Schlagwort: Tommy Lee Jones

Kritik: Jason Bourne (USA 2016)
Filme, Kritiken

Kritik: Jason Bourne (USA 2016)

Why would he come back now? Immer kommen sie wieder. In Hollywoods Franchisehaufen der ewigen Wiederkehr reiht sich nun auch Jason Bourne, der scheinbar nicht genug bekommen kann. Natürlich sind wir es, die nicht genug bekommen vom ehemals identitätslosen Superagenten des CIA. Nach Tony Gilroys unbeliebtem Reboot unter der Bourne-Flagge, das statt Matt Damon Neuzugang Jeremy Renner ins Gefecht schickte, schien die Zukunft des Franchises ins Wanken geraten zu sein. Glücklicherweise hatte Universal wohl genug Kleingeld in der Tasche, um den Star der Reihe und Regisseur Paul Greengrass wieder ins Boot zu holen. Weniger Veränderung, mehr vom gleichen, und so mutet der nun fünfte Teil der Bourne-Saga allenfalls wie eine weitere Episode im nicht enden wollenden Leben des Jason Bourne an, ...
Podcast: Die Abspanner #9 – Das 32. Filmfest München
Die Abspanner, Festivals, Podcasts

Podcast: Die Abspanner #9 – Das 32. Filmfest München

Ich war in der letzten Woche im schönen München beim Filmfest unterwegs und habe ca. 30 Filme gesehen. Leider war mein Buddy Jan Görner nicht dabei. Trotzdem sollte es einen Spezial-Podcast zum Festival geben. Das dachte sich auch mein Gast, Sophie Charlotte Rieger, freie Filmjournalistin und zum ersten mal bei "Die Abspanner". Wir präsentieren euch unsere Tops & Flops des diesjährigen 32. Filmfest München. Viel Spaß! Für unser grandioses, musikalisches Intro zeichnet sich übrigens die Band Rollergirls verantwortlich! Danke Jungs! Inhalt: 0:00:00 - Aufregendes Intro #9 0:02:31 - Sophies Nr. 3: "The Harvest" von John McNaughton 0:20:37 - Conrads Nr. 5: "The Homesman" von Tommy Lee Jones 0:35:53 - Sophies Nr. 2: "Predestination" von den Spierig-Brüdern 0:46:31 - Conrads Nr. 4: "...
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"Malavita – The Family" (FR/US 2013) Kritik – Robert De Niro fällt zurück in alte Muster

Autor: Pascal Reis "I didn't kill him, I took him to the hospital." Wenn sich drei Titanen der Branche wie Luc Besson („Léon – der Profi“), Robert De Niro („Die durch die Hölle gehen“) und Martin Scorsese („Taxi Driver“) für eine Kollaboration zusammenraufen, dann ist das für den geneigten Filmfreund ein klarer Grund zur Freude. Inzwischen haben die Namen Besson und De Niro zwar reichlich vom Glanz ihrer Hochzeiten eingebüßt und müssen sich der qualitative Kontinuität des sympathische Italo-Amerikaner Martin Scorsese, der hier in Person des Produzenten auftritt, gnadenlos unterordnen. Doch Hoffnungen auf eine positive Überraschung, die damit auch für De Niro und Besson weiterhin als künstlerische Reanimation verstanden werden darf, besteht in der Kinematographie prinzipiell ja schließli...
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"Lincoln" (USA/IN 2012) Kritik – Daniel Day-Lewis wächst erneut über sich hinaus

Autor: Pascal Reis "I could write shorter sermons but when I get started I'm too lazy to stop." Wenn sich Steven Spielberg einer historisch relevanten Thematik annimmt, dann gibt es zumeist das unverkennbare Problem, dass sich Regisseur Spielberg weniger um die Historie kümmert, als um das unterhaltsame Inszenieren der umrandeten Geschichte selbst. Als lehrreich oder gar zum Zweck der Aufklärung sollte man sich Werke wie „Schindlers Liste“, „Der Soldat James Ryan“ oder gar „Gefährten“ keinesfalls ansehen. Viel zu manipulativ, patriotisch und gerne auch verlogen geht Spielberg in diesen Filmen vor, nur um den Zuschauer gefesselt vor den Bildschirmen zu halten, um überstiIisiertes Identitfikationsmaterial zu ermöglichen, ohne dabei auf eine ambivalente und durchgehend ehrliche Zeichnung...
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"Men in Black 3" (USA 2012) Kritik – Die Männer in Schwarz kehren zurück

"Wo der Tod ist, wird immer der Tod sein." Die „Men in Black“-Reihe hat in der Filmwelt längst einen gewissen Stand gewinnen können und auch eine nicht unerhebliche Fanbase aufgebaut, die sich den Abenteuern von Agent K und Agent J nur zu gerne anschließt. Als Barry Sonnenfeld 1997 „Men in Black“ in die Kinos brachte und damit auch einen der erfolgreichsten Filme aller Zeiten inszenierte, war der Jubel um die Sci-Fi-Komödie durchaus gerechtfertigt, schließlich strotzte sie von Anfang bis Ende nur so vor Kreativität, Spaß und Spannung. Unterhaltungskino in ihrer lockersten Form. 5 Jahre später ereilte allerdings auch „Men in Black II“ das Übel aller Fortsetzungen und Barry Sonnenfeld, der doch gerade durch seine kurzweilige Erzählstruktur und den Unmengen an spritzten Einfällen gepunktet...
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"Auf der Flucht" (USA 1993) Kritik – Tommy Lee Jones jagt Harrison Ford

