Schlagwort: Melanie Laurent

Filme, Heimkino, Kritiken

Kritik: Enemy (CA, ES 2013)

Autor: Conrad Mildner "The last thing you need is meeting strange men in hotel rooms. You already have enough trouble sticking with one woman, don't you?" Das Leben des Geschichtsprofessor Adam Bell (Jake Gyllenhaal) besteht in erster Linie aus Arbeit und abendlichem Sex mit seiner Freundin Mary (Mélanie Laurent). In einem Film aus der Videothek entdeckt er eines Tages einen Kleindarsteller im Hintergrund, der ihm frappierend ähnlich sieht. Er schafft es über Umwege mit dem Mann Kontakt aufzunehmen, der Anthony Claire heißt und mit seiner Frau Helen (Sarah Gadon) ein Kind erwartet. Während Adam eher schüchtern und unsicher ist, gibt sich Anthony dominant und selbstbewusst. Als auch Helen Adam begegnet, kann sie die Ähnlichkeit kaum fassen und die Leben beider Doppelgänger beginnen unaufh...
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"Die Unfassbaren – Now You See Me" (US/FR 2013) Kritik – Die Welt der Illusionen: Ein offenes Geheimnis

Autor: Pascal Reis "Je genauer Sie hinsehen, desto weniger sehen Sie." Atlas ist ein arroganter Meister seiner Klasse und kann durch die Macht der Illusionen nicht nur sein Publikum ins Staunen versetzen, sondern auch die Frauenwelt haltlos in sein Schlafzimmer locken. Als der charismatische Magier, seine ehemalige Assistentin Henley, dem gewitzten Mentalisten Merritt und dem Touristenabzocker Jack jeweils eine Tarotkarte zugesteckt bekommt, auf der sich eine Adresse für ein Appartement befindet, stößt das Quartett auf die Blaupausen eines nie in die Tat umgesetzten Tricks. Ein Jahr vergeht und die Magiertruppe füllt unter dem Namen „Die vier Reiter“ die größten Hallen von Las Vegas. Mit der Ankündigung, eine Bank in Paris auszurauben, die in beinahe 9000 Kilometern Entfernen liegt, wir...
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"Nachtzug nach Lissabon" (DE/PT/CH 2013) Kritik – Geschichte im Konjunktiv

Autor: Jan Görner „Wenn wir jung sind, leben wir als seien wir unsterblich.“ Auf dem Weg zur Arbeit trifft der Lehrer Raimund Gregorius (Jeremy Irons) eines Morgens auf eine junge Frau (Sarah Spale-Bühlmann), die sich von einer Brücke stürzen will. Kurzentschlossen greift der sonst zurückhaltende Mann ein und nimmt die Fremde mit in seine Lateinstunde an einem Berner Gymnasium. Doch mitten im Unterricht verlässt sie Frau das Zimmer, zurück bleibt nur ihr roter Mantel, in dessen Tasche Raimund einen schmalen Philosophieband des portugiesischen Dichters Amadeu de Prado (Jack Huston) findet, zwischen den Seiten Fahrkarten für einen Nachtzug in die Heimat des Autors. Als er die junge Unbekannte jedoch nicht am Bahnhof antrifft, besteigt Raimund schließlich selbst den Zug. Beseelt von dem Wun...
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"Beginners" (USA 2010) Kritik – Was bedeutet die Liebe?

"Lass es uns nicht an die große Glocke hängen." Mancher beruflicher Werdegang eines Regisseurs, lässt sich gut und gerne als erstaunlich oder unvorhersehbar bezeichnen, denn inzwischen sollte klar sein, dass nicht alle heutigen Großregisseure von den Filmhochschulen kommen, sondern auch auf anderen Wegen in das große Geschäft einsteigen können. Ob es über den musikalischen Bereich ist, in denen die heutigen Filmemacher in ihren jungen Jahren als Cutter oder auch schon dort als Regisseure für Musikvideos arbeiteten, oder aus einem ganz anderen künstlerischen Beruf. Dass dabei aber auch nicht immer gute Langfilmregisseure geboren werden, zeigt sich zum Beispiel an Marcus Nispel, der die Filmwelt mit seinen unterirdischen Ergüssen immer wieder bestraft. Das Gegenbeispiel ist Mike Mills, de...