Schlagwort: Steve McQueen

Kritiken

"12 Years a Slave" (USA, UK 2013) Kritik – Südstaaten-Drama in Hochglanzoptik

Autor: Stefan Geisler "I don't want to survive. I want to live." Der britische Filmemacher Steve McQueen gehört momentan zu den gefragtesten Regisseuren Hollywoods und das obwohl er mit dem Südstaaten-Sklaven-Drama „12 Years a Slave“ gerade erst seinen dritten Spielfilm in die Kinos gebracht hat. Dass McQueen einmal zu den großen der Branche gehören würde, lies sich schon in seinem IRA-Gefängnis-Drama „Hunger“ erkennen, denn bereits hier konnte der ehemalige Fotograf und Video-Installationskünstler sein außerordentliches Gespür für eindrucksvolle Aufnahmen und stimmungsvolle Plansequenzen unter Beweis stellen. McQueens Filme sind Leinwand-Kunstwerke, die von der ersten bis zur letzten Minute gnadenlos durchdacht wirken. Umso erstaunlicher, dass er es bei solch verkopften Aufnahmen immer ...
Kritiken

Klassiker-Tipp der Woche "Bullitt" (USA 1968) Kritik – Steve McQueen ist unbestechlich

"Ich dachte, ich kenne dich, aber jetzt bin ich nicht mehr so sicher. Gibt es noch irgendetwas was dich berührt, was dir wirklich nahe geht? Oder bist du bereits so abgebrüht, dass dich nichts mehr erschüttert? Du lebst in einem Sumpf, Frank!" Viele Filme werden oft einfach als Klassiker abgestempelt, nur weil sie aus einem bestimmten Jahrgang sind. Auf den Inhalt oder die Klasse dieser Filme, wird dabei nicht immer wirklich Rücksicht genommen und schon hat ein belangloses Werk seinen Klassikerruf weg und geistert durch die Weiten der Filmwelt. Was macht einen Klassiker aber eigentlich aus? Wahrscheinlich ist es diese Eigenart, die den Film zu etwas besonderem macht. Mit Sicherheit auch die Zeitlosigkeit und die Gefühle, die er noch viele Jahrzehnte später überträgt. Dazu müssen diese b...
Kritiken

"Shame" (GB 2011) Kritik – Im Schatten der Sucht

Autor: Pascal Reis „We're not bad people. We just come from a bad place.“ Immer wieder hat er, Brandon (Michael Fassbender), es seiner Schwester, Sissy (Carey Mulligan) versprochen, zu einem ihrer Auftritte zu kommen – Und immer wieder hat er sie enttäuschen müssen. Nicht jedoch diesen Abend, hat sich seine Schwester doch nach einigen unbeantworteten Nachrichten auf dem Anrufbeantworter in einem Appartement einquartiert. Zusammen mit seinem Kumpel und Chef David (James Badge Dales), der es mit der Treue nicht ganz so eng sieht, frequentiert er die Bar, in der seine Sissy eine faszinierende Neuinterpretation des Frank Sinatra Klassiker „New York, New York“ zum Besten gibt. Fragiler hat man die Zeilen dieses Liedes noch über keine Lippen kommen hören, und wie uns „Shame“ später v...