchcock („Psycho“) genannt werden. Begeben wir uns in die Sparte der großen Weltliteratur, dann dauert es nicht lange, bis uns Gesichter wie Johann Wolfgang von Goethe, Charles Baudelaire und Ernest Hemingway entgegenblicken. Dabei darf jedoch ein Mann ebenfalls nicht vergessen ...
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"Der schmale Grat" (USA 1998) Kritik – Schönheit, Grauen und unmenschliche Menschlichkeit

"Ist diese Dunkelheit auch in dir?" Die Kriegsthemen sind in der Filmwelt genauso gefragt wie die Tatsachenuntersuchungen von Historikern. Inzwischen hat man allerdings das Gefühl, dass das Kinopublikum und die Kritiker eher genervt die Nase rümpfen, wenn sich ein beliebiger Regisseur wieder einem bestimmten Krieg annimmt und in die Lichtspielhäuser schickt. Gehen wir durch die Jahrzehnte der Filmgeschichte, dann stolpern wir in jedem Jahr über unzählige Kriegsfilme, von denen heutige als klare Klassiker gelten. Einige hochklassige Beispiele wären 'Im Westen nichts Neues', 'Der längste Tag', 'Die durch die Hölle gehen', 'Apocalypse Now' oder 'Das Boot'. Aber nicht alle Regisseure gehen das Thema mit dem nötigen Realismus an und verlieren sich in fragwürdigem Patriotismus, der im schlimm...
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"Woody Allen: A Documentary" (USA 2012) Kritik – Das Portrait von einer Legende

"Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis." Nach fast 50 Filmen, 4 Oscarauszeichnungen und zahlreichen Nominierungen für den goldenen Jungen war es nur eine Frage der Zeit bis sich jemand daran setzen würde, Woody Allens beispiellosen Aufstieg zu einer lebenden Legende zu schildern. 46 Jahre befindet sich Allen nun schon im Kinogeschäft, viele weitere Filme sind bereits in Planung, und doch bekommt man von einem neuen Projekt erst wenige Monate vor Kinostart erste Eindrücke, denn der Großmeister hat sich in den vielen Jahren kaum geändert. Schon immer war er ein Geheimniskrämer, selten genehmigt er jemandem Einblicke in seine Arbeit. Umso erstaunlicher ist es, wie viele F...
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"Zimmer 1408" (USA 2007) Kritik – Im Zimmer des Wahnsinns

"Vielleicht bin ich nicht real. Vielleicht hab ich nur einen Alptraum." Ebenso wie in der Welt der Bücher, ist der Name Stephen King auch nicht mehr aus der Filmwelt wegzudenken. Stanley Kubricks 'Shining', Rob Reiners 'Stand by Me' oder Frank Darabonts 'Die Verurteilten' bilden die besten Verfilmungen nach einer King-Vorlage. Aber natürlich gibt es auch die Kehrseite der Medaille und Sachen wie 'Dreamcatcher' und zuletzt 'Dolan's Cadillac' sind schon eine Frechheit in Anbetracht auf die Vorlagen. Die letzten King-Verfilmungen 'Das geheime Fenster' und 'Der Nebel' lagen jedoch im positiven Bereich und im Jahr 2007 stand schon der nächste Film vor der Tür. 'Zimmer 1408', vom schwedischen Regisseur Mikael Håfström , dieses Mal auf einer Kurzgeschichte vom Horror-Meister basierend. Die Erw...