Schlagwort: Taylor Kitsch

Kritiken

"Lone Survivor" (USA 2013) Kritik – Im afghanischen Dickicht lümmeln die Patrioten

Autor: Pascal Reis"We wanted that fight at the highest volume. The loud fight. The loudest, coldest, hottest, most unpleasant of the unpleasant fights."Amerika gilt als verheißungsvoller Auftakt für die Verwirklichung großer Träume; Amerika steht aber auch ebenso für die letzte Ruhestätte jener Illusionen, denen man leichtgläubig Zeit seines Lebens hinterherjagt. Der amerikanische Traum fungiert als Metronom für den dumpfen Takt im Herzen der zähnefletschenden Leistungsgesellschaft und mediale Parolen sind der Inbegriff für den Irrglauben, der unzählige Menschen im Schatten der Nationalflagge zerbrechen ließ. Um sich in einem solch imperialistischen Land durchzusetzen, benötigt man nicht nur Glück, das die lose Phrase „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ in die Tat umsetzen kann, sondern ...
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"Savages" (USA 2012) Kritik – Oliver Stone und der immer wiederkehrende Drogenkrieg

"It started here in paradise, Laguna Beach, where they say God parked himself on the seventh day, but they towed him on the eighth."Oliver Stone steht seit eh und je für optischen Genuss. Nur was macht den Unterschied zwischen dem 80er und dem 2000er Stone aus? Ganz klar seine Art und Weise des Geschichtenerzählens. Vor 20 Jahren war Stone noch einer der konsequentesten Kinovirtuosen, dem kontroverse Gewalt ebenso egal war wie ein mainstreamtauglicher Erzählgestus. Das war für die einen zu viel des Guten, aber zumindest konnte sich Stone damit von der breiten Masse abheben. Spätestens seit der Jahrtausendwende muss man sich jedoch im Klaren sein, dass man von Stone nichts mehr erwarten sollte. Er scheint dem Kino nichts mehr Neues abgewinnen zu können, denn auch von ihm hat die Alter...
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"Battleship" (USA 2012) Kritik – Die nächste Alien-Invasion naht, nur hat sie dieses Mal Erfolg?

"Wir werden alle sterben...jeder von uns wird sterben...wir alle werden es: Sterben. *pause* Aber nicht heute!" *BOOOOM*Wer liebt das Spiel nicht, Schiffe versenken. Bis heute ein toller Zeitvertreib, geprägt durch Spannung und Spass und eine Prise Scharfsinn sollte man auch mit an Bord haben. Diese drei S lässt "Battleship" jedoch nicht nur schmerzlich missen, sondern es wird einem zudem eine hanebüchene Szene nach der anderen aufgetischt. Das Grauen findet leider erst nach zähen 130 Minuten Actioneinerlei in einem von Pathos durchtränkten Finale und einer anschließenden Navy-Ehrung ein Ende.Aber mal von vorne. Nachdem ich das grottigste Intro des Jahres ertragen hatte, so dachte ich zumindest, würde der Film noch ein bisschen besser werden. Allerdings schafft es Regisseur Peter Ber...
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"John Carter – Zwischen zwei Welten" (USA 2012) Kritik – Kostspieliger Ausflug auf den roten Planeten

"You are ugly, but you are beautiful"Der amerikanische Schriftsteller Edgar Rice Burroughs dürfte vielen wohl besser bekannt sein als Schöpfer des legendären Lianenschwingers Tarzan, der inzwischen seit nunmehr 100 Jahren im dichten Dschungel Afrikas für Recht und Ordnung sorgt. Doch neben dem Affen-Adoptivsohn hat der langjährige Pulp-Autor noch weitere Figuren kreiert, die sich zwar in Amerika großer Beliebtheit erfreuen, ihren Bekanntheitsgrad jedoch nie über die Landesgrenzen hinaus ausdehnen konnten. So hätte man in Deutschland sicher bis vor kurzem auf die Frage nach der berühmten Roman-Figur John Carter nur ein fragendes „John Wer?“ zurückbekommen. Doch das soll sich aber demnächst ändern, zumindest wenn es nach den Disney-Studios geht. So plant der mausgesichtige Konzern den Ma...