Schlagwort: John Travolta

Kritik: In a Valley of Violence (USA 2016)
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Kritik: In a Valley of Violence (USA 2016)

You talk too much. Pascals Meinung Die bisherigen Filme von Ti West, primär The House of the Devil und The Innkeepers, begeisterten letztlich durch die offenkundige Genreaffinität, mit der West seine Geschichten bis ins letzte Frame ausstaffierte. Diese ausgeprägte Geneigtheit aber bedeutet nicht nur, dass West ein spürbares Bewusstsein gegenüber traditionellen Genre-Mechanismen aufzeigt, sein Genie indes liegt vielmehr darin, diese Mechanismen zu transzendieren und zu paraphrasieren. Gleiches lässt sich nun auch bei In a Valley of Violence entdecken, einem Western, der so klassisch veranlagt ist, dass man ihn leichtfertig als klischeehaftes Erwärmen altbekannter Handlungskoordinaten verrufen könnte. Natürlich aber geht Ti West weiter, blickt über den Tellerrand des traditionellen ...
Kritiken

Quentin Tarantino Retrospektive – Von wilden Hunden bis zu skalpierenden Nazijägern

Autoren: Pascal Reis, Sebastian Groß "RESERVOIR DOGS" (USA 1992) 7 Männer sitzen an einem Tisch in einem kleinen Café. Sie philosophieren über den tieferen Sinn von Madonnas Welthit „Like a Virgin“und streiten sich darüber, wie viel Trinkgeld man der Kellnerin aus reiner Höflichkeit gibt. Genau das ist der Startschuss für Quentin Tarantinos Kinoerstling „Reservoir Dogs“, in dem der Filmnarr problemlos unter Beweis stellt, was ihn später zur Legende machen wir: Die Entfaltung der Dialoge, die auf den ersten Blick nicht gerade mit großer Bedeutung glänzen, sich aber unheimlich fesselnd wie geschlissen offenbaren. Man klebt an den Lippen der Männer, die auf wie Mr. White, Mr. Organe, Mr. Blonde, Mr. Pinkt, Mr. Blue, Mr. Brown und Nice Guy Eddie namentlich reduziert werden. Niemand kennt s...
Kritiken

"Der schmale Grat" (USA 1998) Kritik – Schönheit, Grauen und unmenschliche Menschlichkeit

"Ist diese Dunkelheit auch in dir?" Die Kriegsthemen sind in der Filmwelt genauso gefragt wie die Tatsachenuntersuchungen von Historikern. Inzwischen hat man allerdings das Gefühl, dass das Kinopublikum und die Kritiker eher genervt die Nase rümpfen, wenn sich ein beliebiger Regisseur wieder einem bestimmten Krieg annimmt und in die Lichtspielhäuser schickt. Gehen wir durch die Jahrzehnte der Filmgeschichte, dann stolpern wir in jedem Jahr über unzählige Kriegsfilme, von denen heutige als klare Klassiker gelten. Einige hochklassige Beispiele wären 'Im Westen nichts Neues', 'Der längste Tag', 'Die durch die Hölle gehen', 'Apocalypse Now' oder 'Das Boot'. Aber nicht alle Regisseure gehen das Thema mit dem nötigen Realismus an und verlieren sich in fragwürdigem Patriotismus, der im schlimm...