Schlagwort: Jean-Paul Belmondo

Kritik: Außer Atem (FR 1960) – Wo Paris, der Existenzialismus und die Nouvelle Vague vereint sind
Drama, Französischer Film, Heimkino, Kritiken

Kritik: Außer Atem (FR 1960) – Wo Paris, der Existenzialismus und die Nouvelle Vague vereint sind

Nach was streben Sie in Ihrem Leben am meisten? - Nach Unsterblichkeit. Unsterblich werden und dann sterben. Was ist Liebe...? Eine Illusion? Ein nicht endender Dialog? Eine Strafe? Mit seinem ersten Werk in Spielfilmlänge schrieb Jean-Luc Godard 1960 Filmgeschichte. Seine Erzähltechnik mit Hilfe der Jump Cuts garantiert ein bis heute nur selten dagewesenes Tempo. Keine Sekunde scheint zu langweilen, kein Dialog überflüssig. Was allerdings wäre "À bout de souffle" ohne den um sein Leben spielenden Jean-Paul Belmondo und ohne Jean Seberg, die einen Charme und eine Präsenz an den Tag legen, welches ich bis heute kaum in dieser Ausprägung erlebt habe? Jean-Luc Godard liefert uns natürlich mehr als genug Gründe, warum man den Film auch hassen könnte. Erzählt "À bout de souffle" nur ei...
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"Die Glorreichen" (FR 1984) Kurzkritik – Belmondo in Tunesien

"Wir klauen nur das Geld von Frankreich bevor es die Deutschen tun." 'Les Morfalous' ist ein harmloser kleiner Film, der jedoch sehr viel Spass macht, zumindest in der Originalfassung, denn anders würden die Witze und Anspielungen nicht funktionieren. Die Dialoge besitzen Charme, zudem ist der Film teils Parodie auf das dritte Reich, teils Kritik an der eigenen französischen Politik. Als Hauptdarsteller der wie immer herausragende Jean-Paul Belmondo und Georges Delerue untermalt die Action super herrlich. All das zusammen ergibt einen kurzweiligen Actionfilm mit vielen Lachern. Mehr als das will der Film auch gar nicht sein. Schon allein das Szenario ist sowas von an den Haaren vorbeigezogen. Ein Bankraub an der nord-afrikanischen, deutsch-französischen Kriegsfront. Allerdings macht der...
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"Der Greifer" (FR 1976) Kritik – Eine kaltblütige Jagd durch Nordfrankreich

"Kein Mensch ist reich genug um seine Vergangenheit zurückzukaufen." Ganz nach dem Motto ’ein Belmondo kann gar nicht schlecht sein’ stellt "Der Greifer" zwar einen der schwächeren Filme in Belmondos Karriere dar, ist aber immer noch unterhaltsam und fordernd genug, um über die volle Laufzeit für Spannung zu sorgen. Die Handlung dreht sich um den meistgesuchten französischen Gangster, bekannt unter dem Namen 'der Falke' (Bruno Cremer), den der Greifer (Jean-Paul Belmondo), ein moderner Kopfgeldjäger, fassen muss. Einige Strapazen hat er dabei auf sich zu nehmen. Dass seine Auftraggeber später auch ihn loswerden möchten, machte die Jagd nur noch komplizierter. Während der Greifer einen Weg sucht, um den Falken ausfindig zu machen, fällt ein Satz, der den Film durchgehend prägen wird: ...
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"Elf Uhr nachts" (FR 1965) Kritik – Ein weiterer Geniestreich Jean-Luc Godards

Autor: Philippe Paturel Vier Namen, nur folgende vier Namen und ihr könnt euch gewiss sein, dass es sich um ein Meisterwerk handeln muss. Aus der Zusammenarbeit von Regisseur Jean-Luc Godard, Kameramann Raoul Coutard und den beiden Protagonisten Jean-Paul Belmondo und Anna Karina entstand eine farbenfrohe Mixtur aus Crime-Story, Musical, Melodrama und grotesker Komik, hinter deren Fassade sich die eigentliche Handlung abspielt. Narrheiten der Gesellschaft, das unabdingbare Scheitern der Liebe, die Suche nach dem Glück, Romantik und Existenzialismus sind die Hauptthemen, denen dieses Kunstwerk auf den Grund geht. Dabei schuf Godard ein Zitat, welches als eine der berühmtesten Hommagen an das Kino gilt: "Der Film ist wie ein Schlachtfeld. Liebe, Hass, Action, Gewalt, Tod. In einem Wort: E...