Schlagwort: 2012

Kritik: Project X (USA 2012) – Fragwürdiger Unfug
Komödie, Kritiken

Kritik: Project X (USA 2012) – Fragwürdiger Unfug

Wow. I don't know how to fix this. I don't know how to fix any of this shit. I'm sorry Thomas. I just wanted to get some pussy. Thomas hat Geburtstag und da seine Eltern über das Wochenende in Urlaub fahren, entscheidet er sich dazu, mit Hilfe seiner Freunde Costa und J.B. eine fette Party zu schmeißen. Sie möchten in der Schule beliebt werden und bei den Mädels gut ankommen. Kurzerhand machen sie überall Werbung für den kommenden Abend, nichtsahnend, dass später hunderte von Jugendlichen auftauchen, welche die Feier in ein Chaos stürzen. Ist es wirklich so cool, was uns der Film vermitteln möchte: Auf eine Party zu gehen und die Sau raus zu lassen, egal um welchen Preis? "Project X" wird sicherlich seine Fans finden, generell sollte man von dem Machwerk aber auf jeden Fall abraten...
Kritiken

"Bad Ass" (USA 2012) Kritik – Trejo lässt die Fäuste fliegen

"Bad Ass. It's what there callin' him." B-Movie-Ikonen sind schon eine rätselhafte Spezies. Abseits des Hollywood-Mainstreams fristen diese ein von der Masse zwar ungeachtetes Dasein, werden aber gleichzeitig von ihren eingeschworenen Fans frenetisch gefeiert. Dass viele von ihnen in Wahrheit äußerst talentierte, aber gnadenlos unterschätzte Schauspieler sind, können die meisten von ihnen leider nur selten unter Beweis stellen, doch wenn man ihnen eine Chance gibt, zeigen sie, was in ihnen steckt. Bestes Beispiel dafür sind die B-Movie-Legenden Ron Perlman („Conan“), der gerade als Anführer einer Motorradgang in „Sons of Anarchy“ die Highways der USA unsicher macht, und der sowieso über jeden Zweifel erhabene Bruce Campbell („Tanz der Teufel“), der in der Fernsehserie „Burn Notice“ als...
Action, Filme, Kritiken, Science Fiction / Fantasy

Kritik: The Avengers (USA 2012)

There was an idea to bring together a group of remarkable people, so when we needed them, they could fight the battles that we never could... Joss Whedon ist in der Filmwelt schon lange kein unbekanntes Gesicht mehr. Ganz im Gegenteil, für manche ist der Schöpfer von Serien wie "Buffy - Im Bann der Dämonen", Autor von “Toy Story“ und Regisseur von "Serenity - Aufbruch in neue Welten" nicht mehr wegzudenken. Die nächste große Herausforderung für Whedon ließ im Jahr 2011 auf sich warten. Er sollte als Autor und Regisseur die Helden-Bande "The Avengers" auf der Leinwand unter der Fuchtel von Samuel L. Jackson aka Nick Fury zusammenführen. Ganze 220 Millionen Dollar Verantwortung wurden ihm dabei aufgelastet. Dass sich das mehr als nur auszahlen wird, ist bei der Qualität und Schlagkraft vo...
Kritiken

"Bad Sitter" (USA 2011) Kritik – R-Rated um jeden Preis

"What, is there shit on my face?" Das einstige Independent-Wunderkind David Gordon Green („Snow Angels“) versucht sich seit einigen Jahren vorwiegend als Regisseur derber Klamauk-Komödien und das mit durchwachsenen Ergebnissen. 2008 entstand unter seiner Regie die wahnwitzige Kiffer-Odyssee „Ananas Express“, ein wahres Gag-Feuerwerk, das sowohl bei den Kritiker, als auch beim Publikum großen Anklang fand. An diesen Erfolg versuchte er 2011 mit „Your Highness- Schwerter, Joints und scharfe Bräute“ anzuknüpfen und legte eine phänomenale Bruchlandung hin. Zu Recht, denn Greens Ausflug in die verkiffte Welt des Mittelalters fehlte es an jedweder Originalität, hatte der Film doch außer einigen müden Witzen unter der Gürtellinie und einem abgeschnittenen Minotauruspenis, der in Slow Motion du...
Kritiken

"Chronicle – Wozu bist du fähig?" (USA, UK 2012) Kritik – Superhelden: Menschen wie du und ich

"Andrew, don't fart, we'll never find you again!" Zwei Filmgenres haben in Hollywood momentan Hochkonjunktur, zum einen Comicverfilmungen und zum anderen sogenannte Found-Footage-Filme. Letztere, die seit dem 1999 erschienenen „Blair Witch Projekt“ auch im Mainstream angekommen sind und spätestens seit dem Erfolg der „Paranormal Activity“-Reihe auch Produzentenherzen wieder höher schlagen lassen, versuchen durch verwackelte Handkameraaufnahmen einen hohen Grad an Authentizität zu erzeugen, was im besonderen Maße als spannungsförderndes Mittel in Horrorfilmen eingesetzt werden kann. Doch inzwischen sind die Tage, an denen Found-Footage alleine im Horrorgenre zu finden ist, längst gezählt, denn Hollywoods Produzenten haben begriffen, wie viel Geld auch in anderen Genres mit den verwackel...
Kritiken

