Schlagwort: Brad Pitt

Kritik: The Big Short (USA 2015)
Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: The Big Short (USA 2015)

Tell me the difference between stupid and illegal and I'll have my wife's brother arrested. Ist es bewundernswert oder eher furchteinflößend wie scheinbar lapidar immer wieder über die Wirtschaftskrise von 2008 berichtet wird? Vermutlich etwas von beidem. Dennoch hat das Platzen der US-Immobilienblase nicht nur für einen lauten Knall, sondern auch für sozialen Schrecken und Rezession gesorgt, die man Jahre später immer noch zu spüren bekommt. Allerdings ist dieses negative Ereignis verblasst. Die Schuld der Banken, die Maschinerie der Gier und die Blindheit vor der Wahrheit wurden vergessen, überspielt und verdrängt. Ein wunderbarer Nährboden also fürs Kino, welches nach Oliver Stones Klassiker „Wall Street“ aus dem Jahre 1987 die Welt der Börse und Spekulationen wieder für sich en...
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"Herz aus Stahl" (CN/GB/US 2014) Kritik – Brad Pitt rollt im stählerner Koloss durch Deutschland

Autor: Pascal Reis „Ideals are peaceful. History is violent.“ Du liebe Güte, was hatte er sich doch ins Aus geschossen, der David Ayer, als er da mit breiten Schrittes um die Ecke gebogen kam und seinen urbanen Thriller „Sabotage“ auf die Filmwelt losgelassen hat. Der Trailer versprach ein nihilistisches Manifest und das Comeback des charismatischen Muskelklotz Arnold Schwarzenegger, dem man schon so lang entgegengefiebert hat. Aber Pustekuchen, „Sabotage“ war ein tiefer Griff in die Toilettenschüssel, inkohärent erzählt, dass man Bezugspunkte beinahe mit der Lupe suchen musste, um trotzdem nichts zu finden und mit einem derart abstoßenden Zynismus signiert, dass es kein Pläsier bereitete, der chauvinistischen Rasselbande beim Arschlochsein zuzusehen. Dieses harsche Urteil wurde ...
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"The Counselor" (GB/US 2013) Kritik – Michael Fassbender möchte mit den großen Jungs spielen

Autor: Pascal Reis "I'm pretty skeptical about the goodness of the good. I think that if you ransacked the archives of the redeemed you would uncover tales of moral squalor quite beyond the merely appalling." Erwähnt man Cormac McCarthy in literarischen Fachkreisen, so zucken die Anwesenden, vornehmlich amerikanischer Natur, bereits vor der Aussprache der letzte Silbe seines Namens ehrfürchtig zusammen und verfallen in nachfolgenden Diskussionen in tranceartige Heiligsprechungen des Mannes. McCarthy, seines Zeichens Gewinner des renommierten Pulitzer-Preises und adaptierter Vorlagengeber für „The Road“ mit Viggo Mortensen und das Meisterwerk der Coen-Brüder „No Country for Old Men“, ist ohne Zweifel echtes Kulturgut der Stars and Stripes-Nation, sein Können hingegen steht auch auf dem gl...
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Kritik: World War Z (USA, UK 2013)

Autor: Conrad Mildner "Sie kommen." Die Zombiewelle ist einfach nicht totzukriegen. „The Walking Dead“ ist zurzeit eine der erfolgreichsten TV-Serien der Welt und mit Blockbustern wie „I am Legend“ hat sich das Sub-Genre der fleischfressenden Untoten endgültig von seinem Horror-Nischendasein befreit. Die soziopolitisch-revolutionären Endzeit-Metaphern George A. Romeros wurden vollständig vom Mainstream assimiliert und am Ende blieb ein Haufen bewegter Bilder zwischen herausragend inszeniertem High-Budget und ausgestelltem Konformismus. Marc Forsters krisengebeutelter Mega-Blockbuster darf als Speerspitze dieser Entwicklung betrachtet werden. In „World War Z“ spielt Brad Pitt den UN-Mitarbeiter Gerry Lane, der zusammen mit seiner Familie mit einer alles verschlingenden Zombie-Pandemie fe...
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Quentin Tarantino Retrospektive – Von wilden Hunden bis zu skalpierenden Nazijägern

Autoren: Pascal Reis, Sebastian Groß "RESERVOIR DOGS" (USA 1992) 7 Männer sitzen an einem Tisch in einem kleinen Café. Sie philosophieren über den tieferen Sinn von Madonnas Welthit „Like a Virgin“und streiten sich darüber, wie viel Trinkgeld man der Kellnerin aus reiner Höflichkeit gibt. Genau das ist der Startschuss für Quentin Tarantinos Kinoerstling „Reservoir Dogs“, in dem der Filmnarr problemlos unter Beweis stellt, was ihn später zur Legende machen wir: Die Entfaltung der Dialoge, die auf den ersten Blick nicht gerade mit großer Bedeutung glänzen, sich aber unheimlich fesselnd wie geschlissen offenbaren. Man klebt an den Lippen der Männer, die auf wie Mr. White, Mr. Organe, Mr. Blonde, Mr. Pinkt, Mr. Blue, Mr. Brown und Nice Guy Eddie namentlich reduziert werden. Niemand kennt s...
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"Killing Them Softly" (USA 2012) Kritik – Brad Pitt rechnet ab

