Schlagwort: Udo Kier

Drama, Filme, Kritiken, Lars von Trier

Kritik: Nymphomaniac Vol. 2 (DK, FR, GB 2013)

Der einzige Unterschied zwischen mir und anderen Menschen ist vielleicht, dass ich immer mehr vom Sonnenuntergang erwartet habe. Das ist vielleicht meine einzige Sünde. Zur Kritik der ersten Teils geht es HIER. Am Ende meiner Kritik zum ersten Teil musste ich anerkennen, wie schwer es fällt einen Film zu beurteilen, der sichtlich unfertig ist und nachdem ich nun beide Teile von „Nymphomaniac“ in einem Double-Feature sehen konnte, ist das für mich auch die einzige Form wie man Lars von Triers bisher umfangreichsten Film konsumieren sollte. Die Zweiteilung scheint wirklich nur wirtschaftlichen Interessen zu folgen. Im standardisierten Kinobetrieb ist eben wenig Platz für überlange Filme. Doch darüber hinaus verdoppelt sich die Anzahl der Filme nochmal durch die unterschiedlichen Schn...
Kritiken

"Breaking the Waves" (NO/FR/SE/NL/DK 1996) Kritik – Lars von Trier und ein Opfergang der Liebe

Autor: Pascal Reis "Everyone has something they're good at. I've always been stupid, but I'm good at this." Die schottische Küstenlandschaft. Ein Ort der Entspannung und Selbstfindung, ein Ort, an dem die zügigen Brisen der Gesundheit neuen Antrieb geben, die jedem Besucher sorglos mit aller Frische um die Nasen pfeifen und mit der prächtigen Naturkulisse, durchzogen von idyllischen Postkartenmotiven, einen ungezwungenen Einklang findet. In „Breaking the Waves“ sind die äußerlichen Naturattribute natürlich gegeben, doch den ersehnten Seelenfrieden bekommt man hier nicht auf dem aseptischen Silbertablett serviert, sondern trifft auf eine Auskoppelung der Free Church of Scotland, puritanisch bis in Mark und apodiktisch auf die strikten Grundsätze des Calvinismus pochend. Im Klartext bedeut...
Kritiken

"Iron Sky" (FIN/D 2012) Kritik – Sci-Fi-Trash vom Feinsten

Autor: Philippe Paturel "Die Frauen auf der Erde haben ja gar keine Haare mehr und wenn sie welche haben, dann sehen die aus wie der Bart unseres Führers!" Was soll man schon von einem Film erwarten, der Nazis auf den Mond schickt, die dort still und heimlich ihre Invasion der Erde planen. Eine der größten Trash-Gurken der letzten Jahre? Einen, zumindest kurzweiligen, No-Brainer? Weder noch, denn was man stattdessen bekommt, ist eine der größten Überraschungen der letzten Jahre, eine kleine, aber Grenzen aufzeigende Trash-Perle irgendwo zwischen Verhoevens "Starship Troopers" und Tarantinos "Inglourious Basterds". Das Resultat ist ein in vielen Belangen zukünftiger Klassiker. 1945 haben die Nazis sich auf den Mond zurückgezogen, dort bauen sie heimlich ihren "Todesstern", um im Jahr 201...