"Iron Sky" (FIN/D 2012) Kritik – Sci-Fi-Trash vom Feinsten

Autor: Philippe Paturel "Die Frauen auf der Erde haben ja gar keine Haare mehr und wenn sie welche haben, dann sehen die aus wie der Bart unseres Führers!" Was soll man schon von einem Film erwarten, der Nazis auf den Mond schickt, die dort still und heimlich ihre Invasion der Erde planen. Eine der größten Trash-Gurken der letzten Jahre? Einen, zumindest kurzweiligen, No-Brainer? Weder noch, denn was man stattdessen bekommt, ist eine der größten Überraschungen der letzten Jahre, eine kleine, aber Grenzen aufzeigende Trash-Perle irgendwo zwischen Verhoevens "Starship Troopers" und Tarantinos "Inglourious Basterds". Das Resultat ist ein in vielen Belangen zukünftiger Klassiker. 1945 haben die Nazis sich auf den Mond zurückgezogen, dort bauen sie heimlich ihren "Todesstern", um im Jahr 201...
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"Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" (USA 2012) – Ein Märchen von eifersüchtigen Königinnen und raubenden Zwergen

"It's not a wrinkle... it's a crinkle." 2005 drehte der „Fear and Loathing in Las Vegas“-Regisseur Terry Gilliam einen sehr speziellen Film über die Gebrüder Grimm. Diese waren in seiner Version weniger Sprachwissenschaftler als abgebrühte Trickbetrüger, die es alsbald mit vielen Figuren der grimmschen Märchenwelt aufnehmen mussten. Zugunsten des Unterhaltungswertes scherte sich Gilliam wenig um die literarischen Vorlagen und kreierte einen unterhaltsamen Märchen-Actioner. Dieses Konzept findet inzwischen reichlich Nachahmer, und so erwarten uns in nächster Zeit einige actionlastige Märchen-Neuerzählungen, die mit ihren Vorlagen kaum noch etwas gemein haben. Neben einer Hexenjagd mit Hänsel und Gretel in „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“, die 2013 schwer bewaffnet die Wälder auf der Suche...
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"John Carter – Zwischen zwei Welten" (USA 2012) Kritik – Kostspieliger Ausflug auf den roten Planeten

"You are ugly, but you are beautiful" Der amerikanische Schriftsteller Edgar Rice Burroughs dürfte vielen wohl besser bekannt sein als Schöpfer des legendären Lianenschwingers Tarzan, der inzwischen seit nunmehr 100 Jahren im dichten Dschungel Afrikas für Recht und Ordnung sorgt. Doch neben dem Affen-Adoptivsohn hat der langjährige Pulp-Autor noch weitere Figuren kreiert, die sich zwar in Amerika großer Beliebtheit erfreuen, ihren Bekanntheitsgrad jedoch nie über die Landesgrenzen hinaus ausdehnen konnten. So hätte man in Deutschland sicher bis vor kurzem auf die Frage nach der berühmten Roman-Figur John Carter nur ein fragendes „John Wer?“ zurückbekommen. Doch das soll sich aber demnächst ändern, zumindest wenn es nach den Disney-Studios geht. So plant der mausgesichtige Konzern den Ma...
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"50/50 – Freunde fürs (Über)leben" (USA 2011) – Joseph Gordon-Levitts Kampf gegen den Krebs

"No one wants to fuck me. I look like Voldemort." Drei kleine Wörter, die wohl wirklich niemand von seinem Arzt hören will: „Sie haben Krebs“. Wie geht man jedoch mit dieser lebenszerstörenden Diagnose um? Eine Frage, die seit Jahren genügend Stoff für eine Vielzahl von Hollywoodstreifen à la „Beim Leben meiner Schwester“ oder Fernsehserien wie zuletzt AMCs Hitformat „Breaking Bad“ bietet. Auch „50/50 – Freunde fürs (Über)leben“ nimmt sich dieser schwierigen Thematik an, doch Jonathan Levines („All the Boys Love Mandy Lane“) Krebsdrama legt den Fokus nicht auf die physischen Leiden eines Krebspatienten, sondern stellt die psychischen Belastungen für den Betroffenen und dessen Angehörigen nach einer solchen Diagnose in den Vordergrund. Das Resultat ist ein herzerwärmendes modernes Märche...
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"Wir kaufen einen Zoo" (USA 2011) Kritik – Menschen, Tiere, Emotionen

"You know, sometimes all you need is twenty seconds of insane courage. Just literally twenty seconds of just embarrassing bravery. And I promise you, something great will come of it." Lange Zeit war Regisseur Cameron Crowe („Almost Famous – Fast berühmt“) von der Bildfläche verschwunden. Zuletzt drehte der Meister der großen Gefühle 2005 „Elisabethtown“, und lieferte damit einen der schwächsten Filme seiner Karriere ab. Umso größer ist nun die Erwartungshaltung an Crowes Kino-Comeback, der sich nach den Dokumentarfilmen „The Union“ und „PJ20“ endlich wieder an einem echten Film mit Starbesetzung versucht. „Wir kaufen einen Zoo“ basiert lose auf der autobiografischen Vorlage des Journalisten und Zoobesitzers Benjamin Mee, der einen heruntergekommenen Zoo in England wieder auf Vordermann...