Schlagwort: Mark Wahlberg

Kritiken

"Contraband" (USA 2012) Kritik – Die Vergangenheit lässt Mark Wahlberg nicht los

"Man sollte bei dem bleiben, was man kann." Immer deutlicher macht es sich bemerkbar, dass es nicht nur amerikanische Schauspieler oder Regisseure sind, die in der Filmwelt Fuß fassen können, sondern auch ausländische, die ihre Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellen und damit klarmachen, dass es noch unzählige Könner gibt, auch über den großen Teich hinaus. Da dürfen wir von Ang Lee ("Brokeback Mountain"), Oren Moverman ("The Messenger"), oder dem einstigen Wunderkind M.Night Shymalan ("The Happening") sprechen, auch wenn dieser inzwischen nur noch ein Schatten seiner tollen Anfangszeit ist. Aber auch in Europa findet man genügend Talente, welche sich langsam im Land der unbegrenzten Möglichkeiten austoben können. Ob es der Unger Nimrod Antal, der Däne Nicolas Winding Refn oder d...
Kritik: Planet der Affen (USA 2001) – Tim Burtons größte Enttäuschung
Filme, Kritiken, Regisseure, Science Fiction / Fantasy, Tim Burton

Kritik: Planet der Affen (USA 2001) – Tim Burtons größte Enttäuschung

Alles in der menschlichen Kultur spielt sich unterhalb der Gürtellinie ab. Wenn von einem Klassiker ein Remake gedreht wird, dann geht erst mal ein unüberhörbares Raunen durch die gesamte Filmwelt. Verständlicherweise, denn so manches dieser Remakes hätte man sich milde gesagt wirklich sparen können. Unumgänglich erscheinen sie trotzdem und man muss sich einfach ansehen, wie die neue Variante dieses geliebten Klassikers geworden ist. 2001 kam es dann auch dazu, das 'Planet der Affen' wieder den Weg in die Kinos fand. Mit Tim Burton auf dem Regiestuhl, hatte man sich nicht nur einen fähigen Mann gesichert, sondern einen wahren Könner. Doch bei fast jedem Regisseur kommt einmal die Zeit, in der er eine heftige Bauchlandung macht und nicht nur seine eigenen Fans, sondern auch sich selb...
Kritiken

"The Happening" (USA 2008) Kritik – Der nächste Fehltritt des M. Night Shyamalan

"Plastik. Ich rede mit einer Plastikpflanze." Was wurde M. Night Shyamalan kurz vor der Jahrhundertwende gefeiert. Wunderkind, neue Filmhoffnung und auch den Oscar sahen viele in absehbarer Zeit bei ihm auf dem Kaminsims stehen. Verständlich, denn mit 'The Sixth Sense' konnte er absolut den Atem rauben und einen inzwischen modernen Klassiker abliefern. Diese Klasse konnte der Inder danach jedoch nicht mehr erreichen und sein Ruf verlor immer mehr von seinem Glanz. Shyamalan ist inzwischen längst kein Name mehr, der für Qualität steht. 2008 stand seine Karriere dann am Scheidepunkt und nach seinem Mega-Flop 'Das Mädchen aus dem Wasser' musste ein Erfolg dringend her. 'The Happening' stand also vor der Tür und man muss es klipp und klar sagen: die großen Zeiten des M. Night Shyamalan sind...
Kritiken

"Boogie Nights" (USA 1997) Kritik – Aufstieg und Fall in der Welt des Pornos

"Jeder Mensch ist mit etwas Besonderem gesegnet!" Im Jahr 1992 konnte ein Mann endlich richtig auf sich aufmerksam machen. Paul Thomas Anderson, der mit seinem durchaus gut besetzten Debütfilm 'Last Exit Reno' noch nicht eingeschlagen konnte, sorgte mit 'Boogie Nights' für viel Aufsehen und wurde zu Recht von allen Seiten reichlich gelobt. Anderson inszeniert mit seinem zweiten Langfilm einen authentischen und ehrlichen Blick in die Pornoindustrie der 70er und 80er Jahre und mischt dabei gekonnt Humor mit Tragik. Was 'Boogie Nights' wirklich meisterhaft gelingt, ist das Erzeugen von Atmosphäre und das Einfangen der Stimmung der 70er und 80er Jahre. Dazu tragen natürlich die exzellenten Fotografien von Robert Elswit an erster Stelle bei, die das Flair dieser Jahre in jeder Szene voll au...
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"Helden der Nacht" (USA 2007) Kritik – Heldenhaft ist hier nichts

"Ich hab ein gutes Produkt. Komm vorbei und mach dir selber ein Bild." Wie in jedem Jahr, gab es auch 2007 genügend Crime-Filme im Kino. Mit 'American Gangster' und 'Tödliche Versprechen' wurde die Messlatte in Sachen Qualität wieder verdammt hoch gehängt. Nicht so gut kam James Grays toll besetztes Crime-Drama 'Helden der Nacht' bei den Kritikern und beim Publikum an. Zu Recht muss man leider sagen. 'Helden der Nacht' ist enttäuschend spannungsarmes Kino, das sich jedoch nicht ganz aus dem Feld schießt. Das 80er Jahre Feeling wurde in authentischen Bildern festgehalten. Leicht farblos, düster und immer mit einem sanften Schleier bedeckt schafft Kameramann Joaquin Baca-Asay es, eine stimmige und dichte Atmosphäre zu erzeugen. Zu Anfang wird in 'Helden der Nacht' noch auf zeitgenössisch...
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"Departed" (USA 2006) Kritik – Eine Ratte kommt selten allein

"Die Kirche will das Du gehorchst: Niederknien, aufstehen, niederknien, aufstehen. Wenn dir das gefällt, weiß ich nicht wie ich dir helfen kann. Ein Mann geht immer seinen eigenen Weg. Niemand schenkt dir was...Du musst es dir nehmen! Non serviean!" Martin Scorsese ist eine der lebenden Legenden der Filmgeschichte. Nach Meisterwerken wie 'Taxi Driver', 'GoodFellas' und 'Wie ein wilder Stier' fehlte ihm nur noch die Oscar-Trophäe auf dem Kaminsims. Nach 5 Nominierungen für die beste Regie fand Scorsese endlich den Weg zum goldenen Jungen und gewann mit seiner sechsten Nominierung für 'Departed' 2006 endlich die mehr als verdiente Auszeichnung. Auch den Oscar für den besten Schnitt, das beste adoptierte Drehbuch und den wohl wichtigsten Oscar für den besten Film konnte der harte Gangster-...