Schlagwort: Vincent D’Onofrio

Kritik: Jurassic World (USA 2015)
Filme, Kritiken

Kritik: Jurassic World (USA 2015)

„You can track them by smell or footprints?“ - „I was with the Navy! Not the Navajo!“ Genau davon hat Milliardär John Hammond (Richard Attenborough) bereits vor über 20 Jahren geträumt: Von einem stabilen Themenpark, in dem sich Jung und Alt einer Reise zurück in prähistorische Zeiten aussetzen konnten, um mit echten Dinosauriern in Kontakt zu geraten. Dass dieses Vorhaben so visionär wie hochmütig ist, hat Alan Grant (Sam Neill) bereits prophezeit, allerdings wird die Szene nie in Vergessenheit geraten, in der sich ein Brontosaurus zum ersten Mal vor den weit aufgerissenen Augen des Paläontologen aufbäumte, um von den saftigen Blättern der Baumkrone zu zehren. Steven Spielberg verstand es in „Jurassic Park“, den Zuschauer fortwährend in die so euphorische wie angespannte Situation ...
Kritiken

"Run All Night" (USA 2015) Kritik – Von Vätern und Söhnen

Autor: Pascal Reis „Ich bin zu alt zum Weglaufen.“ Wie viel Glauben man dem Wort von Liam Neeson nun wirklich schenken darf, sei an dieser Stelle erst einmal so dahingestellt, sagte der irische Schauspieler schließlich eins in einem Interview, dass es niemals zu einem dritten Teil der „96 Hours – Taken“-Reihe kommen würde. Dass Neeson sich im März in einem US-Interview nun auch hat hinreißen lassen, kundzugeben, dass er in zwei Jahren vollständig aufhören möchte, in Action-Filmen mitzuwirken, kam nun wirklich keine Hiobsbotschaft gleich, hat sich „96 Hours – Taken 3“ doch als durchgängiges Fiasko erwiesen, welches den adrenalingeladenen Erstling in ein unübersichtliches Schnittmassaker ummünzte. Doch in Anbetracht stimmungsvoller Genre-Flics wie etwa „The Grey – Unter Wölfen“ oder auch „...
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"Escape Plan" (USA 2013) Kritik – Stallone und Schwarzenegger hinter schwedischen Gardinen

Autor: Pascal Reis You hit like a vegetarian. Eigentlich ist Ray Breslin (Sylvester Stallone) ein Experte in Sachen Sicherheitsvorkehrungen und nur wenige Leute können ihm in diesem Metier das Wasser reichen. Seine Kompetenzen sorgen dafür, die Hohlräume in Gefängnissen aufzuspüren und konsequent auszumerzen. Als sich Breslin in einem High-Tech-Hochsicherheitstrakt, dem sogenannten „Grab“, einschleusen lässt, um quasi verdeckt die Schwachstellen zu analysieren, bemerkt der Fachmann plötzlich, dass ihm eine Falle gestellt wurde und mit seiner baldigen Entlassung nicht mehr zu rechnen ist. Unter der Fuchtel des sadistischen Anstaltsleiter Hobbes (Jim Cavenziel), wird Breslin das Leben zusätzlich immer schwerer gemacht, bis er den eigenwilligen Mitgefangenen Emil Rottmayer (Arnold Schwarz...
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"Sinister" (USA 2012) Kritik – Ethan Hawke und die Bänder der Grausamkeiten

"Wir müssen hier weg!" Ein Umzug von A nach B kann für vielerlei Dinge im Leben der betroffenen Personen stehen. Sei es ein Neubeginn oder ein Abschied. Man muss sich losreißen von alten Gewohnheiten und sich den neuen Umständen und der unbekannten Umgebung langsam anpassen. Man lernt neue Freunde kennen, man trifft Menschen, mit denen man einfach nicht klar kommt und das Leben selbst kann durch den Ambientewechsel in eine ganz neue Richtung gelenkt werden. In jedem Fall gilt es dabei eine Sache festzuhalten: Egal aus welchem Blickwinkel wir einen derartigen Umzug betrachten, er steht immer für persönliche Veränderungen. Im Horrorfilm steht ein Umzug meistens auch für eine Veränderung, jedoch der etwas extremeren Art und Weise, denn dort ist das zumeist der Anfang vom Ende. Der erste Sc...
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"Men in Black" (USA 1997) Kritik – Die Aliens sind los!

"Elvis ist nicht tot, er ist nur nach Hause gegangen." Barry Sonnenfeld war bis in die Mitte der 90er Jahre kein wirklich heller Stern in der Filmwelt. Zwar hatte er mit 'The Adams Family' und 'Schnappt Shorty' zwei überdurchschnittliche Filme gedreht, doch der große Erfolg blieb vorerst aus. Dann kam das Jahr 1997 und Barry Sonnenfeld kam mit der Sci-Fi-Komödie 'Men in Black' in die Kinos und schlug unhaltbar ein. Das Ergebnis waren fast 600 Millionen Dollar an den Kinokassen. Aber war der Film hinter den monströsen Millionen auch sein Geld wert? Eigentlich schon, denn 'Men in Black' ist perfektes Unterhaltungskino, welches allerdings gänzlich auf Tiefgang verzichtet. Die Erde ist bevölkert von Aliens, ganz besonders schlimm ist es jedoch in New York. Allerdings sehen die Menschen die...
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"Full Metal Jacket" (USA 1987) Kritik – Stanley Kubrick und die Bestie Krieg

"Die tödlichste Waffe der Welt ist ein Marine mit seinem Gewehr! Es ist euer Killerinstinkt, der voll da sein muss, wenn ihr im Kampf überleben wollt! Euer Gewehr ist nur ein Instrument! Töten kann nur ein Herz aus Stahl!" Der Krieg hat viele Gesichter, doch allesamt sonnen sie sich in Sinnlosigkeit und unbeschreiblicher Gewalt. Viele große Regisseure widmeten sich schon dieser Bestie, einige von ihnen mussten sie selbst durchleben. Die filmischen Ergebnisse sind dabei immer unterschiedlich. Mal durchwachsen, schwach und täuschend, mal meisterhaft und erschreckend ehrlich. Wenn sich eine Legende wie der einzigartige Stanley Kubrick, diesem Thema, dem Vietnamkrieg, annimmt, dann darf man etwas Besonderes erwarten. 'Full Metal Jacket' aus dem Jahre 1987 ist in jedem Fall ein grandioser An...