Schlagwort: Wes Craven

Kritiken

Regisseure im Fokus: Unausweichliche Gewalt, degenerierte Menschen und lähmender Voodoo – Drei Werke des Wes Craven

Autor: Pascal Reis "Das letzte Haus links" (USA 1972) Die Freundinnen Mari und Phyllis wollten ganz entspannt ein Rockkonzert in New York besuchen. Die auf den ersten Blick obsolet erscheinenden Eltern von Mari sind zwar nicht begeistert vom Vorhaben der pubertären Mädels, doch ein Verbot würde nichts bezwecken, und so machen sich Mari und Phyllis auf den Weg aus der ländlichen Idylle, direkt in die verseuchte Großstadt. Radiowarnungen werden ignoriert, Drogen sollen den Abend vorerst anheizen und da schnappt Wes Cravens durchtriebene Falle zu. Natürlich war die Warnung über die entflohenen Straftäter aus dem Radio kein Zufall, denn genau diesem inhumanen Pack laufen die beiden Mädchen in ihrer Naivität geradewegs in die Arme. Cravens Inszenierung wird zum Fahrstuhl der gefühllosen Bru...
Kritiken

"Red Eye" (USA 2005) Kritik – Ödes Psycho-Duell

"Jetzt warten wir erst mal auf die Taschentücher und das Wasser und wenn wir wieder unter uns sind, können wir das Geschäftliche klären." Die glorreichen Jahre des Wes Craven sind lang vorbei. Ähnlich wie John Carpenter verliert sich Craven zunehmend im Genre-Einheitsbrei. Mit Filmen wie 'Hügel der blutigen Augen', 'Nightmare on Elm Street' und 'Scream' schuf er drei absolute Klassiker. Danach kam aber einfach nichts Besonderes mehr. Jetzt begeben wir uns in das Jahr 2005, in dem Cravens Psycho-Thriller 'Red Eye' in die Kinos kam. Leider inszeniert er damit ein völlig höhepunktarmes und durchschnittliches Thrillerchen von der Stange. Der Film spielt fast über die gesamte Laufzeit im Flugzeug. Klaustrophobische Stimmung kommt auf dem engen und ausweglosen Raum aber eher selten auf. Yeam...