"I like to kill them softly..." Andrew Dominik gehört wohl zu den unterschätztesten Filmemachern unserer Zeit. Nach dem psychodelischen Gefängnisthriller „Chopper“ mit einem großartigen Eric Bana in der Hauptrolle, folgte Dominiks eigentlicher Geniestreich, denn mit „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ lieferte der junge Regisseur einen vielschichtig wie handwerklich perfekten Western ab, der zwar an den Kinokassen floppte, jedoch im Nachhinein zum Western-Geheimtipp avancierte. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an Andrew Dominiks neustes Werk „Killing Them Softly“, zumal dieser harte Gangster-Thriller auf dem Roman „Cogan's Trade“ des legendären Krimi-Autoren George V. Higgins basiert. Ideale Voraussetzungen also für den australischen Regisseur und auch...
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"Der seltsame Fall des Benjamin Button" (USA 2008) Kritik – Man ist so alt, wie man sich fühlt

"Es ist uns bestimmt, dass wir Menschen verlieren, die wir lieben. Woher sollten wir sonst wissen, wie wichtig sie für uns sind." David Fincher zählt ohne Wenn und Aber zu den talentiertesten und besten Regisseuren seiner Generation. Seine bisherige Karriere lässt sich dabei fast durchgehend überschwänglich loben. Man denke nur an seine drei großen Streiche: "Sieben", "Fight Club" und "Zodiac", bei denen Fincher wirklich alles richtig gemacht hat und gleich drei Meisterwerke für die Ewigkeit geschaffen hat, wobei sich bei "Zodiac" die Geister am meisten scheiden. Und auch darüber hinaus wusste Fincher richtig gute Filme abzuliefern. Da hätten wir das Facebook-Drama "The Social Network", die Interpretation des Stieg Larsen-Romans "Verblendung", welche das schwedische Original ohne Probl...
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"12 Monkeys" (USA 1995) Kritik – Bruce Willis reist durch die Zeit

"Schluss mit dem Affenzirkus!" Nimmt man mal einen gewissen Abstand zu Terry Gilliams Beiträgen, als Regisseur oder Darsteller, der Monty Python-Filme wie 'Die Ritter der Kokosnuss' oder 'Das Leben des Brian', dann erweisen sich die 80er wie 90er Jahre im Schaffen von Gilliam als äußerst ansprechend. Der Ex-Python kann wohl mit Fug und Recht von sich behaupten, dass er von allen Mitgliedern des britischen Comedytruppe den interessantesten Schritt gegangen ist. Allein sein Klassiker 'Brazil' aus dem Jahre 1985 zeigte der Filmwelt, zu welchen Großwerken der amerikanische Filmemacher in der Lage ist, dessen Karriere doch immer von schweren Rückschlägen gezeichnet war, man denke allein an die Dreharbeiten zum gescheiterten 'The Man Who Killed Don Quixote' im Jahre 2000, die in einer einzige...
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"True Romance" (USA 1993) Kritik – Eine blutige Liebe

"Ich lese sehr viel, besonders so Sachen über Geschichte. Ich finde dieses Zeug faszinierend und ich weiß wahrscheinlich was, was sie nicht wissen. Sizilianer sind Ableger von Niggern." Tony Scott ist ein Regisseur, der für astreine und stylische Action steht. Ob 'Last Boy Scout', 'Man on Fire' oder 'Top Gun'. Man weiß, was man bekommt, wenn man sich einen Film von ihm anschaut. Sicher keine hochintelligenten und komplexen, aber unterhaltsame, bleihaltige und spannende Geschichten. Im Jahr 1993 ging Scott dann jedoch einen anderen Weg und entschied sich dazu, seinen filmischen Horizont als Regisseur zu erweitern. Mit 'True Romance' brachte er einen Gangsterfilm in die Kinos, wie man ihn so von ihm eigentlich nie erwarten hätte dürfen. Allerdings war diese Neuorientierung kein voller Er...
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"Sieben" (USA 1995) Kritik – David Finchers erster Geniestreich

"Überall an jeder Straßenecke sehen wir Todsünden. In jeder Wohnung und wir nehmen es hin. Wir tolerieren es, weil es schon zur Gewohnheit geworden ist. Es ist trivial. Wir tolerieren es morgens, mittags und nachts. Nun ab jetzt nicht mehr." David Fincher konnte mit seinem Debütfilm 'Alien³' zwar an den Kinokassen einen Erfolg landen, jedoch blieb die Begeisterung, im Gegensatz zu den großartigen ersten zwei Teilen, klar zurück. 3 Jahre später, 1995, meldete sich Fincher mit dem Thriller 'Sieben' zurück im Filmgeschäft und zeigte was wirklich in ihm steckt, denn 'Sieben' ist einer der spannendsten und besten Thriller aller Zeiten. Bei der Jagd auf einen grausamen Mörder, der seine Opfer nach den sieben Todsünden auswählt, werden zwei Detectives - Somerset, der kurz vor dem Dienstende s...