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Kritiken

Klassiker-Tipp der Woche "Es geschah am hellichten Tag" (DE 1958) Kritik – Zeitlos und bittere Realität

"Eine Forelle ist ein Raubfisch. Einen Raubfisch kann man nur mit etwas lebendigem fangen. Mit einer Mücke, mit einem Wurm oder mit einem kleinen Fisch." Im Jahr 1958 machte ein Film die Runde, der für diese Zeit ein extremes Tabuthema ansprach, welches auch heute noch viel zu oft todgeschwiegen wird: Kindesmissbrauch. Die Rede ist von Ladislao Vajdas 'Es geschah am hellichten Tag'. Einer der ganz großen deutschen Krimi-Klassiker und dazu auch noch aktueller denn je. Die klaren schwarz-weiß Bilder tragen den Film in voller Kraft über die gesamte Laufzeit. Vor allem aber der impulsive und gleichermaßen grandiose Score von Bruno Canfora bleibt im Kopf und erzeugt nicht nur einmal Gänsehaut. Die Atmosphäre zählt zu einer der spannendsten und umklammerndsten überhaupt. Bei den Schauspiele...