Schlagwort: Sean Connery

Kritik: The Rock – Fels der Entscheidung (USA 1996) – Alcatraz wird zum explosiven Ort der Desillusion
Action, Kritiken, Michael Bay, Regisseure

Kritik: The Rock – Fels der Entscheidung (USA 1996) – Alcatraz wird zum explosiven Ort der Desillusion

Patriotism is a virtue of the vicious. So sieht es also aus, wenn sich ein Regisseur mit ungehemmtem Explosionsfetisch wie Michael Bay auf der Höhe seines „künstlerischen“ Schaffens befindet. Ziemlich ansehnlich, aber auch viel zu verfrüht und leider von unikalem Status. „Ziemlich ansehnlich“ könnte man an dieser Stelle sogar noch als leichte Untertreibung umreißen, denn Michael Bays zweite Regiearbeit „The Rock“ ist quasi der Inbegriff, oder vielmehr ein Mitverantwortlicher, für diesen generalisierten Musterfall des hochwertigen Action-Kinos der vielfältigen 1990er Jahre. Mit „Bad Boys“ hat Michael Bay ein Jahr zuvor bereits sein fähiges Inszenierungshändchen für stattliche Actionmontagen bewiesen, blieb seinem Publikum aber auf Charakterbasis diese Qualität schuldig. In „The Rock“...
Kritiken

"Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" (USA 1989) Kritik – Der beste Abenteuerfilm aller Zeiten

FAMILIENZUSAMMENFÜHRUNG IM DRITTEN REICH - VATER UND JUNIOR AUF IHREM „LETZTEN KREUZZUG." Schatzsuchen und Abenteuer, welches Kind träumt nicht davon. War ich als kleiner Bengel noch absolut fasziniert von Filmen wie 'Huckleberry Finn - Abenteuer am Mississippi', so sollte dieses Interesse paar Jahre später in Liebe zu einem ganz besonderen Stück Kinogeschichte umschlagen. Der 'Indiana Jones'-Trilogie. Charme, Humor, Action, Tiefgang, Fantasie,... unglaublich, was diese Filme alles vereinen. Und so wurden sie nicht nur meine ersten Lieblingsfilme, sondern haben seitdem mehr oder weniger Einfluss auf meinen Werdegang genommen. Seitdem bin ich von der Materie Geschichte begeistert. Und nicht nur das. Sprachen lernen, viel Reisen, andere Kulturen kennenlernen, all das und noch viel mehr, s...
Kritiken

"Der Name der Rose" (FR/IT/DE) Kritik – Theologie, Philosophie und Ketzerei

"Glaubt Ihr, dass dies ein von Gott verlassener Ort ist?" - "Kannst du mir einen Ort nennen, an dem Gott sich je zuhause gefühlt hätte?" Jeder Romanautor würde sein eigenes Werk ohne lange zu überlegen als unverfilmbar bezeichnen. Einfach weil die Schreiber der Meinung sind, ihre eigenen Worte und Gedanken lassen sich nicht in die Lichtspielhäuser aller Welt übertragen und würden im schlimmsten Film sogar noch das Buch besudeln. Man muss dementsprechend immer eine klare Trennlinie zwischen Buch und Film ziehen, doch man darf Filme nicht von vornherein zerreißen, nur weil man großer Anhänger des Buches ist. Im Gegenteil, denn oft genug wurde man schon eines besseren belehrt, selbst wenn es sich nur um Kurzgeschichten oder Novellen dreht. 'Uhrwerk Orange', 'Eyes Wide Shut', 'Into the Wild...
Kritiken

"The Untouchables" (USA 1987) Kritik – Im Kampf gegen Al Capone

"Diese Stadt stinkt wie ein Bordell bei Ebbe!" Brian De Palma hat sich in seiner Laufbahn dreimal der Mafia angenommen. Das Ergebnis davon: drei der besten Mafiafilme überhaupt. Seine Unangefochtene Nummer Eins ist und bleibt der legendäre 'Scarface' mit Al Pacino aus dem Jahr 1983. Aber auch 'Carlito's Way', der gerne als „melancholischer Scarface“ bezeichnet wird, ebenfalls mit Al Pacino, ist ein starker Vertreter des Genres und machte es uns allen klar, dass De Palma dieses Genre verstand und aufdecken konnte. Der dritte Film ist der Thriller 'The Untouchables' aus dem Jahre 1987, den er allerdings nicht aus der Sicht der Gangster erzählte, sondern um die Polizisten, die den echten Mafiaboss Al Capone schnappen wollten. Brian De Palma beherrschte sein Handwerk, 'Die Verdammten des Kr...