"Ich verlange von jedem, dass er jede Tankstelle, jedes Haus, jedes Lagerhaus, jeden Bauernhof, jeden Hühnerstall, jeden Schuppen und jede Hundehütte in dieser Gegend gründlich durchsucht. Alle 15 Meilen werden Kontrollpunkte eingerichtet. Der Name des Flüchtigen ist Dr. Richard Kimble. Schnappt ihn euch!" Die 1990er Jahre waren natürlich nicht nur aus musikalischer Sicht ziemlich interessant, wegweisend und nicht selten auch etwas schräg, sondern auch in der Filmwelt tat sich mal wieder so einiges. Meilensteine wurden geboren, die heute nicht umsonst als moderne Klassiker gelten, insbesondere im Action- und Thriller-Genre wurden doch gewaltige Schritte nach vorne gemacht. Man denke nur an Werke wie "Terminator 2", "Sieben", "Mission: Impossible", "Speed", "Heat", "Face/Off", "Leon –...
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"Men in Black II" (USA 2002) Kritik – Die außerirdische Langeweile

"Von Kinderbeinen an, als man uns noch eingetrichtert hat, was wir zu glauben haben, wussten wir schon instinktiv, dass irgendwo da draußen noch was ist." Nach seinem Megaerfolg und Kassengranate 'Men in Black' aus dem Jahr 1997, versuchte sich Barry Sonnenfeld 1999 mit 'Wild Wild West' im Western-Genre, erneut mit Will Smith in der Hauptrolle. Heraus kam ein strohdummes und erschreckend niveauloses Filmchen. Was wäre also der nächst klügste Schritt? Genau! Man versucht einfach den letzten Knüller aufleben zulassen und Sonnenfeld brachte 5 Jahre nach 'Men in Black' seine Fortsetzung raus. Aber konnte Sonnenfeld die Blamage von 'Wild Wild West' wieder wettmachen und an die glorreichen Zeiten anknüpfen? Ganz eindeutig nicht, denn 'Men in Black II' ist furchtbar stumpfes und unlustiges Sci...
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"Men in Black" (USA 1997) Kritik – Die Aliens sind los!

"Elvis ist nicht tot, er ist nur nach Hause gegangen." Barry Sonnenfeld war bis in die Mitte der 90er Jahre kein wirklich heller Stern in der Filmwelt. Zwar hatte er mit 'The Adams Family' und 'Schnappt Shorty' zwei überdurchschnittliche Filme gedreht, doch der große Erfolg blieb vorerst aus. Dann kam das Jahr 1997 und Barry Sonnenfeld kam mit der Sci-Fi-Komödie 'Men in Black' in die Kinos und schlug unhaltbar ein. Das Ergebnis waren fast 600 Millionen Dollar an den Kinokassen. Aber war der Film hinter den monströsen Millionen auch sein Geld wert? Eigentlich schon, denn 'Men in Black' ist perfektes Unterhaltungskino, welches allerdings gänzlich auf Tiefgang verzichtet. Die Erde ist bevölkert von Aliens, ganz besonders schlimm ist es jedoch in New York. Allerdings sehen die Menschen die...
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"Captain America" (USA 2011) Kritik – Oh Captain, mein Captain

Autor: Pascal Reis "Are you two...Do you..Fondue?" Dass es sich diverse Marvel-Helden nicht haben nehmen lassen, sich in so manch schwerwiegendem Kapitel der reellen Menschheitshistorie einzumischen, um in diesen dann nach Belieben herumzupfuschen, ist ja keine sonderliche Überraschung mehr. Da der Marvel-Kosmos doch geradewegs in unser Universum installiert wurde, besteht eben beispielsweise auch die abstruse Möglichkeit, Magneto aus der „X-Men“-Saga konspirativ des Mordes an John F. Kennedy zu bezichtigen. Seltsam hingegen wird es, wenn wir uns auf einem Terrain bewegen, in dem es nicht mehr um den primär phantastischen Charakter der Comic-Vorlage geschert wird und das Wildern in den Geschichtsbüchern keiner handlungsorientierten Kontextualisierung unterliegt, sondern einer felsenfes...
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"Im Tal von Elah" (USA 2007) Kritik – Krieg an der Heimatfront

"In Ländern wie dem Irak sollte man keine Helden schicken. Da ist alles im Arsch. Bevor ich dort war, hätte ich das nie gesagt, aber fragt man mich jetzt...Atomwaffen rein und zusehen wie Staub daraus wird." Der Krieg kennt nur Schattenseiten. Zu genüge wurden die grausamen Kämpfe an den verschiedensten Fronten beleuchtet. Viel interessanter sind inzwischen jedoch die Auseinandersetzungen an der Heimatfront mit dem Thema Krieg, sowohl für die Familien als auch für den Soldaten selbst. Paul Haggis, der für sein überbewertetes Rassismus-Drama 'L.A. Crash' schon zwei Oscars gewinnen konnte, beschäftigt sich 2009 in 'Im Tal von Elah' mit dem eigenen Krieg im Kopf und inszeniert eine feine Charakterstudie die leider nicht ihr volles Potenzial ausschöpft. In trockenen und ausgefeilten Einste...